Dienstag, 19. Mai 2015

B-Film Basterds Nürnberg 2015 - Teil 2

Andreas: Tag zwei beginnt mit einer handfesten Überraschung. Der Geist Ed Woods schlägt erbarmungslos zu, und verhindert eine Aufführung von

The Sinister Urge


Ratlosigkeit beim Doc
mit einer laut Cover Regionfree DVD, die sich dann anschließend auf lokalen Endgeräten nicht wiedergeben lässt. Die Zuschauer nehmen’s mit Humor, dem Veranstalter ist es sichtlich etwas peinlich und die Zwischenrufe zwecks Erstattung des Eintritts sind zum Glück nicht ganz ernst gemeint. Auch der zweite Take in Form einer eilig herbei geschafften PS3 schafft keine Abhilfe, weil die zwar US-Spiele, aber keine US-DVDs abspielt. Um den Ablauf nicht weiter zu gefährden, wird der Film kurzerhand ans Ende des Programms geschoben, wo die Wiedergabe im dritten Take dann doch noch erfolgreich war. Wenn auch weitestgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Auf Youtube kann man den Film in der launigen MST3K-Version nachholen: 


Aber gut, das war jetzt kein Beinbruch. 

Jaka der Rebell


ist nämlich auch ein guter Einstieg für den Samstag. Ein ganz hervorragender sogar. 

Der Holländer
Ganz grob geht es in dem Film um den islamistischen Terroristen Jaka, der sich gegen die europäische Schutzmacht in Indonesien auflehnt, und schließlich einen Bürgerkrieg vom Zaun bricht. Ok, im Film spricht man natürlich nicht von Terrorismus und die holländische Schutzmacht wird auch eher als fieser Unterdrücker präsentiert. Alles eine Frage der Perspektive.




Jaka - Der Planlose

Der indonesische Film war in seiner Heimat wohl ein großer Erfolg, so dass noch diverse Nachfolger produziert wurden, die es zumindest nicht nach Deutschland geschafft haben. Schade eigentlich, weil bereits der erste Teil Unterhaltung auf hohem Niveau präsentiert.

Neben spektakulären Kampfszenen dürfen wir uns auch an Kämpfern mit übernatürlichen Fähigkeiten ergötzen, die je nach Szene mehr oder weniger mächtig sind. Da ist zum Beispiel der erste ernst zu nehmende Gegner Jakas, der zwar Kugelbeschuss stand hält, vor einem Bambusstab dann aber kapituliert, was überaus blutig in Szene gesetzt wird.

Jaka - Der Blinde
Überhaupt geizt man nicht mit blutigen Spezialeffekten, die ihren Höhepunkt in der Szene finden, in der der Held mit einem Bajonett geblendet wird. Buargh.

Natürlich geht es auch hier nicht ganz ohne Budget bedingte Kompromisse. So werden zum Beispiel die meisten Europäer von Personen mit mehr oder weniger deutlichen asiatischen Gesichtszügen verkörpert, die Goreeffekte verfehlen das eine oder andere Mal ihre Wirkung und die deutsche Synchro ist nicht sooo toll. Aber für letzteres können die Macher freilich nichts.

Jaka - Das Hausschwein
Etwas eigentümlich erscheint der Film aufgrund des eingangs geschilderten Szenarios. Natürlich ist Jaka kein Terrorist, sondern der tapfere Rebell, der mit Allahs Hilfe die holländischen Besatzer vertreibt. So wird häufiger sein Glaube referenziert, mit dem gemeinsamen Gebet vor der Schlacht macht man sich Mut und sein Glaube verleiht ihm die überirdische Macht, den übernatürlichen von den Toten zurückgekehrten Kämpfer zu besiegen, der für seine Verwandlung in ein Schwein verantwortlich war (fragt nicht).  So oder so ist das ein schönes Beispiel dafür, dass alles relativ ist, auch unsere Sicht der politischen Ereignisse. Vermutlich würde man heute diesen Film international auch anders vermarkten, als dies Anfang der 80er Jahre noch möglich war. Aber ich will da jetzt auch nicht zu viel hinein interpretieren. Solang es gegen Holländer geht, ist es doch klar, wer der Gute und wer der Böse ist.

Jaka - Die Augen-OP
Xander: Jaka – Der Rebell ist einer dieser großen, unbekannten Filme, die mit einer epischen Geschichte, unglaublichen Splattereinlagen und einer großen Portion Melodram aufwarten. Unschuldiges Kino, das in Blut watet und keine Hemmungen hat, den Held weinend und Körper zerteilend zu zeigen.

Ein bisschen wie Bollywood ohne das Singen. Zwischendurch werden dem Helden die Augen ausgestochen, was in Fulci-Manier im Großformat realisiert ist, dann wird er wie in einem DEFA-Film in ein Schwein verwandelt, um wie im Märchen von der hübschen Prinzessin gerettet zu werden.

Der Film ist herrlich naiv und zugleich rührend bemüht, eine bewegende Geschichte zu erzählen. Vielleicht mal was für das Weihnachtsprogramm bei Al-Dschasira.

Die Lehrfilme sind ein guter Gag. Allerdings begeistern am ehesten die Ausstattung und die „Kostüme“. Inhaltlich und schauspielerisch erinnert das alles zu sehr an die berüchtigten Kinderläden der siebziger Jahre. Rüdiger Hoffmann hat diesen pseudopsychologischen Sprachduktus schon ausgiebig parodiert, sodass das Original fast wie eine Farce wirkt. Kann man gucken, war für mich aber zu Deutsch in der Ausführung. Nett, aber zahnlos und ein bisschen hatte ich das Gefühl, da haben sich ein paar Industriefilmer an öffentlichen Geldern gesund gestoßen. Das nächste Mal wünsche ich mir exotische Urlaubsfilme aus den Siebzigern.

Andreas: Die Kurzfilme entstammten allesamt dem Lehrfilm-Genre und blieben zumindest bei mir etwas hinter den Erwartungen zurück. Natürlich sind das vom Zeitgeist geschwängerte Filmdokumente, die gerade immer dann anachronistisch wirken, wenn das damals gängige Familienbild thematisiert  wird, aber sonst nicht groß durch Peinlichkeiten auffallen. Trotzdem ein interessanter Blick rund 40 Jahre in die Vergangenheit. Schätz ich jetzt mal.
Vergangenheit ist ein schönes Stichwort (und der Satz ein ganz mieser Übergang, aber ich bin mir für nichts zu schade): Die Hammer Studios waren auch Vergangenheit, bzw. haben Anfang der 70er Jahre den Anschluss verpasst. Dracula, Frankenstein, gotischer Überbau und gestelzte Dialoge wollte kein Mensch mehr sehen, mit Texas Chainsaw Massacre wurde eine neue Art des Horrors etabliert, dem die Hammer Studios nicht folgen konnten oder wollten. Um trotzdem irgendwie dem Zeitgeist zu entsprechen, wurde eine Kooperation mit den Shaw Brothers eingegangen, die gerade dabei waren, das Genre des Kampfsportfilms umzukrempeln. Trivia am Rande: die Shaw Brothers haben auch einst mit Ernst Hofbauer kooperiert, woraus der wunderbare Titel Karate, Küsse, Blonde Katzen entstanden ist, zu dem ich hier schon mal etwas geschrieben habe.

Aber zurück zu den Hammer Studios. Aus dieser Kooperation sollte

Die Sieben Goldenen Vampire


Großmoff, äh, Vampirjäger van Helsing
entstehen, der Dracula, chinesische Vampire und Kampfkunstaction mischt. Die Hammer Studios schicken unter anderem den Horrorfilm-Veteran Peter Cushing ins Rennen, der hier seine Rolle als Dr. van Helsing wieder aufnimmt, die er bereits 1958 in Dracula ausüben durfte. Für mich bleibt er trotzdem auf immer und ewig mit der Rolle des Großmoff Tarkin verbunden, aber sei’s drum.

Nun, auch wenn sich der Film an der Figur des Draculas und van Helsing bedient, geht er doch komplett eigene Wege. So wird die Handlung nach dem kurzen Einstieg auch gleich ins China des 19. Jahrhunderts verlegt, wo van Helsing Vorträge an einer Universität über Vampirismus hält. Die dortigen Studenten zweifeln an seinen Worten, und verlassen unter Gelächter den Saal. Nur einer bleibt zurück, der sich als Bewohner eins Orts entpuppt, der von den Vampiren terrorisiert wird.

Er überredet Van Helsing, ihm mit seinem Sohn und einer Gönnerin, die die Reise finanziert, zu folgen, und verspricht ihm im Gegenzug Schutz vor missliebigen Chinesen, die der Sohn bei einem Abendessen vergrault hat. Den Schutz übernimmt er zusammen mit seinen Brüdern und einer Schwester, die allesamt in der Kunst des Nahkampfs und jeweils einer eigenen Waffe geschult sind.

Der gelbe Teufel!
Schon bald kommt es zum ersten Zusammentreffen mit den Söldnern des Chinesen, was klar zu Gunsten der Reisegruppe geht. Das nächste Zusammentreffen erfolgt dann mit einem Kommando der Vampire, aus der die Gruppe zwar als Sieger, aber geschwächt hervorgeht. Langsam kommen sich auch die Protagonisten näher. Im Sinne der Vereinigung von Ost und West, liebäugelt van Helsings Sohn mit der Schwester der chinesischen Großfamilie, während der Bruder sich an die blonde Gönnerin heranmacht. Die restlichen Brüder bleiben mehr oder weniger Komparsen, die nur hin und wieder ihre Kampfskills demonstrieren dürfen.

Der weiße Teufel!
Als man schließlich die bereits stark dezimierte Stadt erreicht, werden sofort Verteidigungsanlagen errichtet und der finale Angriff der Vampire erwartet. Nach einer verlustreichen Schlacht dringen die letzten Überlebenden in den Unterschlupf der Monster vor, wo sich dann van Helsing die Wurzel allen Übels entblößt (was nur halb so schweinisch gemeint ist, wie es vielleicht klingt): Dracula.

Ach, ich mach’s ab jetzt kurz: für mich hat dieser Stilcrossover nur bedingt funktioniert. Wo bei Karate, Küsse, Blonde Katzen ein unterhaltsamer Film bei rumgekommen ist, ist Sieben Goldene Vampire weder so richtig Fisch noch Fleisch. Zwischen all den herumwirbelnden und Karate (oder was auch immer) kämpfenden Chinesen wirken Peter Cushing und sein Filmsohn wie Relikte einer vergangen Zeit. Steif und unbeweglich bewegen sie sich durch die Kämpfe, in denen sie wie durch ein Wunder stets verschont bleiben. Jetzt ist es natürlich schon so, dass ein Peter Cushing allein durch seine Anwesenheit Flair versprüht (Großmoff Tarkin!!!), was hier aber in gewisser Weise verpufft.

Die Handkantenaction ist solide produziert, die Kämpfe sind variantenreich und entsprechen so ziemlich dem Stand ihrer Zeit, würd ich jetzt mal behaupten.

Die Vampire dagegen lassen irgendwie sämtliche Bedrohlichkeit vermissen; das könnte auch eine Banditenbande sein. Nur einmal hat es direkte Konsequenzen, dass die Gruppe eben von Vampiren und nicht gemeinen Wald- und Wiesenbanditen angegriffen wird, was dann auch für etwas Dramatik sorgt und die unbedingte Opferungsbereitschaft der Gruppe demonstriert.
Trotzdem war ich am Ende von dem Film doch eher etwas enttäuscht. Irgendwie hatte ich mir von der Kooperation mehr versprochen.

Aber das Highlight des Tages stand ja noch aus.

Der Hort des Bösen!
Xander: Das erste Majormovie des Festivals war dann Die sieben goldenen Vampire. Zu diesem Film muss man sagen, dass er lange einen hervorragenden Ruf genoss und unter Horrorfans immer wieder empfohlen wurde. Mitte der Achtziger erzählten mir noch die großen Nachbarjungs ehrfürchtig von den „goldenen Vampiren“, die sie gleich gucken würden. Die Hammerproduktion gibt sich Mühe, auf den Zeitgeist aufzuspringen, allerdings wurde in der Ankündigung richtig erklärt, dass Texas Chainsaw Massacre solche Filme einfach alt aussehen lassen musste. Am ehesten erschließt er sich wohl im Kontext der anderen Dracula-Filme. Leider funktioniert die Action anstelle des Horrors nicht so wirklich. Wurde mit dem Film nie wirklich warm und auch jetzt gelang es mir nicht. Aber das Wiedersehen mit Peter Cushing macht Spaß!

Auch den Film gibt's komplett auf Youtube (Englisch): 



Der Kampfgigant


Der Kampfgigant!
Andreas: Speziell Xander war schon ganz hibbelig, zählt der Film doch zu seinen Alltime-Faves. Und allein die Aussicht auf einen italienischen Rambo-Ripp off hat auch mir ein feuchtes Höschen spendiert. Dazu noch der sehr vielversprechende Titel. Der Film hatte mit einer großen Erwartungshaltung zu kämpfen.

Im Original heißt der Film übrigens „Double Target“, und drückt damit die Handlung des Films nicht halb so gut aus, wie der deutsche Titel. Weil um recht viel mehr, als um den Kampfgiganten geht’s in dem Film nicht. Der Rest der Handlung ist nur ein Alibi für Explosionen, Feuergefechte, Explosionen, billige Dialoge und noch mehr Explosionen. So gesehen wär nur noch der Titel „Der Explosionsgigant“ passender.

Aber wie gesagt, sowas wie eine Handlung gibt es auch.

Der Kampfgigant!
Mehrere US-Stützpunkte und –Niederlassungen werden Opfer von Terrorangriffen. Die USA ist machtlos und weiß, dass nur einer helfen kann: Bob Ross, verkörpert vom göttlichen Miles O’Keeffe.

Bob ist Vietnamveteran und hat, wie es ein guter Vietnamveteran halt so macht, eine Vietnamesin geschwängert. Zehn Jahre nach dem Krieg will er seinen Sohn endlich mal sehen und spricht im vietnamesischen Konsulat vor. Dort eröffnet man ihm, dass seine Frau im Umerziehungslager verstorben ist und er seinen Sohn nicht sehen darf. Weil halt. Das findet er gar nicht so toll, weshalb der anwesende KGB-Agent sicher ist, dass er einen US-Spion vor sich hat. Das naheliegendste in so einem Fall ist natürlich, den US-Spion vor Ort in einem unabhängigen Land festzusetzen und zu verhören. Das wiederum findet der Kampfgigant nicht so witzig und flüchtet aus dem Konsulat, verfolgt von einer Horde Vietnamesen, die kein Problem damit haben, in einem autonomen Staat offen mit automatischen Gewehren rumzulaufen. Wahrscheinlich will uns der Film damit sagen, dass alle asiatischen Länder Feinde der Freiheit sind, und die deswegen sowas tolerieren. Wahrscheinlich.

Bumm!
Rumms!
Nun, kurz bevor er sich selbst rettet, wird er von einem Hubschrauber des CIA (oder irgendeinem anderen amerikanischen Nachrichtendienst) gerettet und in das Land der Freiheit zurück gebracht. Dort offeriert man ihm einen Deal: Die Terroristen haben ein Trainingscamp in Vietnam. Wenn er dorthin vordringt und die Pläne der Terroristen durchkreuzt, darf er auf dem Rückweg seinen Sohn mitnehmen. Die Sache hat allerdings den Haken, dass der dafür zuständige US-Senator gleich von Anfang kategorisch ausschließt, Bob wieder in die Heimat zurück zu holen. Ist aber egal, die Aussicht seinen Sohn zu sehen, ist Motivation genug. Mit Hilfe einer Ausrüstung, die behauptet Millionen Dollar wert ist, wird er ins Feindesland geschickt.

Bumms!
Der erste Kontakt mit seinem Sohn verläuft unterkühlt. Trotzdem macht er sich auf die Suche nach dem Terrorcamp. Unterwegs treffen sie auf einen LKW mit sowjetischen Soldaten, was sogleich mit einem „Terroristen!“ quittiert wird. Daher weht also der Wind. Die fiesen Sowjets stecken also hinter den Terroranschlägen. Naja, Mitte der 80er – wer sonst? Nun, der LKW wird gekapert, die Uniformen gewechselt und schon erhält man freien Zugang zum Lager der Terrorussen (jaja, doofes Wortspiel). Schnell findet man, was man sucht und mit Hilfe eines kleinen Fotoapparats werden die Beweise abgelichtet. Dummerweise sind die Jungs im Lager mittlerweile dahinter gekommen, dass die zwei vielleicht doch keine Terrorussen sind und so erwartet sie bereits ein Empfangskomitee vor dem Gebäude. Wie gut, dass ein Motorrad mit Beiwagen bereit steht. Zusammen mit einem MG werden sie zu einem unüberwindbaren Gegner für die Besatzung des Lagers, so dass sie sich ungehindert den Weg freischießen und schließlich durch ein offenes Nebentor in einem Gewässer untertauchen können. Und das mein ich sprichwörtlich. Die Verfolger, die offensichtlich nicht schwimmen können, brechen dann auch folgerichtig die Verfolgung ab.

Rumms Bumms!
Was dann folgt, ist eigentlich nur eine Reihe von Verfolgungsjagden, Schießereien und Explosionen, in der man neue Verbündete findet und auch ganz schnell wieder verliert.
Das Hauptproblem für die Akteure ist, dass der US-Senator seine Drohung wahr macht und Bob den Rücktransport verweigert. Auch vor dem Hintergrund, dass die USA die Beweise eigentlich gar nicht will. Weil man den Sowjets nicht an den Karren fahren will. Bob hat man aber trotzdem losgeschickt. Weil halt. Aber weil Bob der Kampfgigant ist, hält ihn das natürlich nicht auf. Und so schafft er es am Ende einen Helikopter zu kapern, mit dem er seinen Sohn und eine weitere Überlebende in die Staaten zurückfliegt.

Der Kampfgigant!
 Naja, was soll ich sagen? Gebäude explodieren im Sekundentakt, die Panzerfaust des Helden spuckt die Sprenggranaten schneller aus, als ein Maschinengewehr und wenn er das Ding mal liegen lassen muss, bleibt ihm immer noch der Granatwerfer unter seinem M16, das mit einer ähnlichen Frequenz explosiven Tod und Verderben über seine Feinde bringt.


Kann so ein Film schlecht sein? Eben. Deswegen ganz klar mein Film des diesjährigen Festivals und mit Platz 4 im Gesamtranking auch hoch angesehen in der Gunst der restlichen Zuschauer.

Der Kampfgigant!
Xander: Das absolute Highlight war dann der Kampfgigant. Diesen Film kenne ich gut, denn ich erstand vor 15 Jahren eine Videotheken-VHS mit hervorragendem Bild. Er ist ein verfilmter Vietnamcomic: Explosionen, Verfolgungsjagden, markige Sprüche und die allgegenwärtige grüne Hölle machen ihn zu einem Highlight des Achtziger-Jahre Trashkinos. Das kann man ohne Ironie sagen. Der Kampfgigant ist nie langweilig, sondern immer wieder überraschend unterhaltsam und mit genügend Explosionen vollgestopft, um noch drei weitere Vietnamfilme zu drehen. Das Publikum verstand den Film auch genauso und die Begeisterung war überall zu hören. So muss das Festival sein!


Andreas: Da passt es ja ganz gut, dass der offiziell letzte Film des Tages,

Libido Mania  


dem Kampfgiganten den Sieg nicht mehr streitig machen konnte. Vom Publikum zum schlechtesten Film des Festivals gewählt, kann ich das Urteil leider nur unterschreiben.
Prinzipiell ist es das Anliegen des Films, mit einem pseudo-wissenschaftlichen Überbau über sexuelle Perversionen zu informieren. Da der Film von Bruno Mattei stammt, dürfte klar sein, dass es sicher nicht Sinn war, eine ernst gemeinte Dokumentation zum Thema abzuliefern. Viel mehr ist es der Aufhänger, um schockierende Bilder rund um Tabuthemen zu präsentieren, die mittlerweile größtenteils vom Angebot eines durchschnittlichen XXX-Portals überboten werden.

Einzig Zoophilie, Fäkalsex und Nekrophilie haben in Mainstreamportalen noch nicht so Einzug gehalten, wobei speziell Fäkalien seit 2 Girls 1 Cup ja auch in aller Munde (HA!) sind. Zu dem Thema kann ich auch die Filmreihe „Friss Scheiße du Sau“ empfehlen, was dem Wort „Fäkalhumor“ eine ganz neue Bedeutung verleiht. Aber genug der Kalauer.

Rechtzeitig zum Ende aufgewacht!
Leider ist der Film eine strunzlangweilige Angelegenheit. Gut, der Nekrophilie-Teil war wirklich eklig, und der abgeschnittene Penis, wenn auch klar als Fake erkennbar, ging etwas in die Leisten, aber sonst gibt’s halt wirklich nix zu sehen, was man nicht auch mit einer Minute Google-Suche im Web finden würde. Der Rest wird mit Leuten in weißen Kitteln gefüllt, die was Kluges Dokumentarisches erzählen dürfen, um dem ganzen vor irgendwelchen Zensurbehörden eine Daseinsberechtigung zu erteilen. Dazu kommen die langatmigen Softsex-Aufnahmen, die den geneigten Pornokonsumenten von heute auch eher langweilen. Sollte der Film darüber hinaus eine Daseinsberechtigung haben, dann muss ich den Teil leider verschlafen haben. So wie ein anderer Teil des Publikums, der ebenfalls der Kombination aus abgestandener Luft und Langeweile zum Opfer fiel.

Weil wir dann auch schön Bettschwere hatten, fiel der letzte Film des Abends, die nachgeholte Vorstellung von The Sinister Urge für uns dann auch aus.  Fünf Tapfere haben der Legende nach durchgehalten.

Sonntagmittag ging’s dann auch schon wieder zurück in die Heimat, weshalb ich über die Sonntag gezeigten Filme leider nichts mehr erzählen kann.

Xander: Viel versprochen hatte ich mir von Libido Mania. Habe ich doch einen geheimen Platz in meinem Herzen für obskure Filme. Leider bot der Film nicht authentische Aufnahmen aus den Siebzigern, sondern nur schmuddeligen Studiotrash inklusive Fäkalien, Genitalien und Särgen. Nun ja, immerhin hatte ich eine Erkenntnis: Das, was man 1979 in dem Film sah, hat heute auch eine sehr erfolgreiche Entsprechung und zeigt, dass das geschmacklose, leicht schwachsinnige Unterhaltung immer ein Publikum findet.

Libido Mania heißt heute MyDirtyHobby.Com. Bin gespannt, ob man sich diese Clips auch in dreißig Jahren ansieht …

Fazit: Das Festival wird immer besser. Die Auswahl ist zu achtzig Prozent gelungen. Es wird sicher weiterwachsen. Ändern würde ich den Samstagabendkracher um ca. 23 Uhr. Da sollte ein Film vom Kaliber „Der Kampfgigant“ her. Dann steht einem wahren Fest nichts mehr im Wege!

Andreas: Als Fazit bleibt mir die Feststellung, dass es auch dieses Jahr wieder ein Mordsspaß war, auch wenn gefühlt etwas zurückhaltender kommentiert wurde. Da hat wohl Christian Kesslers Appell noch Nachwirkungen gezeigt. Ich zumindest freue mich schon auf nächstes Jahr und kann’s kaum erwarten, welche Schätze uns da erwarten.

Die Veranstalter blicken ebenfalls erfreut auf die Veranstaltung zurück und können mit rund 600 Besuchern über alle Vorführungen hinweg einen Besucherrekord vermelden.

Markus „DocAcula“ Nowak hat mir dankenswerterweise noch ein paar Zeilen geschrieben, die ich hier mit seiner freundlichen Genehmigung als Schlusswort einfügen möchte:

„Hauptsächlich freuen wir uns natürlich,  dass alles letztendlich einigermaßen glatt abgelaufen ist. Die kleine Katastrophe mit "The Sinister Urge" mal ausgenommen, die hat natürlich etwas unnötigen Stress verursacht. Zum Glück hatten wir aber keine Probleme mit den 35-mm-Kopien, was immer ein kleines Risiko ist, weil man halt auch nicht immer weiß, wie gut die in Schuss sind. Das hat aber diesmal wirklich gut funktioniert.

Ansonsten natürlich der Christian-Keßler-Auftritt - das war, abgesehen vom Besuch der Buio-Omega-Leute vor zwei Jahren, was aber natürlich was anderes war - unser erster richtiger "Livegast". Ich wusste vorher nicht, wie das im Rahmen des Festivals ankommen würde, aber sein Vortrag war super besucht und machte, glaub ich, auch allen wirklich viel Spaß. Was mich natürlich wieder ein wenig anreizt, zukünftig ab und an mal ein solches Experiment zu wagen. :)

Und maßgeblich letztendlich der Publikumszuspruch - der zeigt mir, dass das offene Konzept, also eben nicht spezifisch ein Genre-Festival zu machen oder sich auf bestimmte Epochen oder Herkunftsländer zu konzentrieren, wie es der Hofbauer-Kongress und Terza Visione machen, seinen Platz hat und seine Fans findet.“

Montag, 18. Mai 2015

B-Film Basterds Nürnberg 2015 - Teil 1


Der Kampfgigant, Die Riffs III und Christian Keßler. Zwei Filme, ein Filmjournalist und Trailershows. Ein Wochenende, 14 Filme und ein Vortrag. Zwei Zombiebuchautoren, Bier und gute Laune. Damit wär eigentlich schon alles gesagt. Die Zusammenfassung am Anfang für Lesefaule. Alle anderen können weiterlesen.

Bauch rein, Brust raus. 

Für diesen Eintrag konnte ich Xander Morus als Gastschreiber gewinnen, mit dem ich mich dieses Jahr zum dritten Mal in Folge durch ein buntes Filmprogramm gekämpft habe. Die verwendeten Bilder haben Xander und ich geschossen. Im ersten Moment mag es zwar ungewöhnlich sein, abfotografierte Bilder zu verwenden, aber ich fand's passend zur Thematik. :)



Gutes fränkisches Bier!
Andreas: Nürnberg ist eine schöne Stadt, die Franken sind besser als ihr Ruf und das fränkische Bier ist sowieso über alle Zweifel erhaben. Wer das nicht glaubt, kann sich davon unter anderem auf dem B-Film Basterds überzeugen. Jedes Jahr findet sich eine bunte, bzw. eher schwarz gewandete, Truppe zusammen, um in geselliger Runde etwas andere Filme abzufeiern, denen meist der große Erfolg verwehrt blieb. Der dafür häufigste Grund dürfte im Budget der Filme zu suchen sein, und die damit einhergehenden Kompromisse, die man in der Besetzung, den Effekten und dem Drehbuch machen musste. Dass dabei aber trotzdem Kleinode entstehen können, deren Unterhaltungswert nicht zwingend den beabsichtigten Gründen entspringt, wurde auch dieses Jahr aufs Neue bewiesen. Und ja, ich spreche von Trash. Auch wenn sich Christian Kessler gegen diesen Begriff ausspricht. Aber darauf möchte ich später noch eingehen.

Xander: Das letztjährige Festival verlor sich etwas in der Unentschlossenheit neue Filme mit alten zu kombinieren. Dadurch wurden neuer Trash (nichts Seltenes) und alte Kuriosität gemischt. Eine eher anstrengende Kombination, die mir mit Manos den Rest gab.

Im neuen Jahr sollte es nun etwas gehaltvoller zugehen. Ein Special Guest und einige vergessene Kracher versprachen viel. Vor allem der wilde Bruno Mattei sollte diesmal für Faszination sorgen. So auch mit dem vergessenen Dokumentarfilm Libido Mania. Ob das funktioniert hat oder nach hinten losging, wird sich zeigen.

Andreas: Wie schon letztes Jahr beginnt der Filmmarathon für mich am Freitag, wodurch mir eins der Highlights am Donnerstag entgeht, nämlich Legion der Vampire. Von den Zuschauern immerhin zum Film des Wochenendes gewählt und mit dem Golden Ninja Award 2015 ausgezeichnet. Auch der zweite Film in der Gunst des Publikums, Hausu, musste leider ohne mich stattfinden, und der Drittplatzierte Frauenlager der Ninja lief am Sonntag und damit auch ohne mich. Somit kann ich über die drei Highlights schon mal nichts schreiben und plädiere für nächstes Jahr auf eine Verlegung der Highlights auf Freitag/Samstag Abend. Danke.

Stattdessen beginne ich mit

Orion 3000 – Raumfahrt des Grauens


Der Film ist Teil einer Reihe von italienischen Science Fiction-Filmen, die, soweit ich das verstanden habe, lose miteinander verbunden sind, allerdings nicht die Kenntnis der Reihe voraussetzen.

Überrascht hat mich zu Beginn die relativ aufwändig kreierte Modellstadt, die eine angenehm futuristische (Modellbau-) Stimmung verbreitet und mit viel Bewegung ausgestattet wurde. Zwischen den Gebäuden fahren Züge, Helikopter starten und Ufos kreisen an fast unsichtbaren Fäden über den Häusern. Eigentlich unglaublich, dass diese Kulisse dann nur für das Intro des Films benutzt wird. Und auch schade, weil die Detailverliebtheit in der Folge leider etwas abnimmt.

Das fängt dann auch schon bei der Handlung an. Die Erde wird angegriffen. Visualisiert wird das durch herabfallendes Geröll, dem General Norton gerade noch so ausweichen kann. Einigkeit herrscht in der Frage, wie das geschehen konnte, so dass ein verschlüsselter Funkspruch an alle Weltraumstationen gesendet wird, der daraufhin von einer Station unverschlüsselt weitergeleitet wird. Der Inhalt? Unbekannt. Die Folgen für die unverschlüsselte Übermittlung? Unbekannt. Ist halt so.

Als die Raumstation schließlich die Verbindung zur Erde verliert, macht sich der General höchstpersönlich auf, um nach dem Rechten zu sehen. Ehrlich gesagt war ich mir bis zum Schluss nicht sicher, ob das jetzt eine Raumstation war, oder die einzige, die die Erde zu bieten hatte. Aber ist ja auch egal.

Der General mit Tochter
Auf jeden wird die Raumstation von Kommandant Jackson kommandiert (wer hätte das gedacht?), der mit der heißen Rothaarigen anbandelt, auf der Erde aber noch mit der Tochter des Generals liiert ist. Die nutzt dann auch die Chance, mit ihrem Vater zur Raumstation zu reisen, um dort nach ihrem Verlobten und dem Rechten zu sehen.

In der Zwischenzeit entdecken die Wissenschaftler einen Planeten, der von der Besatzung der Raumstation als Wurzel allen Übels erkannt wird, während die drögen Wissenschaftler der Erde davon ausgehen, dass der Planet sicher nicht Schuld an den Zerstörungen der Erde ist und eine weitere Erforschung untersagen.

Weil Kommandant Jackson der Kommandant ist, ignoriert er die Befehle und macht sich auf den Weg, das Übel auszurotten.

So sinnlos sich das alles anhört, so sinnlos ist es auch. Vieles in dem Film wird nur behauptet, die Fäden, an denen die Astronauten hängen dürften selbst den Zuschauern von 1965 nicht entgangen sein und die unmotivierte Haltung einiger Darsteller bei Weltraumspaziergängen ist auch mit dem niedrigen Budget nicht zu erklären.

Immerhin zu gute halten muss man dem Film aber, dass man überhaupt versucht hat, Schwerelosigkeit zu thematisieren und irgendwie darzustellen.

Drei gehen rein
Nicht zu gute halten muss man aber fragwürdige Entscheidungen des Drehbuchs, die man selbst mit niedrigem Budget  hätte verhindern können. Immer wieder gibt es Entscheidungen, die keinen Sinn ergeben. Zum Beispiel wird für die finale Bombe eine Zündschnur verlegt, die komplett sinnlos ist, weil sich am Ende eines der Besatzungsmitglieder opfert, um die Bombe manuell zu zünden. Die Zündschnur wird wohlgemerkt NACH dieser Entscheidung verlegt. Oder dass man Leute zurückschickt, um eine Genehmigung zum Einsatz der Bombe einzuholen. Dadurch dass es keine Funkverbindung gibt, erreicht die Genehmigung das Außenteam ohnehin nie. Dann noch der Helmwechsel, bei dem der Techniker mit dem Kommandanten seinen Helm wechselt. Die dahinter liegende Motivation wird nicht wirklich ersichtlich.

Die Dauerfönwelle des leicht schmierigen Hauptdarstellers war auch für einige Witze gut und die recht unmotiviert dreinschauende Tochter des Generals konnte man ebenfalls abhaken.

Aber sind wir doch mal ehrlich: genau deswegen schauen wir den Film doch. 

Den Film gibt's auch komplett auf Youtube: 


Heckflosse = Zukunft! 
Xander: Orion 3000 entpuppt sich als Jim Knopf meets Mondbasis Alpha. Leider hat er weder den Charme des einen noch des anderen. Aber er hat einen kruden Macho-Appeal, der vor Sprüchen wie „Wir sind seit zehn Jahren Freunde, du dumme Sau!“ nicht halt macht. Zur weiteren Verteidigung muss man sagen, dass er herrlich bunt fotografiert ist und die Sets einiges an Eye-Candy mitbringen. Dennoch eher ein Kommandobasis-Fetisch Film. Wer es schätzt, wenn Männer und Frauen in silbernen Uniformen an roten Knöpfen drehen, wird diesen Film lieben. Ein putziger Einstieg, der wie Zuckerwatte zum Mittag wirkt. Lecker, wenn man in Stimmung ist. Und wir waren es.

Wohlwollende 4 Punkte.

Andreas: Immerhin könnte der Kontrast zum nächsten Film

Mädchen mit Gewalt



nicht größer sein. Eine deutsche Produktion von 1970, die sich eines ernsten Themas annimmt, gut gefilmt ist und auch noch über gute Schauspieler verfügt. Neben Klaus Löwitsch und Arthur Brauss ist die leider viel zu früh verstorbene Helga Anders zu sehen, die die Rolle der Alice mit viel Lolita-Charme und Talent füllt.

Werner und Mike sind Kumpel und sind ständig auf der Suche nach Frischfleisch. Am Wochenende machen sie im Münchner Umland die Discos unsicher und gabeln sich junge Mädels auf. An diesem Wochenende treffen sie auf einer Kartbahn die junge Alice, die in Begleitung ihrer Clique dort ein paar Runden dreht. Nach einem Umfall kommt man ins Gespräch und verbringt den Abend zusammen in einer Kneipe. Von dort geht’s weiter an einen Badesee. Mike und Werner nehmen Alice mit, aber die falsche Ausfahrt.

Was dann folgt, ist ein Psychospielchen zwischen den Akteuren, das in der Vergewaltigung der jungen Frau gipfelt. Plötzlich scheint alles anders. Mike attackiert Werner und fast scheint es, als wäre das Martyrium für das Vergewaltigungsopfer bald vorbei. Aber nur fast, denn schon bald ist wieder alles anders.

Das ist auch so ziemlich die einzige Schwachstelle des Films: viel zu häufig ändern sich Motivation und Entscheidungen der Darsteller. Schnell, viel zu schnell, scheint die junge Frau gebrochen, und ergibt sich ihrem Schicksal. Irgendwo scheint der Film auch die Behandlung von Vergewaltigungsopfern durch die Justiz anzuprangern, was in einer eindringlichen Darstellung der Täter gegenüber dem Opfer deutlich wird.

Wie bereits geschrieben unterscheidet sich der Film durch seine Machart nicht unwesentlich von seinem Vorgänger. Er verbreitet definitiv keine gute Laune und ist in seiner Machart unverhohlen und direkt. Schmerzhaft. Eine kleine Perle, die ich sonst vielleicht nie gesehen hätte.

Aber leider, und da bin ich ganz ehrlich, war das irgendwie der falsche Film nach Orion 3000, und hat mich in der komplett falschen Stimmung erwischt. So im nach hinein würd ich da meine Wertung des Stimmzettels nochmal leicht nach oben korrigieren.  Da war ich im Affekt etwas zu hart.

Besonders erwähnenswert finde ich noch den von Can eingespielten Soundtrack, der den Film noch weiter aufwertet.

Auf jeden Fall viel Respekt in Richtung der Verantwortlichen, die den Film mit Sorgfalt restauriert haben und ihn just die Tage neu und ungeschnitten auf Blu-ray veröffentlichen.

Xander: Mädchen mit Gewalt ist ein roher Schauspielerfilm, der hervorragend fotografiert ist und sich zumindest anfangs Mühe gibt, ein Charakterportrait zu liefern. Mit einem deutschen Last House on The Left liegt man nicht falsch in der Erwartung. Die junge „deutsche Bardot“ Helga Anders ist eine Augenweide. Klaus Löwitsch spielt mit so viel Lebenskraft, dass man sich sofort eine Peter Strom DVD Box kaufen möchte. Und der Film ist höllisch modern geschnitten. Von der Atmosphäre stelle man sich Fassbinders „Warum läuft Herr R. Amok?“ mit Michael Bay Bildern und Schnitt vor.

Nun zum Negativen:

Leider rutscht der Film in behauptete Figurenentwicklungen ab, die nicht nachvollziehbar sind. Alice  wird vergewaltigt und verteidigt schließlich ihren Vergewaltiger. Ein spannendes Motiv, an dem der Regisseur aber scheitert, weil er lieber zeigt, wie sich Löwitsch und Brauss in einer Kiesgrube prügeln. Der Film krankt auch an dieser einzigen Location, einer Sandgrube. Filmhistorisch gesehen ist der Film jedoch hochinteressant. Es ist deutsche Exploitation, die mehr sein will. Damit verrät der Film viel über seine Zeit und ist ein faszinierendes Szeneportrait (München Anfang der Siebziger). Sehenswert für Freunde des anderen deutschen Filmes. Die Filmrestauratoren waren auch da und würden sich über eine Nachfrage der Blu-ray freuen. Man sollte einen Blick riskieren. Vermutlich lernt man mehr übers Filme machen als bei Michael Bay.

Andreas: Bereits vor seinem Vortrag begegnet uns

Christian Keßler

auf der Terrasse des Gebäudes und ist einem spontanen Plausch inklusive Fotosession nicht abgeneigt. 


Bereits hier zeigt sich, dass Christian eine Rampensau ist, die auf die Leute zugeht, und sich selber nicht zu ernst nimmt. Ein Bild, das er auch auf der Bühne verkörpert, wo er mit viel Witz, Insiderwissen und echter Begeisterung rund zwei Stunden durch diverse Ausschnitte führt und seiner Liebe zu etwas  anderen Filmen freie Bahn lässt.

So wehrt er sich gegen die Kategorisierung der Trashfilme, die seiner Meinung nach nur für kalkulierten Müll z. B. seitens Asylum stehen sollte. Die Bezeichnung als „Müll“ kann seiner Meinung nach nicht für Filme stehen, die zwar mit wenig Budget, dafür aber viel Herzblut realisiert wurden. Die Kategorisierung als Müll ist eine Beleidigung, die auch im satirischen Bruch nichts von seiner Wirkung verliert, und den Machern, sowie den Werken nicht gerecht wird. Viel mehr sieht er die kleinen liebevollen Details, die manchmal dem fehlenden Budget, manchmal dem Talent der Beteiligten entsprungen sind. Das können Aufnahmen von Füßen sein, die fehlende Szenen zwischen zwei Schnitten überspielen, oder die Darstellung nackter weiblicher Anatomie, ohne dabei ins Anzügliche abzurutschen. Wer mehr darüber wissen möchte, dem möchte ich sein Buch Wurmparade auf dem Zombiehof ans Herz legen.

Trotzdem komm ich nicht ganz umhin, zumindest dahingehend mein Veto einzulegen, dass man auch bei gut gemeinten Filmen durchaus von Trash reden kann, ohne das von oben herab oder denunzierend zu meinen. Dass man nicht immer mit den Filmen lacht, macht nicht selten den Unterhaltungswert aus und wenn die Filme zumindest noch auf diese Art zu unterhalten wissen, haben sich doch auch irgendwie ihr Ziel erreicht. Vielleicht gehen die Meinungen auch dahingehend auseinander, ab wann man mit oder über einen Film lacht. Zumindest ich hab aber kein schlechtes Gewissen, wenn ich in meiner spontan geäußerten Kritik einen Film (vielleicht zu) hart anfasse. Aber ich bin auch kein Filmjournalist. 

Aber gut, von solchen Nickeligkeiten abgesehen, war es ein gelungener Vortrag. Einzig die Lokation kam an ihre Grenzen. Bei Filmen bis eineinhalb Stunden lässt es sich in dem kleinen Kinosaal noch meistens gut aushalten, alles was darüber geht, ist mangels Belüftung schon anstrengend. Worunter auch die Konzentration leidet. Da freu ich mich schon auf nächstes Jahr, wenn die Veranstalter zukünftig in das größere Kino im Gebäude gehen.

Vielleicht noch kurz zum Buch: Am Freitag gekauft, hab ich es bis Stand jetzt ungefähr bis zur Hälfte gelesen und finde es bisher uneingeschränkt empfehlenswert. Wer auch nur den Funken Interesse an der Materie hat, sollte zugreifen.

Christian Keßler live und unscharf
Xander: Christian Keßler ist ein Juwel. Was er in zwei Stunden abbrennt, ist nicht weniger als ein Ritt durch die wahre Filmgeschichte. Hier wird alles gezeigt, was wir schon immer mal sehen wollten, aber nicht geglaubt haben, dass es existiert. Keßler ist ein verstehender Sprach- und Filmakrobat, der es schafft, das Schöne im Gescheiterten zu finden. Uneingeschränkt empfehlenswert. Damit wird das Festival extrem aufgewertet. Weiter so.


Andreas: Zu


Die Riffs III

hab ich ja schon mal etwas geschrieben,  weswegen ich auf die Handlung und den Film jetzt gar nicht näher eingehen möchte. Der Film ist immer noch ein Riesenspass und gewinnt im Kinoformat sogar noch etwas. Widersprechen möchte ich aber Herrn Kessler, für den klar ist, dass in dem Film keine Ratten ernsthaft verletzt wurden. In einer Einstellung sieht man eine brennende Ratte durch die Kanalisation und angesichts der sonstigen Spezialeffekte würd ich einfach mal davon ausgehen, dass da ein echtes Tier Feuer gefangen hat. Meine Empathie für Ratten hält sich allerdings in Grenzen.

Xander: Riffs 3 ist ein Meisterwerk des Schlocks. Hervorragend fotografiert denkt er Thriller von Michael Jackson mit Ratten zu Ende. Vor allem die vielen hübschen Schauspielerinnen, die alle an Tina Turner oder La Toya Jackson erinnern, machen den Film zu einem verfilmten EC-Comic.

Action wechselt sich mit Horror ab und es gibt kaum eine misslungene Szene. Man stelle sich ein Musikvideo aus den Achtzigern (Haarspray-Frisuren, lange Wimpern) mit Knarren und Ratten vor.

Ein würdiger Abschluss für den ersten Tag.

Auch Riffs 3 gibt es komplett auf Youtube zu sehen: 



Montag, 9. März 2015

Trashfilmabend of the Dead V5 (2015 Edition) - Teil 2

Andreas: Danach war es endlich Zeit. Endzeit. Schenkelklopfer.

Speziell zum Endzeitfilm der 80er hab ich ja irgendwie eine ganz besondere Beziehung. Das liegt wahrscheinlich an den Plakaten, mit denen in den 80er Jahren Videotheken bepflastert waren und die Filme anpriesen, die für mich altersbedingt unerreichbar waren. Häufig hab ich mir die Handlung in meiner Phantasie ausgemalt und war davon überzeugt, dass es sich bei den Filmen nur um Meisterwerke handeln kann.

Meisterwerk ist dann auch gleich ein schöner Übergang zu

Fireflash



Verunstaltete Autos = Endzeit
Hätte ich den Film als pubertierender 14 jähriger gesehen, hätte ich ihn sicher für einen guten Film gehalten. Vielleicht nicht unbedingt für ein Meisterwerk, aber doch nahe dran. Vielleicht einfach auch deshalb, weil die Klapperschlange für mich damals einfach nur eine Schlange und kein Sträfling und Ex-Elite-Soldat war. Und vielleicht, weil mir damals nicht aufgefallen wäre, dass die meisten Drehorte verfallene Industrieanlagen (die meiner bescheidenen Meinung zum Teil auch bereits in Endgame Verwendung fanden) und eine Brauerei, die die Basis der bösen Euraker darstellt, sind. Natürlich hätte ich auch nicht verstanden, dass die Schauspieler selten B-Klasse-Niveau erreichen und dass die Handlung quasi keinen Sinn ergibt.

Ach, könnte ich das doch alles meinem früheren Ich mitteilen. Immerhin weiß ich es jetzt.

Khalil: Mit Django Nudo und Mad Foxes hatte ich die beiden Höhepunkte schlechthin verbraten. Bei den bisherigen Filmabenden gab es Einige, die nach dem zweiten Film abgehauen sind, aber nicht so das Publikum an diesem Abend, das bewies mal echtes Sitzfleisch. Und auch wenn ich wusste, dass die beiden vorangegangen Streifen kaum zu toppen waren, es standen ja noch zwei Wunschgenres auf dem Zettel – allen voran der Wunsch des Trashfilmabend-Veteranen Andreas, der nach Endzeit verlangt hat – und Dank der italienischen Filmindustrie habe ich da nach wie vor ein weites Feld zum Auswählen. Obwohl, um das hier mal klarzumachen, auch aus anderen Ländern gibt es zum Himmel schreiende Machwerke, die sich als Thema „postapokalyptisches Szenario / Mad Max“ ausgesucht haben.

Aber keine sind meines Erachtens so liebenswert wie die Heuler aus Italien, die mit einer Dreistigkeit bei großen Filmen klauen, die seinesgleichen sucht (das türkische Kino zählt in diesem Fall nicht), auch ausnahmslos alle in denselben heruntergekommenen Industrieanlagen und Kiesgruben gedreht worden sind und oft dieselben Protagonisten vor die Kamera gezerrt werden, allen voran Georg Eastman aka Luigi Montefoiri, bekannt aus Endgame, Man-Eater, In der Gewalt der Zombies, The Riffs, Emanuela, Blastfighter, Er- Stärker als Feuer und Eisen, Metropolis 2000 und, und, und seine Schauspielkünste unter Beweis stellen durfte.

Und auch in „Fireflash – der Tag nach dem Ende“ hatte der Herr als „Big Ape“ einen gelungenen Auftritt, oder wie Geraldo passend festgestellt hat: „cooles Kostüm, einfach alles an Haare, welche man im Duschabfluss gefunden hat, ins Gesicht und auf die Hände geklebt“.

"Schau mal gelangweilt!"
Der Film ist zur Abwechslung mal kein Mad Max Rip-off, sondern bedient sich bei der von mir sehr verehrten „Die Klapperschlange“ und verfrachtet die Story einfach ins postapokalyptische NY, wunderschön mit Modellbau nachgebildet. Und statt der Präsidententochter aus der Hand der Knastis zu befreien, muss man jetzt die letzte fruchtbare Frau (ja, so Strahlung kann schon scheiße sein), aus dem Gebiet der Euraker befreien. Und selbstverständlich wurde ein passender Snake Plissken look a like auch gecastet, okay, schauspielern konnte er nicht, aber die fesche Frisur, die strahlend blauen Augen sowieso und der Dreitagebart sowie die passende Ledermontur musste halt reichen.

Übrigens, ganz den Traditionen des italienischen Ripoff Kinos hat man sich nicht nur bei Die Klapperschlange bedient, ob jetzt Blade Runner (Replikanten!!), Planet der Affen, natürlich Mad Max, von allem war ein bisschen was zu finden, selbst vor „The Riffs“ hat man nicht haltgemacht – statt coolem Trommler in der Bronx gibt es jetzt halt einen strahlenversuchten Trompeter vor der malerischen Kulisse des zerstörten NY. Grandios.

Selbst in der Endzeit entsprechen Asiaten allen Klischees
Generell, die verseuchten Menschen sind wunderbar anzuschauen mit ihren billigen Gesichtswunden, mein persönlicher Fav ist der Rattenkönig, Anführer einer Gang, die von Ratten leben – alleine schon wegen seines wunderbaren Monologs.

Zugegeben, gegen die beiden vorangegangen Filmen wirkte Fireflash schon beinahe wie eine echte Großproduktion, aber keine Bange, ob jetzt durch die total bescheuerte Story, den unsympathischen Helden, schauspielerisches Unvermögen, ein Setting, was sich gerne ab und an wiederholt, sowie natürlich die unfassbar beschissenen FX, Fireflash macht meines Erachtens dennoch große Laune, gerade für Freunde des Endzeitkinos.
Für Mutige der Film in voller Länge (77 Minuten)

Tl; dr: apokalyptische Scheisse

Andreas: Weil ich gerade erst von meinem früheren Ich erzählt habe - ein gutes Beispiel für den Filmgeschmack meines früheren Ichs folgt dann auch gleich mit
Howling II aka Das Tier II


Wahrscheinlich wurde mir der von meinem Onkel mitgegeben, der mich im Alter von 16 oder 17 langsam mit Filmen aus seiner Sammlung versorgt hatte. Der Film bietet kurz gesagt Werwölfe, Brüste, Blut, Brüste und Brüste. Was will man als Heranwachsender mehr?

Handlung und gute Schauspieler vielleicht, aber hey: Brüste!

Angezogen ein seltener Anblick
Wobei man dazusagen muss, dass hier immerhin ein Christopher Lee verpflichtet wurde, der sich so halb anständig durch den Film manövriert, und den Rest der Crew gleich noch schlechter ausschauen lässt, als sie ohnehin schon sind. Trotzdem fühlte er sich einige Jahre später verpflichtet, sich bei Joe Dante, dem Macher des guten ersten Teils, für seine Mitwirkung an dem Film zu entschuldigen. Zu Recht, denn was hier billig in Tschechien und mit einem Minimum an Kulissen runtergedreht wurde, bietet im Prinzip außer Brüsten (hey...) halt nicht wirklich viel und das wenige, dass er bietet, wird dann auch gleich bis zum Exzess ausgewalzt. Zum Beispiel die Brüste (hey...), der an sich gute Titeltrack, oder die Verwandlungssequenz.

Zum Schluss blieb eigentlich nur die Frage offen, wer schärfer ist. Sybil Danning oder Marsha Hunt. Ich halt's da eher mit Mick Jagger und votiere für letztere.

Khalil: Nach dem dritten Film gabs dann die ersten Aufbrüche, aber eine kleine Schar von hartgesottenen Trashgourmets blieb dennoch noch sitzen, um den vierten Film anzuschauen – ein Novum, bisher waren die meisten Leute nach 3 Filmen dann weg. Zeit, um den nächsten Genrewunsch zu erfüllen. Horror. Dazu generell – einen der besten Trashhorrorfilme habe ich bereits an meinem ersten Abend abgefeuert und persönlich liebe ich ja den Horrorfilm an sich, tue mich aber tatsächlich schwer damit, einen Film zu finden, der dem Label „Trash und Unterhaltsam“ gerecht wird, keine Ahnung, woran das liegt, vielleicht daran, dass ich bewusst nicht zu bestimmten Klassikern wie „Bride of the Monster“ oder irgendwelchen Tierhorror greifen wollte, auch wenn es „Night of the Lepus“ beinahe geschafft hätte.

Aber ich denke mal, dass meine Wahl mit „The Howling 2“ auch in Ordnung ging, wir reden hier immerhin von einem Film, der von nicht wenigen Kritikern als „schlechteste und überflüssige Fortsetzung aller Zeiten“ bezeichnet wurde und selbst Chrisopher Lee ist sein Mitwirken daran bis heute peinlich – und das will was bei einem Mann heißen, der Heuler wie „Dracula jagt Minimädchen“ , „Horror Express“ und „Tunnel der lebenden Leichen“ und noch viele andere B-Filme in seiner langen Karriere abgedreht hat.

Ja, wirklich voll cool. 
Außerdem, wann hat man Lee schon einmal in so cooler Montur gesehen?

Und dann wäre da natürlich noch die B-Queen Sybill Danning, die weniger durch ihre Schauspielkünste, sondern mehr mit ihren beiden großen Argumenten eine beachtliche Karriere im B-Z Filmgenre hingelegt.

So gesehen hat der Film mit zwei bekannten Schauspielern, einem recht gefälligen Titelsong, sowie einem sehr gelungenen Vorgänger Einiges auf der Habenseite, dennoch legt er gekonnt eine Bruchlandung hin. Woran das liegt? Nun, da gäbe es einige Gründe.

Da wäre zunächst einmal die komplett haarsträubende Story, der man selbst nüchtern irgendwann nicht mehr folgen kann, dazu hat man zwar einige nette FX, aber die meisten Szenen wurden in derselben Straße gedreht und das Schloss der bösen Werewolf Bitch ist offensichtlich nur aufgemalt, und das Wenige, was der Film tatsächlich gut macht, wird so oft wiederholt, dass man von der sprichwörtlichen Kuh sprechen kann, die irgendwann Blut statt Milch gibt. Ob das jetzt der Titelsong ist, der wirklich zu jeder Gelegenheit gespielt wird, sowie Sybil Dannings Brüste. Die eine Szene, in der Danning blank zieht, wird sage und schreibe 17x wiederholt, 10x davon alleine im Abspann...wo welcher Song läuft, na, ahnt ihr es? :)

Nichts für Rasurliebhaber
Dennoch, Dank des Filmes weiß man nun, wie Werwölfe Liebe machen, dass Sybil Danning im Lederoutfit immer lecker ausschaut, Werwölfe generell gerne Leder tragen und auch mal gerne ein paar Orgien feiern - und dass man für die ganz bösen Werwölfe, die teils auch zaubern können, Titan statt Silber braucht – wieder was gelernt.

Tl;dr: Haarige Scheisse


Andreas: War in den ersten drei Filmen noch ordentlich Mitwirkung seitens der anwesenden Zuschauer spürbar, ließ die Interaktion bereits mit Howling II ordentlich nach, nachdem einige das Ende von Fireflash als Aufbruchssignal verstanden und die Runde ausdünnten.

Noch stiller wurd's mit

Supersonic Man


Den hatte ich dann quasi für mich allein. Zumindest solang bis ein selig vor sich hin schnarchender Khalil das Programm kurzfristig für beendet erklärte. Aber gut, versäumt hab ich da eh nicht viel.

Ein spanisch/italienischer Superheldenfilm mit miesen Effekten (der Modellhubschrauber!!!) , lächerlichen Kostümen und strunzdummen Dialogen ist zwar an sich jetzt nicht verkehrt, aber die späte Stunde nagte auch bereits an meiner Konstitution.

Höhepunkt des Films war aber ganz klar der Roboter, der sich in Zeitlupe fortbewegte, es aber trotzdem schaffte, innerhalb von Sekunden von einer Position zur nächsten zu springen. Oder fliegen. Oder beamen. So oder so: Hightech in Vollendung. Wer das sehen will - den Film gibt's ebenfalls komplett online zu sehen

Khalil: Schon während des letzten Films wurde es verdächtig ruhig in ein paar Ecken, was evtl. an diversen Jägermeistern gelegen haben könnte.

Jedenfalls brachen dann die letzten Gäste, außer meinen beiden Schlafgästen, langsam Richtung Heimat auf, und damit war der 5. Münchner Trashfilm Abend beendet – beinahe. Denn nahezu unter Ausschluss der anwesenden Personen, abgesehen von Andreas aka “the Last Man Standing“, der wohl sein persönliches Waterloo gut machen wollte und Supersonic Man noch so lange verfolgt hat, bis ich wohl in meinem Halbschlaf beschlossen habe, dass es jetzt reicht. ;D

Zu „Supersonic Man“ gäbe es Einiges zu sagen, vor allem, dass der es absolut verdient hätte, dass er zu einem früheren Zeitpunkt gelaufen wäre – deshalb spare ich mir tatsächlich hier meinen Senf und hebe ihn für den nächsten Trashfilmabend auf, wo der Streifen es vielleicht unter die Top 3 schaffen wird.

Nächster? Ja, denn der kommt sicher, nach wie vor, es ist ein Riesenspaß sowie ein großes Vergnügen für mich, Bekannte zu so einem Abend zu mir nach Hause einzuladen und für sie ein kleines, aber hoffentlich feines und unterhaltsames Filmprogramm zusammenzustellen.



Andreas: tl;dr: Schee war's beim Khalil. 

Zu Teil 1 geht's hier lang.