Freitag, 24. Dezember 2010

Kapitel 1 - Update

Wie schon angekündigt, geht's a bisserl anders weiter. Irgendwie fällt mir auch grad auf, dass ich noch keinen Titel für meine Geschichte hab. Irgendwas mit "Dead" oder "Living Dead" wär nicht schlecht, um im Genrekanon zu bleiben.

Vorausstellen möchte ich noch, dass ich von Polizeiarbeit oder Begrifflichkeiten keinen Plan hab. Also zumindest nichts, was über Filmwissen hinausgeht. Ansonsten hab ich mich über Wikipedia und die Polizeiseiten zumindest ansatzweise versucht, Fakten zu sammeln. So gibt's z. B. im Münchner Südosten tatsächlich eine Kaserne der Bereitschaftspolizei. Wer mehr weiß, darf mich gern korrigieren, oder ergänzen. Ansonsten viel Spass mit dem ersten Kapitel.


Der Einsatzbefehl kam überraschend. Paul Bährer hatte gerade Urlaub, als er von einem Kollegen über die Notfallalarmliste zum Dienst gerufen wurde. Sein Befehl lautete, sich schnellstens an seinem Standort zu melden und sich dort zur Verfügung zu halten.
 
Mehr Informationen wurden nicht weitergegeben und mehr waren auch nicht nötig. Nachdem Paul seinen Anruf erledigt hatte, zog er seine Dienstuniform über und begab sich zu seinem Standort im Münchner Südosten.

Dort angekommen wurden die Einsatzhundertschaften versammelt und durch den Leiter der Führungsgruppe instruiert: „Dies ist keine Übung. Deutschlandweit wurden alle verfügbaren Bereitschaftspolizisten in den Dienst zurückbeordert. Die Welt steht momentan vor einer großen Herausforderung und wir müssen unseren Teil dazu leisten, dieser Herausforderung Stand zu halten. Alle hier gegebenen Informationen unterliegen der strengsten Geheimhaltung.“

Irgendwo wird ein Diaprojektor eingeschaltet und eine Karte Asiens erscheint auf der hinter dem Sprecher hängenden Leinwand. Er nimmt einen Schluck Wasser und dreht sich zur Karte um.

„Vor vier Monaten wurde der Ausbruch einer neuen Grippe in Asien gemeldet. Bisherigen Untersuchungen zufolge, führt eine Infektion in 100 Prozent aller Fälle zum Tod des Patienten.“ Die Aussage lässt ein Murmeln durch die Menge gehen. Der Sprecher dreht sich wieder den Hundertschaften zu und wartet einen Moment, bevor er fortfährt.

„Um keine Panik zu schüren, wurden der Presse diese Information bis dato nicht zugespielt,. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit will der Bundestag noch heute den inneren Notstand erklären, um uns für die Eindämmung der Seuche den nötigen rechtlichen Rückhalt zu erteilen. Aus diesem Grunde werden auch Anstrengungen unternommen, die Kommunikation der Bürger soweit einzuschränken, wie es für diese Aktion sinnvoll erscheint.“

Erneut wurde der Redner von den versammelten Hundertschaften unterbrochen. Statt Gemurmel waren jetzt Zwischenrufe zu vernehmen und auch Paul war sich nicht sicher, wie die Polizei zur Eindämmung einer Seuche beitragen könne.
Seuchen werden nicht polizeilich kontrolliert. Es ist kein Vergehen, krank zu sein. Der Redner fuhr trotz der Unruhe im Zuschauerraum weiter fort:

„Dies alles ist nötig, weil wir es hier nicht mit einer normalen Seuche zu tun haben. Wie bereits erwähnt, ist diese Seuche zu 100 Prozent tödlich und führt unausweichlich zum Tod des Patienten. Konventionelle Behandlungsmethoden sind zwecklos, die Infektion lässt sich weder hinauszögern, noch in irgendeiner Form behandeln. Eine Übertragung geschieht durch Körperflüssigkeiten. Eine Übertragung durch die Luft konnte bisher nicht bestätigt werden.“

Paul war verwundert. Verwundert darüber, dass in der Presse noch nichts darüber berichtet wurde. Verwundert darüber, dass eine Seuche, die nur über Körperflüssigkeiten übertragen werden kann, eine solche Gefahr darstellen kann, dass der Einsatz von Notstandsgesetzen erwogen wird.

„Bevor ich fortfahre, möchte ich ihnen ein Video zeigen, dass von Beamten der ECDC in einem Krankenhaus in China aufgenommen wurde. Bitte Film ab.“

Auf der Leinwand verschwand das Bild Asiens und machte einem mit Handkamera gedrehtem Film Platz, dass einen bandagierten Patienten auf einem Krankenhausbett zeigt. Der Patient zeigt schwache Lebenszeichen, was durch ein Herzfrequenzmessgerät optisch und akustisch nochmal unterstützt wird. Der Patient ist mit Gurten an das Bett fixiert und plötzlich setzt das Messgerät aus. Die Ausschläge weichen einer durchgehenden Linie, der zuvor passend zum Ausschlag einsetzende Piepston verkommt jetzt zu einem Pfeifton, bis eine ins Bild greifende Hand den Ton an dem Gerät ausmacht. Eine dramatische Szene. Einige der Anwesenden Beamten schauen sichtlich irritiert, andere wirken leicht angeekelt und niemand weiß, was man ihnen damit zu sagen versucht. Aus dem Off des Films ertönt eine Stimme.

„Wie lange noch?“

„Zwischen fünf und fünfzehn Minuten. Angesicht der Verletzungen würde ich davon ausgehen, dass unser Proband nicht sehr lange brauchen wird.“

„Was ist passiert?“

„Seine eigene Familie. Er wollte…“

Die Stimme setzt kurz aus, bevor er weitersprach.

„Er wollte seinen Sohn pflegen. Er wollte, ihn nicht den Soldaten überlassen und verheimlichte seine Infektion. Er brachte ihn nach Hause und legte ihn ins Bett. Danach ging er zur Arbeit, liess seine Familie mit dem Sohn allein. Als… Als es passierte, hat der Sohn die eigene Mutter und die Großeltern infiziert. Der Mann war auf dem Feld und wurde bei seiner Rückkehr von seiner Familie bereits empfangen. Aber anders, als er sich das vorgestellt hatte.“

Wieder setzte die Stimme aus und blieb diesmal stumm. Dafür setzte eine andere Stimme ein:

„Dann haben ihn die Soldaten gefunden?“

Die Kamera wackelte leicht. Der Gefragte hatte wahrscheinlich mit einer Kopfbewegung geantwortet, denn man hörte keine Stimme mehr. Auch nicht, als der Mann plötzlich die Augen aufschlug und sein Körper begann, sich unter den Gurten anzuspannen. Ein kehliger Laut entkam seinem Rachen und liess das Blut der versammelten Mannschaft zu Eis gefrieren.

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Prolog Teil 3

Am nächsten Morgen werde ich vom Wecker dem Schlaf entrissen. Ich setze mich auf und beginne mein Morgenritual. Toilette, Zähne putzen, Dusche, anziehen. Anschließend begleite ich meine Frau und meinen Sohn zum Auto, verabschiede mich von ihnen und gehe zum Bahnhof. Dort erwartet mich eine Überraschung. Auch unser Provinzbahnhof wird jetzt polizeilich überwacht. Im Gegensatz zu München erwarten mich hier keine schwer bewaffneten Einsatzkräfte, stattdessen ist die lokale Provinzpolizei in normaler Dienstkleidung vor Ort. Ich spüre wieder dieses Gefühl.

Heute sind noch weniger Leute als gestern am Bahnhof. Scheinbar steigen mehr und mehr Leute aufs Auto um oder vermeiden gleich ganz jede unnötige Fahrt. Ich hab mir auch schon überlegt, kurzfristig Urlaub zu nehmen, fühle mich aber angesichts der schwindenden Fahrgäste wieder sicherer. Ein lohnendes Terrorziel schaut anders aus, denk ich mir und setze die Kopfhörer auf. Noch während Tom Angelripper „Their tormented souls will never rest“ in bester Thrashmanier ins Mikro schreit ist mein Netbook hochgefahren und ich überprüfe wieder die Nachrichtenseiten.

„Remember the fallen“

Auf den Nachrichtenseiten entdecke ich nur neue Katastrophenmeldungen zur neuen Grippe. Erste Fälle in Europa, auch in Deutschland, wurden bestätigt. Bislang gebe es aber noch keine Tote zu beklagen. Natürlich nicht, denk ich mir. Ich schau wieder ins Forum, mal schauen, ob’s neue Kommentare gibt und bin überrascht. Ein Polizist meldet sich dort anonym zu Wort. Er berichtet, dass es eine neue Dienstorder gibt. Er berichtet, dass alle Urlaube gestrichen wurden. Weiter berichtet er, dass es wohl Ernst wird. Es gehe aber nicht um Terrorismus, das sei nur vorgeschoben. Er würde später mehr schreiben.

War es das? Und wenn ja, was war es? Den Kommentaren zu seinem Post war nicht viel zu entnehmen. Einige fingen an ihn zu beschuldigen, ein anderer User, der ihn wohl persönlich kannte, garantierte dagegen für seine Integrität und Vertrauenswürdigkeit. Da die Frage nach den Hintergründen bereits gestellt war, habe ich nicht weiter nachgefragt und mir vorgenommen, den Thread weiter zu beobachten und auf weitere Antworten des Users gehofft.  Am Hauptbahnhof verließ ich den Waggon und war erstaunt darüber, wie wenig Personen am Hauptbahnhof unterwegs waren. Die Polizeipräsenz dagegen erschien wie am Vortag. Aus den Augenwinkeln konnte ich erkennen, dass eine weitere Person abgeführt wurde. Noch bevor ich Details erkennen konnte, verschwand die Gruppe um die Ecke und ich machte mich daran, in die Arbeit zu kommen.

Auf Arbeit schaute ich sofort ins Forum. Nach kurzer Suche konnte ich meinen Thread nicht mehr finden. Beim Versuch, einen Admin anzuschreiben, musste ich feststellen, dass auch mein Account deaktiviert war. Lesen konnte ich noch, kommentieren oder neue Themen eröffnen dagegen nicht. Ich sah, dass vereinzelte Nachfragen anderer User nach dem Thread ebenfalls rasch gelöscht wurden. Auch gelöscht wurden alle YouTube-Videos, in denen tote Menschen zu sehen waren. Neue kamen dazu und waren schneller gelöscht, als man sie anschauen konnte.

Auf den Nachrichtenseiten wurde zwischenzeitlich berichtet, dass jetzt auch Deutschland ihre Flughäfen für Reisende aus asiatischen Ländern sperrt. Des Weiteren wurden überraschend europaweit die Einreisebestimmungen verschärft. Einreisende müssen ab sofort ein gesundheitliches Gutachten vorlegen, oder vorübergehend in Quarantäne verbringen. Ist das immer noch blinder Aktionismus, oder ist die Neue Grippe doch gefährlicher als gedacht?

Ende des Prologs. 

Im nächsten Kapitel wird das Geschehen aus einer anderen Sichtweise und einem anderen Charakter dargestellt, inklusive Schreibstilwechsel.

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Prolog Teil 2

Während  des Meetings drehen sich meine Gedanken um den Mann im Zug. Ich überhöre eine an mich gerichtete Frage und bin den fragenden Blicken meiner Kollegen ausgesetzt. Ich schaue in die Runde und ernte einen vorwurfsvollen Gesichtsausdruck meiner Chefin. Die Frage wird wiederholt und leicht stockend nehme ich den Faden wieder auf und beteilige mich wieder an der Diskussion. Der Mann geht mir nicht aus dem Kopf.
Zurück am Arbeitsplatz, nutze ich den Großteil meiner mir zur Verfügung stehenden Zeit, um im Internet zu recherchieren. Ich versuche Informationen über den Vorfall am Hauptbahnhof zu erlangen und scheitere. Meine Suche nach ähnlichen Beobachtungen bleibt ebenfalls erfolglos und als ich meine Frage in einem Forum poste ernte ich nur die üblichen „Scheiß Bullen nt“ oder „Typisch Bayern, höhöhö“-Antworten. Schwarmintelligenz wurde das Internet einst genannt. Schwarm ja, Intelligenz noch ausstehend. Ich liebe das Internet.
Wieder lande ich auf Nachrichtenseiten. Ich suche nach Hinweisen auf mögliche Giftgasanschläge. Hatte der Mann eventuell einen Container mit Giftgas bei sich? Wären dann die Beamten so ruhig geblieben? Bei Sprengstoff doch aber eigentlich auch nicht, oder? Mir gehen die Gedanken durch den Kopf und mache etwas früher Schluss. Ich will nach Hause, zu meiner Familie. Ich fühle mich plötzlich nicht mehr wohl und dränge darauf, nach Hause zu kommen. Zurück am Hauptbahnhof das gleiche Bild. Geschlossene Eingänge und schwer bewaffnete Polizisten, die die offenen Eingänge kontrollieren und Hunde, die Gepäckstücke und Reisende beschnüffeln. Wieder dieses Gefühl des Unwohlseins, ein leichtes Frösteln, ein kurzes aufblitzen von Panik, das sogleich wieder verschwindet, als ich die Menschentraube verlassen habe.
Am Bahnsteig steht schon mein Zug, davor wieder Polizisten. Ich frage mich, ob es die gleichen von heute morgen sind, ob ich sie fragen soll, ob sie wissen, warum der Mann abgeführt wurde, bzw. ob er zwischenzeitlich schon wieder auf freiem Fuss ist. Ich entscheide mich wieder dagegen und gehe zum Zug. Ich will nach Hause. Fünf Minuten vor Abfahrt ist das Abteil noch nicht mal zur Hälfte gefüllt. Im Zug herrscht gespenstisches Schweigen. Ich erkenne einen Mitreisenden von heute Morgen wieder und schaue zu ihm. Er dagegen beachtet mich nicht und starrt nur aus dem Fenster. Ich setze wieder meine Kopfhörer auf und Bruce Dickinson singt gerade „You watch the world exploding every single night“ als der Zug losfährt. Es setzt gerade die Dämmerung ein, als der Zug den Bahnhof verlässt und ich stelle erfreut fest, dass der Regen aufgehört hat.
„Your time will come, your time will come“.
Im Kreise meiner Familie angekommen fühle ich mich besser, aber meine Frau ist überrascht, dass ich früh dran bin. Ich vertröste sie auf später und während sie das Abendbrot richtet, versuche ich erneut über das Internet Informationen zu sammeln. Mein Forumspost hat nach den ersten Antworten inzwischen weitere Antworten generiert. Inzwischen ist das ganze Spektrum von „Das war sicher ein Außerirdischer“ bis „Der wusste etwas!“ abgedeckt. Mit sinnvollen Antworten rechne ich nicht mehr und dehne meine Suche auf andere Foren aus. Ich versuch’s in den Kommentaren der Nachrichtenseiten und gehe dort unbeachtet unter. Kein Mensch interessiert sich für meine Beobachtung und ich komm langsam zur Überzeugung, dass es sich wohl um einen kleinen Drogenkonsumenten gehandelt hat, der von der bayrischen Ordnungsmacht festgesetzt wurde.  Ergibt sicher ein super Resümee: Polizeieinsatz 10.000.000 Euro und als Erfolg lässt sich ein Drogenkonsument vorweisen.
Beim Abendessen erzähle ich meiner Frau von meinem Tag. Sie ist der Überzeugung, dass es der Typ schon verdient haben wird und versteht gar nicht, warum mich das so aufregt. Ich gebe mich überzeugt, schlafe die folgende Nacht aber nur sehr unruhig und träume davon, wie sich der Mann in unserem Abteil in die Luft sprengt. Ich werde aus dem Fenster geschleudert und lande in einem Rinnstein. Wasser fließt über mich und bunte Herbstblätter werden rund um mich vom Wasser herum gewirbelt. Ich fühle nichts und plötzlich bricht im Traum der Schmerz über mich herein. Ich schreie. Ich schreie so laut, dass meine Frau und mein Sohn wach werden. Mein Sohn fängt an zu heulen und meine Frau eilt ins Kinderzimmer, um ihn zu beruhigen. Ich sitze im Bett und ich habe ein schlechtes Gewissen.
Nach einigen Minuten kommt meine Frau zurück ins Schlafzimmer und sieht mich vorwurfsvoll an. Ich murmle etwas davon, dass ich einen Alptraum hatte, was ihren vorwurfsvollen Blick abmildert und einem anderen, einem besorgten Gesichtsausdruck weichen lässt. Sie verspricht mir die bösen Gedanken zu vertreiben und beginnt, sich ihres Nachthemds zu entledigen. Sie löscht das Licht und beginnt mich zu küssen. Ich spüre ihren Mund am ganzen Körper - ihren Mund und ihre Zunge.  Mit einem Mal scheinen meine ganzen negativen Gedanken wie fortgeblasen und nach fünfzehn Minuten ergießen sich meine Zweifel in die Scham meiner Frau. Ich fühle mich erleichtert, nehme meine Frau in die Arme und schlafe die restliche Nacht friedlich und traumlos.

Dienstag, 21. Dezember 2010

Prolog

Um dem Blog hier sowas wie einen Sinn zu geben, veröffentliche ich demnächst nach und nach eine Story, die mir schon länger im Kopf rumspukt.  Ich geh dabei relativ spontan vor und hab mir auch noch keinen rechten Storyverlauf überlegt. Momentan hab ich nur den Prolog im Kopf und schau mal, was draus wird. 

Dass die Texte noch etwas Feintuning bedürfen, ist mir schon klar. Mit dem abgehackten und teilweise naiven Schreibstil versuche ich meinen Charakter zu formen, bzw. diesem eine Identität zu verleihen. 

Also hier die erste Rohfassung des ersten Teils des Prologs. Wer mich kennt, erahnt vielleicht schon, wohin die Reise geht:

Dünne Wasserfäden laufen die Fenster des Zugs herab. Der Herbst kommt über das Land und die Farben des Sommers beginnen zu verblassen. Bunte Blätter säumen den Boden und werden vom Regenwasser fortgetragen. Trostloser hätte mein Start in den Tag kaum sein können. Die Mitreisenden machen die Fahrt nicht gerade interessanter, typische Frühpendler, die nur ihre Ruhe haben wollen. Da wirken die beiden Teenager schon fast wie Fremdkörper. Laut schnatternd meinen sie ihren Kummer um ihre besten Freunde mit ihrer Umwelt teilen zu müssen. Ich drehe meinen MP3-Player etwas lauter und lasse mir von Hatebreed die Umgebungsgeräusche herausfiltern. Zufrieden überschaue ich den restlichen Bereich des Abteils. Seit der Seuchenwarnung ist die Anzahl der Reisenden im öffentlichen Personennahverkehr stark zurückgegangen. Vereinzelt sieht man Leute mit Feinstaubmasken. Lächerlich. Nach Vogelgrippe, Schweinegrippe und tausend anderen Grippen kommt jetzt die „Neue Grippe“. Natürlich wieder aus Asien. Natürlich gibt‘s wieder Millionen Todesopfer und natürlich wird es wieder schlimmer als beim vorigen Mal.
Seit kurzem gibt es auch wieder einen Impfstoff, der natürlich auch wieder nichts bringen wird. Im Internet kursieren Verschwörungstheorien und die WHO wird wieder einmal zum personifizierten Bösen erhoben. Recht so. An der aufgeklärten Bevölkerungsschicht geht die mediale Panikmache vorüber und ich genieße die geringe Auslastung in Zügen und Bussen.
Noch mit dem Gedanken im Kopf nehme ich mein Netbook aus der Tasche und beginne mich auf den gängigen Nachrichtenportalen auf den neusten Stand zu bringen. Chaos in Asien, Die Grippe jetzt in Amerika und Verdacht auf Grippe in Europa. Die USA sperrt ihre Flughäfen für asiatische Reisende, Neuankömmlinge müssen vier Tage in Quarantäne verbringen. Vereinzelte europäische Länder ziehen nach, Deutschland zögert noch, will nicht den internationalen Anschluss verlieren. Wie immer halt.
In den jeweiligen Kommentarspalten zu den Artikeln überbieten sich die Verschwörungstheoretiker bereits mit spannenden Theorien. Besonders interessant finde ich den Hinweis, dass seit der Neuen Grippe das politische Tagesgeschäft kaum mehr beachtet wird. Einige Skandale der jüngeren Vergangenheit scheinen plötzlich dem Vergessen anheim zu fallen. Wie immer halt.
Natürlich waren auch wieder die Spinner vor Ort, die auf asiatische Videos auf diversen Videoportalen verlinken, die angebliche Tote zeigen, die aufrecht durch die Gegend laufen. Dankenswerterweise erhalten diese kaum Aufmerksamkeit und den verdienten Spott.
Als wär das noch nicht genug, wurde anscheinend auch eine neue Terrorwarnung ausgerufen. Islamisten planen wohl schon wieder die totale Zerstörung der westlichen Welt, was von unserer Staatsmacht mit massiver Polizeipräsenz auf Bahn- und Flughäfen beantwortet wird. Mit Hunden will man Sprengstoffe finden. Viel Spaß bei zig tausend Passagieren täglich. Die Nase des Hundes möchte ich nicht sein.
Im Abteil hat ein Mitreisender einen heftigen Hustenanfall. Einige Leute schauen schon genervt, ich mach meinen MP3-Player noch eine Stufe lauter und lass mir von Tom Araya „The dead are free to roam“ ins Ohr brüllen. In München angekommen packe ich meinen Rucksack und mache mich auf zur U-Bahn, vor mir den Mitreisenden mit dem Hustenanfall. Der hustet noch immer. Ich vermute einen Kettenraucher. Ein Mitbewohner in meiner ersten WG hat mich mit seinem Raucherhusten auch die eine oder andere Stunde um meinen Schlaf gebracht.
Am Ende des Bahnsteigs blockiert eine Zweierstreife den Bahnsteig. Mit Maschinenpistole, Streifenhund und passend in dunkelblau gehaltener Feinstaubmaske wirken diese meiner Meinung nach unnötig martialisch. Am Ende des Bahnsteigs angekommen, wirkt der Hund plötzlich nervös und knurrt in meine Richtung. Die Beamten werden offensichtlich auch nervös, bitten die Leute Ruhe zu bewahren und nähern sich langsam meiner Position. Langsam teilt sich die Menschenmenge vor dem Hund, der weiter mit gesträubtem Fell auf mich zukommt und kurz vorher vor dem Mann mit dem Hustenanfall stehen bleibt.
Überrascht mache ich einen Schritt zurück und beobachte, wie die Beamten den Mann bitten, ihnen zu folgen. Wild gestikulierend schlägt dieser die Bitte aus, pocht auf seine Bürgerrechte, ständig unterbrochen von heftigen Hustenanfällen. Nur kurz später erhalten die Beamten Verstärkung, die den Mann mit sich nehmen. Er tut mir leid. Wie ein Terrorist sieht er nicht aus. Außerdem scheinen ihm die Beamten weh zu tun. Er trägt einen Verband um sein Handgelenk, was die Polizisten aber nicht zu stören scheint. Ich überlege kurz etwas zu sagen, entscheide mich dann aber doch, zur U-Bahn weiterzugehen. Meine Chefin hätte wohl kein Verständnis dafür, wenn ich mein Meeting versäumen würde, weil ich in Polizeigewahrsam bin.
Jetzt bemerke ich, dass viele Ausgänge geschlossen sind. Die Menschenmassen werden über wenige Einlässe dirigiert, bei denen die entstehenden Menschentrauben von wachsamen Augen beobachtet werden. Ich fühle mich unwohl. Wäre ich ein Terrorist, würde ich eine solche Menschenansammlung nutzen. Auch hier tragen die Beamten die Feinstaubmasken. Haben die Angst vor der Grippe, oder vor einem Giftgasanschlag? Ich spüre, wie mir ständig unwohler wird und eile weiter Richtung U-Bahn.
Die Fahrt verläuft ereignislos. Ständig kreisen mir Gedanken durch den Kopf. Ich frage mich, warum der Mann abgeführt wurde. Ich frage mich, ob er wirklich ein Terrorist ist. Ich frage mich, was der Hund gerochen hat. Drogen? Sprengstoff? Vielleicht ein Sprengstoffgürtel? In meinem Zug? Mir wird leicht mulmig und verlasse die U-Bahn mit gemischten Gefühlen.
Aus meinem Büro im zwanzigsten Stock habe ich bei schönem Wetter einen prima Blick auf die Berge. Die tief hängenden Wolken heute verhindern jeden Blick. Mir offenbart sich nur ein verregneter Herbsttag.
Ende von Teil 1
Um eine ehrliche Meinung wird gebeten, wenn's geht vielleicht nicht grad unter der Gürtellinie. Ich würd lügen, würd ich behaupten, dass da jetzt gar kein Herzblut drinsteckt.

Sonntag, 12. Dezember 2010

Maniac-Wichteln 2010

A herzlichs Merci an den K!M für die überaus großzügige Gabe. 

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I mean... hello? Toshinden! FUCKIN TOSHINDEN für PC! A Traum!

Testarea:

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Zahnbürsten

Montag, 9. August 2010

Eilmeldung!

Wie mir soeben unser Hauptstadtbüro mitgeteilt hat, ist in Berlin ein mobiler Emitter der X'antri im Bereich Prenzlauer Berg in Betrieb genommen worden.

Die Massenmedien haben bereits davon Kenntnis genommen und versuchen mit Berichten über radioaktive Strahlung die Bevölkerung sanft zu warnen.

Bewohner von Berlin und Umgebung wird dringend geraten, entsprechende Schutzmassnahmen zu ergreifen. Für Sofortschutz reicht ein selbst gebastelter Aluhut mit Standardmagneten aus dem Baumarkt. Für längerfristigen Schutz wird ein Modell mit Sonderlegierung empfohlen. Bis zum Start des Onlineshops nehme ich Direktbestellungen entgegen und versende Selbstbausätze für nur noch 10 Euro inklusive Porto.

Schützen Sie sich und Ihre Familie und achten Sie auf Änderungen in der Verhaltensweise Ihrer Nachbarn, Arbeitskollegen und Freunde. Warnen Sie Ihr persönliches Umfeld vor den entstehenden Gefahren. Benutzen Sie KEIN Mobiltelefon. Schützen Sie Ihre Wohnung! Sichern Sie Ihr Haus.

Unsere Mitarbeiter sind vor Ort und berichten uns, Updates werden hier veröffentlicht!

Samstag, 7. August 2010

Beeinflussung durch Aliens!

Die X'antri verfügen über mächtige Technologien, mit denen sie Menschen direkt und indirekt beeinflussen können. Meist werden diese eingesetzt, um großflächig das Verhalten von Menschen indirekt zu bestimmen.

Werden die Strahlen gebündelt, kann auch direkt Einfluss genommen werden.

Beispiele für eine direkte Beeinflussung habe ich bereits in diesem Blog hier aufgezeigt.

Immer dann, wenn eine Bevölkerungsgruppe sich plötzlich atypisch verhält, oder in Gebieten unerklärlicherweise Unruhen ausbrechen, ist davon auszugehen, dass eine indirekte Beeinflussung durch die X'antri vorliegt. Wie sonst könnte erklärt werden, dass aus Menschen plötzlich Mörder werden, die ihre Nachbarn, Freunde und Kollegen abschlachten?

Vor allem in Afrika war und ist das Volk der X'antri die letzten Jahre sehr aktiv gewesen. Grund dafür dürfte die unstabile politische Lage der meisten Länder und die schlechte Infrastruktur vor Ort sein. Nirgends ist es einfacher, die Auswirkungen der Beeinflussung zu studieren. Durch das kaum vorhandene Funknetz treten kaum Störungen auf und öffentlichen Stellen gelingt es, wenn überhaupt, nur sehr verspätet einzugreifen.

So ist man im Westen seit der Kennedy-Ermordung bereits wesentlich stärker für dieses Thema sensibilisiert.

Auch fällt die Lokalisierung der Sender durch die kaum vorhandene technische Ausrüstung sehr schwer, bzw. ist eigentlich gänzlich unmöglich. Den USA gelang es 1993 in Somalia einen Sender der X'antri zu lokalisieren und zu zerstören. Getarnt wurde der Einsatz als Polizeieinsatz. Bei den Gefechten kamen angeblich 1000 Somalier ums Leben. Unzweifelhaft ist, dass diese von den X'antri durch die Nähe zum Sender massiv beeinflusst waren.

Wie funktioniert das?

Die Aliens setzen für die Beeinflussung elektromagnetische Wellen im Simplex-Verfahren ein. Das menschliche Gehirn ist dabei die Empfangseinheit. Das Bombardement mit unterbewussten Botschaften wirkt bei jedem Menschen unterschiedlich. Vor allem im Schlafzustand ist das Gehirn besonders empfänglich und vermag die Botschaften in Träume umzuwandeln.

Wie erkenne ich, dass ich beeinflusst werde?

Vor allem im Schlaf. Wird man im Schlaf von den immer gleichen Träumen geplagt, die alle darauf hinauslaufen, etwas zu tun, was uns innerlichst zuwider ist, ist davon auszugehen, dass eine externe Beeinflussung vorliegt.

Viele Menschen berichten, dass sie in ihren Träumen für sie unorthodoxe Entscheidungen getroffen haben, oder in ihren Träumen spätere Gewalttaten vorweggenommen wurden. Vielerorts machte es sich auch in dem Gefühl des Fallens bemerkbar. Träume, bei denen man das Gefühl hat, von einer Klippe oder auf den Boden zu stürzen, deuten meist auf außerirdische Beeinflussung hin.

Wie kann ich mich schützen?

In vielen Filmen, vor allem Parodien, wird dargestellt, dass sich Menschen mit Hüten aus Alufolie vor einer Beeinflussung oder Schädigung schützen wollen. Das ist natürlich Bullshit!

Magnetische Strahlen lassen sich nicht durch Alufolie ablenken. Viel mehr werden dazu Alufolie und vier Magneten benötigt. Die Magneten werden so in den Aluhut implementiert, oder außen befestigt, dass die magnetische Fläche nach außen zeigt und in alle vier Himmelsrichtungen ausgerichtet sind. So erhält man eine Art mentalen Blitzableiter, der einfach und vor allem zuverlässig von externer Beeinflussung schützt.  
Alienschutzhüte in Kürze im Onlineshop erhältlich
Eine spezielle Legierung verwandelt die Alufolie zuletzt  zusammen mit den Magneten in einen hochwirksamen Schild, wie ihn auch amerikanische Spezialeinheiten nutzen. Die Zusammensetzung der Legierung ist geheim und darf nicht in die Hände der X'antri geraten, da sonst die Gefahr besteht, dass sie ihre Technologie anpassen. 
Angenehmer Nebeneffekt: der Hut schützt ebenso zuverlässig vor Elektrosmog, Handystrahlung und negativen Gedanken.

Drohung



Wie es scheint, haben unsere Artikel in bestimmten Kreisen bereits Aufmerksamkeit erregt. 

Folgende Email fand ich heute in meinem Posteingang:

 
Wir lassen uns nicht einschüchtern!


Wir machen weiter!

Die Wahrheit lässt sich nicht unterdrücken! Für die Wahrheit!

Freitag, 6. August 2010

Warum wurde Kennedy ermordet?

Der 22. November 1963. Es ist ein sonniger Tag in Dallas. In einem offenen Wagen fährt US Präsident John F. Kennedy über die Houston Street als um 12.30 mehrere Schüsse den Jubel der Menschen übertönen und dem Leben des 35. Präsidenten der USA ein Ende setzen.

Nach offiziellen Bekundungen wurde die Tat von Lee Harvey Oswald im Alleingang verübt, spätere Untersuchungen zeigten erhebliche Mängel an den Arbeiten der Warren-Kommission auf.

Um die Tragödie zu verstehen, muss man sich vorerst folgende Fakten vor Augen führen:

1961 entsandte Kennedy erste Truppen nach Vietnam, allerdings unter der Prämisse, diese spätestens ab 1965 wieder abzuziehen. Sein Nachfolger, Lyndon B. Johnson, zeigte dabei weniger Skrupel und intensivierte die Bemühungen in Südvietnam.

1962 löste die Kubakrise beinahe einen dritten Weltkrieg aus. Beinahe. Kennedy behielt einen kühlen Kopf und konnte so die nukleare Katastrophe abwenden.

1963 einigte sich Kennedy mit Großbritannien und der Sowjetunion auf ein Atomtest-Stoppabkommen, zumindest für überirdische Tests.

1963, 10 Tage vor seinem Tod, strebte Kennedy ein gemeinsames Weltraumprogramm mit den UDSSR an.

Das alles in einer Welt, in der die X'antri mehr als zuvor danach strebten, Einfluss zu nehmen. Nach den Erfolgen des ersten und zweiten Weltkriegs setzten die X'antri ihre Bemühungen fort, die Erde an den Rand ihrer Existenz zu treiben. Vorherige Scharmützel wie Korea brachten nicht den gewünschten Erfolg. Die Supermächte konzentrierten sich auf den Nebenschauplatz und gingen nicht dazu über, die direkte Konfrontation zu suchen.

Gelang es zuvor noch, mit der Schweinebuchtinvasion Unruhe zu säen und mit dem Entsand der ersten "Militärberater" nach Südvietnam einen wichtigen Meilenstein Richtung Intervention und Krieg zu erreichen, stagnierten ab 1962 die Bemühungen der Außerirdischen, die USA in einen offenen Krieg zu verwickeln.

Wie die Kubakrise abgewandt wurde

Als die Sowjetunion begannen, Atomraketen auf Kuba zu stationieren, wurde Kennedy von seinen Generälen bekniet, Atomwaffen einzusetzen und den UDSSR zuvorzukommen. Auch eine großflächige Invasion Kubas, ohenhin seit langem ein Dorn in den imperalistischen Augen der USA, wurde in Betracht gezogen, wohl wissend, dass dies ein Eingreifen der Sowjetunion nach sich ziehen würde.

Während der Air Force General Curtis E. LeMay auf einen Angriff drängt, wahrt Verteidigungsminister Robert McNamara die Ruhe und schlägt eine Seeblockade vor, sehr zur Verärgerung LeMays. Jetzt muss man allerdings wissen, das LeMay seit Mitte der 50er Jahre in Kontakt mit den Freimaurern stand. Der Freimaurer-Zirkel gab sich zu der Zeit betont anti-kommunistisch und diente nicht wenigen amerikanischen Hardlinern als Auffangbecken.

Wurde LeMay also von den Aliens beeinflusst?

Ja, das kann man heute mich Sicherheit sagen. So gab es mehrere Bemühungen seiner Seite, Amerika in einen Krieg mit der Sowjetunion zu stürzen, nachzulesen in jüngst veröffentlichten CIA-Reports aus den Jahren bis 1968.

Auch ist aus heutiger Sicht als gesichert anzusehen, dass McNamara um die Bedrohung durch die X'antri wusste und diese Bedenken mit Kennedy teilte, der sich nicht zuletzt aus diesem Grund gegen einen militärischen oder thermonuklearen Erstschlag entschied.

Als die USA begannen, sich den UDSSR politisch anzunähern und die X'antri im Umfeld der beiden Machthaber an Einfluss verloren, reifte fürderhin der Plan, einen Umsturz herbeizuführen und in der Zukunft auf ein Pferd zu setzen, das leichter zu beeinflussen und manipulieren war: Lyndon B. Johnson

Johnson selbst wusste natürlich nicht von den Plänen, war die Gefahr doch zu groß, dass er sie verhindern würde. Nichtsdestotrotz übernahm er nach seiner Machtergreifung vielerlei Versuche, die Wahrheit zu vertuschen und die Arbeit der Kommission in Richtungen zu lenken, die der wahren Aufklärung nicht dienlich waren.

Mittlerweile gilt es als erwiesen, dass Lee Harvey Oswald dem Orden der Vril und den Freimaurern während seines Aufenthalts in der Sowjetunion zumindest nahe stand, wodurch sich Querverzweigungen zu den X'antri ergeben, die diese Organisationen als Schutzschirm für ihre irdischen Operationen benutzen. Es ist nicht auszuschliessen, dass Oswald von den Aliens mit Hilfe von Alientechnologie zusätzlich manipuliert wurde. Mit den selben Geräten, mit denen die X'antri auch benutzen, um großflächig Menschen zu manipulieren, übrigens. Bündelt man die Strahlung, kann man den Willen eines Menschen komplett ausschalten.

Aus dem Grund musste er auch sterben. Mit Jack Ruby gelang es den X'antri einen Menschen zu finden, der sehr empfänglich war für die Beeinflussung und dem keinerlei Querverweise zu Vril oder den Freimaurern nachgewiesen werden konnten. Durch die hohe Strahlungskonzentration erkrankte Ruby an Lungenkrebs, dem er 1967 schliesslich erlag. Die letzten Jahre waren gezeichnet von der geistigen Beeinflussung, sein psychischer Zustand galt als labil.

Als interessanter Fakt ist noch zu sehen, dass Ruby unter der paranoiden Vorstellung litt, dass die US-Regierung die Ermordung von Juden angeordnet hätte. Juden, deren Vernichtung den X'antri besonders am Herzen liegen, wie bereits in einem früheren Artikel zu lesen war.

Der Kreis schliesst sich!

Was wurde durch die Ermordung von Kennedy gewonnen?

Nun, sein Nachfolger Johnson erhöhte das amerikanische Engagement in Asien. Der Krieg wurde härter und von beiden Seiten aus grausamer geführt als je zuvor. Das Risiko einer chinesischen Intervention stieg immer weiter und der Einsatz von Atomwaffen wurde in Betracht gezogen. Atomwaffen, die wahrscheinlich den dritten Weltkrieg und die Auslöschung der menschlichen Spezies zur Folge gehabt hätten.

Seine Bemühungen um Frieden und gegen den militärischen Machtapparat in den USA wurden ihm also letztendlich zum Verhängnis. John Fitzgerald Kennedy. Ruhe in Frieden.

Woher kommen die Kornkreise?

Ausgehend von der Geschichte der X'antri und der Prxt'y wäre die erste Mutmassung, dass die Kornkreise entstehen, wenn deren mächtige Mutterschiffe auf der Erde landen, um neue Truppen/Agenten abzusetzen, oder Vorräte zu liefern.
 
Dies ist schon aus zwei offensichtlichen Gründen Mumpitz. Die Basis der X'antri befindet sich in der Antarktis, die Prxt'y haben keine bekannte Basis auf unserer Erde und die Mutterschiffe sind so mächtig, dass ein Kornfeld dieses kaum aufnehmen könnte.
 
Daneben gibt es natürlich noch weitere, nicht so offensichtliche Gründe, wie z. B. dass die Aliens ihren Aufenthalt kaum seit Jahrzehnten geheim halten, nur um durch offensichtliche Kornkreise auf sich aufmerksam zu machen. Weiter trifft es meist Gegenden, die nachweislich nur sehr schwach von den Aliens frequentiert werden. Weiter würde das Korn von den Triebwerken der Schiffe nicht nur plattgedrückt, sondern regelrecht pulverisiert werden. Von den ungeheueren Temperaturen, die beim starten und auch beim landen entstehen, ganz zu schweigen.
 
Woher also die Kornkreise?
 
Ein erster Verdacht unserer Forschergruppe war, dass diese tatsächlich von Aliens verursacht würden und zwar durch den Einsatz von ultrahochfrequenten Emittern, die genau auf der anderen Seite der Weltkugel zum Einsatz kommen, um damit Kontakt mit ihrem Heimatplaneten aufzunehmen. Die Theorie sah also vor, dass das hochfrequente Signal eine Erschütterung auslöst, die auf der anderen Seite wiederum eine Erschütterung auslöst, die die bekannten Muster erzeugt.
 
Eine schlüssige Theorie, die sich leider nicht beweisen liess, da auf der gegenüberliegenden Seite keine Spuren der Außerirdischen gefunden werden konnten. Zumindest keine Spuren, die ein hochfrequenter Emitter hinterlässt.
 
Ein Kollege brachte auch noch die Theorie auf, dass hier evtl. mobile Transmitter zum Einsatz gekommen seien, was aber, wie ich wohl nicht ausführen muss, ein Ding der Unmöglichkeit ist.
 
Ein Teil unserer Truppe versuchte die Forschungen in eine andere Richtung. Könnte es sein, dass Agenten auf diesem Weg Nachrichten übermitteln, die mit den optischen Möglichkeiten der fremden Rasse vom Jupitermond Io aus sichtbar sind?
 
Unser Entschlüsslungsteam ging alle bekannten Kommunikationsmuster und Schriftproben durch und versuchte sich daran, die Kreise in ein Muster zu bringen. Dabei fiel auf, dass die Kreise keinem Muster gehorchten. Sollte hier ein Verschlüsslungslogarithmus eingesetzt werden, der alle modernen Entschlüsselungstechniken komplett aushebelt? Selbst wenn nicht, waren wir ratlos.
 
Punkt Null
 
Wir waren also wieder bei null angelangt. Sollten die Kornkreise tatsächlich ein Mysterium bleiben? Sollte die Menschheit nicht dazu auserkoren sein, die tiefgründigen Botschaften zu entschlüsseln?
 
Wir waren niedergeschlagen. Alle Richtungen, in die wir forschten, erwiesen sich als unwahrscheinlich, bzw. unmöglich. Neue Erklärungen schieden von vornherein aus, wussten uns nicht zu überzeugen, oder waren einfach ausgemachter Bullshit.
 
Sollten wir aufgeben? Nein, wir waren so weit gegangen, wir mussten weitergehen. Auch wenn der Weg steinig würde, gab es für uns keinen Weg zurück, das war uns allen klar.
 
Schliesslich kamen wir doch noch zu einem Ergebnis. Es fiel uns wie Schuppen vor den Augen und wir machten uns daran, das Ergebnis zu verifizieren. Ein Anruf beim BND und MAD brachte uns die nötige Gewissheit und ein weiterer Anruf bei der Polizei von Wiltshire bestätigte unseren Verdacht.
 
Die Kornkreise stammen von Idioten, die einfach zu viel Zeit haben!
 
Welch eine Erkenntnis. Ein lange verborgenes Geheimnis war gelüftet. Monate der Forschung führten endlich zum Ziel und der Tag würde in die Geschichtsschreibung eingehen. 


Donnerstag, 5. August 2010

Fettfreies Wasser?

Fettfreie Milch, fettfreier Joghurt, fettfreie Wurst, fettfreie Chips... Heutzutage gibt es so gut wie jedes Nahrungsmittel fettfrei. Außer Mineralwasser. Warum ist das so?
 
In diesem Fall stecken weniger die Aliens, als vielmehr die Fett- und Zuckermafia dahinter. Seit Jahren werden Verbraucher belogen und mit angeblich fettfreien Speisen gemästet, alles zugunsten des Profits.
 
So findet sich Zucker in Ketchup (!), in Salaten (!!) und natürlich auch im fettfreien Joghurt! Anhand der Positionierung in der Zutatenliste lässt sich auch ungefähr abschätzen, wie hoch der Anteil von Zucker an der Gesamtmenge ist. Das ist bekannt und wurde auch in Massenmedien bereits aufgegriffen.
 
Um den Gedanken fortzuführen: da "Fett" kein Zusatzstoff ist, muss er auch nicht in der Zutatenliste angegeben werden. Wer von uns weiß schon, was hinter seltsamen Begrifflichkeiten wie "reines Quellwasser" oder "für Kleinkinder geeignet" steckt. Begrifflichkeiten, die keiner Überprüfung unterliegen und von Unternehmen frei definiert werden können.
 
Wer denkt schon, dass Bonaqua fast nur reines Leitungswasser ist?
 
Wie weit müsste dann der Bogen sein, den man spannen müsste, um zu vermuten, dass es nur deswegen kein fettfreies Wasser gibt, weil der Konsument davon ausgeht, dass Wasser IMMER fettfrei ist? Nicht weit, sage ich. Genauer gesagt, muss ich den Bogen für unsere moderne, von Geldgier gezeichnete Industrie eigentlich überhaupt nicht spannen. Fett ist ein günstiger Geschmacksträger. Leitungswasser, dass uns als teures Mineralwasser verkauft wird, die Zuckermafia... Solange es kein empirisches Gutachten gibt, dass allen deutschen Mineralwassern bescheinigt, fettfrei zu sein, suche ich persönlich nach einem vertrauenswürdigen, noch nicht vom Kommerz gezeichneten Hersteller, der glaubhaft versichern kann, fettfreies Wasser anzubieten.
 
Von meinen Bemühungen und erste Ergebnisse werde ich hier weiter berichten.

Naziflugscheiben!

Bedarf eines noch eines Beweises meiner Adolf Hitler-war-ein-Alien-Wahrheit, findet man diese, wenn man auf Google nach Naziflugscheiben (aka Rechsflugscheibe) sucht. So findet man neben viel Verschwörungstheorien glaubhaftes Bildmaterial und Produktionspläne die eins deutlich zeigen: technisch wäre das Deutschland der 40er Jahre nicht dazu in der Lage gewesen.
 
Mit Hilfe von Alientechnologie konnte dies allerdings sehr wohl gelingen.

Wer jetzt die Vril-Gesellschaft einwirft muss wissen, dass "Vril" in der Sprache der X'antri "Die Kommenden" bedeutet. Somit ist klar, dass die Vril-Gesellschaft die erse X'antri-Kolonie war. Ein Fakt, der den meisten Verschwörungstheoretikern bis heute verschlossen blieb. Ein Fakt, der wohl zu offensichtlich für die meisten ist.
 
Zurück zu den Flugscheiben
Interessant ist der Umstand, dass mit Arthur Sack ein Mensch vorgeschoben wurde, der später als Begründer der Naziflugscheiben-"Mythologie" galt, die technisch allerdings nicht ausgereift waren. Nach Meinung ernsthafter Alienforscher gilt es allerdings als gesichert, dass gegen Ende des zweiten Weltkriegs Nazideutschland sehr wohl über flugfähige Flugscheiben verfügte, was den Schluß nahelegt, dass Arthur Sack ABSICHTLICH mit Plänen für nicht funktionierende Flugscheiben bemustert wurde, um das große Ganze zu vertuschen.
 
Exisitiert Neuschwabenland?
 
Neuschwabenland gilt im Nazimythos als letzte Rückzugsbasis der Nationalsozialisten. Als letztes Bollwerk gegen die Freimaurer. Was für ein Unsinn! Neuschwabenland existiert, ist aber eine Basis der X'atri.. Richtig ist, dass am Ende des zweiten Weltkriegs, aber auch schon davor, menschliches Material dorthin geschafft wurde, um für die Aliens niedrigere Tätigkeiten zu verrichten. Menschen, die sich um die Interessen der Aliens verdient gemacht haben, konnten höhere Positionen einnehmen. Der Kampf gegen die Freimaurerei steht dabei aber natürlich keineswegs im Vordergrund, sind doch gerade die Freimaurer seit jeher als Loge der X'atri bekannt.
 
Doch zurück zu den Flugscheiben. Adolf Hitler war ja bekanntermassen ein X'atri, der in kurzer Zeit alle vakanten Stellen in der Forschung und Entwicklung mit Vertretern seines Volkes zu besetzen wusste. Anfangs noch zurückhaltend, gegen Ende des Krieges schneller fortschreitend, wussten diese ausserirdischen Techniker ihre Technologie der menschlichen Technologie der 40er Jahre anzupassen und so Waffen zu ermöglichen, die erwiesenermassen ihrer Zeit voraus waren.
 
Wie sonst ist es zu erklären, dass ein kollabierendes Reich noch in der Lage war, Marschflugkörper (V2) oder ein Flugzeug mit Strahltriebwerken (ME 262) zu entwickeln, während die restliche Welt trotz riesiger Forschungsapparate der deutschen Technologie Jahre hinterherhing?
 
Die in Deutschland gefundene Technologie brachte die USA nach dem Krieg erwiesenermassen um Jahre nach vorne. Es waren deutsche Forscher, die den USA die Atombombe brachten - deutsche Forscher, die immer noch mit dem Wissen der X'atri ausgestattet waren.
 
Nicht gelingen wollte den USA jedoch, aus den noch unversehrten Plänen eine eigene Flugscheibe zu entwickeln. Die Avro Canada VZ-9AV „Avrocar“ konnte nie erfolgreich beendet werden, fehlte doch dafür die nötige X'atri-Technologie.
 
Trotzdem gab es noch ein zweites Modell "9090" mit veränderter Oberfläche und gesteigerten Flugfähigkeiten, wenn auch quasi unbemerkt von der Weltöffentlichkeit.
 
  
Warum nicht die Sowjetunion?
 
Wie ich im Eintrag "Wie menschlich ist der Mensch" bereits ausgeführt habe, war auch Stalin ein X'atri. Nichtsdestotrotz hing die Sowjetunion technologisch Nazideutschland hinterher. Warum haben die X'atri nicht auch die Sowjetunion aufgerüstet? Die Antwort ist einfach: Weil die X'atri nichts davon haben, wenn ein Volk den anderen Völkern technologisch zu weit voraus ist.
 
Wobei ich obige Aussage noch leicht revidieren muss. Natürlich wurde auch die Sowjetunion unterstützt. So basierte die 1941 erstmals ins Feld geführte Katjuscha, besser bekannt als Stalinorgel, auf Alientechnologie. Auch der T34 oder der IS-2, welche z. B. dem deutschen Tiger Paroli bieten konnten, wurden eilig von X'atri-Forscher entwickelt, um die deutsche Dominanz auf dem Schlachtfeld zu brechen. Zusammen mit der Kapazität der sowjetischen Wirtschaft und den menschlichen Ressourcen gelang es, ein Gleichgewicht herzustellen. Positiver Nebeneffekt für die X'atri war natürlich der immense Verschleiß an menschlichen Ressourcen. Gleichzeitig wurde ein ideologischer Gegenpol zur westlichen Welt aufgebaut, um auch nach dem zweiten Weltkrieg die Spannungen nicht abebben zu lassen.
 
Dass deren vorläufiger Höhepunkt, die Kubakrise, nicht eskalierte, ist nur einem Mann zuzuschreiben, aber davon möchte ich ein anderes mal ausführlich berichten.
 
So gesehen ist die momentane Situation mit den USA als führende technologische und militärische Macht ein Dorn im Auge der X'atri. Nicht wenige gehen deswegen davon aus, dass die USA derzeit von den Prxt'y unterstützt wird, um das Mächtegleichgewicht zu stören, um kriegerische Auseinandersetzungen in der Zukunft einzudämmen und damit die Pläne der X'atri zu vereiteln.  
 
Wie schauen die weiteren Pläne der X'antri aus?
 
Von Neuschwabenland, bzw. ihrer Basis in der Antarktis aus, operieren die X'antri auch heute noch. Inwiefern auch heute Politiker, oder auch wir, von ihnen beeinflusst und unterwandert werden, will ich ein andermal berichten. Auch, wie man Aliens erkennt, wird ein Bestandteil meiner Berichterstattung werden, ebenso die Wahrheit über Roswell und wie wir vermeiden können, von den Aliens beeinflusst zu werden. 

Mittwoch, 4. August 2010

Wie menschlich ist der Mensch?

Die Geschichte der Menschheit ist gezeichnet von Kriegen, Morden und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. 

Vielerorts wird argumentiert, es liegt in der Natur des Menschen. Die Gewalttätigkeit sei Teil der Menschen. Als Argument dient dabei, dass sich kriegerische Auseinandersetzungen seit Anbeginn der Menschheit zum menschlichen Naturell zählen.
Doch was ist mit der Evolutionstheorie? Sind Lebewesen nicht einer ständigen Weiterentwicklung unterworfen? Warum überlebt der Mensch sein kriegerisches Potenzial nicht? 

Die Wahrheit ist: nicht der Mensch war Auslöser der größten humanitären Katastrophen der vergangenen Jahrzehnte. Die Wahrheit ist viel grausamer. Viel erschreckender. Viel abgründiger.
Die Menschheit ist bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts von Aliens infiltriert. Aliens, die die menschliche Population im Rahmen halten wollen, die vermeiden wollen, dass der Mensch vereint die wahre Bedrohung aus dem Weltall erkennt. Es handelt sich dabei um das Volk der X'atri, die ihrerseits mit dem den Menschen wohlwollenden Volk der Prxt'y im Krieg stehen.

Die Aliens haben die Möglichkeit, menschliche Gestalt anzunehmen, nur wenigen offenbaren sie ihr wahres Äußeres. Nicht wenige, die in das außerirdische Antlitz zu blicken vermochten, fielen dem Wahnsinn anheim. 

Nur vereinzelt gelang es, das außerirdische Naturell in kurzen Momenten auf Bildern festzuhalten. Forscher sprechen vom zweiten Gesicht. 

Bilder, die lange Jahre in Archiven verschollen waren, die von den Photographen unter dem Risiko ihres eigenen Lebens verwahrt wurden und nun nach und nach an die Öffentlichkeit kommen belegen dies. Gesichter, im Schatten des Grauens.

Natürlich war der Auslöser der größten humanitären Katastrophe, Adolf Hitler, ein Außerirdischer. Aufnahmen zeigen Auffälligkeiten und ein unbekannter Künstler hat das zweite Gesicht Hitlers auf einem Bild festgehalten. 

 

Der Judenhass Adolf Hitlers basiert nach der Meinung einflussreicher Forscher darauf, dass das Volk der Prxt'y vor Jahrtausenden auf einer Expedition das Volk der Juden begründete.

Auch Stalin ist außerirdischen Ursprungs. So finden sich auch bei ihm auf verschollenen Bildern Auffälligkeiten und selbst Gavrilo Princip, Auslöser der Julikrise, weist entsprechende Merkmale auf.

Scharlatane!

Es gibt da diese Frau. Amelia Kinkade. Sie ist Schauspielerin und behauptet von sich, mental mit Tieren kommunizieren zu können.

In einem bestimmten Fall fragt sie z.B. einen fremden Hund telepatisch was sein Lieblingsspielzeug sei, und der antwortet in etwa 'ich setze mir oft meinen rotweiß gestreiften Hut auf'. Die Besitzerin bestätigt dann, dass die Hündin tatsächlich eine solche Mütze hat, die sie gerne trägt.

Wenn ich sowas lese, geht mir der Hut hoch und ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte. Bullshit wär für diese Scharlatanerie noch untertrieben.

Warum ich mich übrigens so über die Frau aufrege ist einfach deshalb, weil ich ebenfalls über die Gabe verfüge mit Tieren zu sprechen und mir alle meine Hundefreunde eben noch versichert haben, dass ein Hund, der nur ein Fünkchen Stolz in sich trägt, nie, aber auch NIE einen rotweißen Hut tragen würde. Außer einem Dackel vielleicht. Gut, vielleicht war's ja auch ein Dackel. Aber selbst bei denen ist das eher ungewöhnlich.

Das mit den Tieren ist eh so eine Geschichte. Lange Jahre war ich davon überzeugt, ein psychisches Problem zu haben, bis ich eines Tages erkannte, dass mir nicht mein Geist einen Streich spielt, sondern die Natur. Plötzlich erkannte ich in den Stimmen einen Sinn und begriff die Tatsache, dass ich die ganzen Jahre, all die Jahre die Gabe hatte, mit Tieren zu kommunizieren.

Seinen Anfang nahm es mit unserem Hausmeerschweinchen. Bislang tat ich sein Fiepen immer damit ab, dass er Hunger hatte. Doch eines Tages traf es mich wie ein Blitz. Beim fiepen schossen mir Gedanken durch den Kopf und ich merkte, dass dieses bislang unscheinbare Tier mit mir kommunizieren wollte. Die anfangs noch wirren Gedanken wurden zusehends strukturierter und ich erkannte einen Sinn darin. 


 
Als ich den Sinn erkannte, fiepte ich zurück und erntete den gewünschten Effekt. Wieder begann unser Meerschweinchen mit mir zu kommunizieren und teilte mir seine Sorgen und Nöte mit. So dauerte es nicht lange und ich begriff, dass er wohl Hunger hatte. Mein Gott, darum das Fiepen! Ich war erstaunt. Auch meine Frau war darüber erstaunt, als ich ihr meine Beobachtungen mitteilte. Noch erstaunter war sie allerdings, als das Meerschweinchen tatsächlich anfing, das überreichte Futter zu verspeisen.

Dieses Spiel wiederholten wir die folgenden Tage jeden Morgen und ich wurde sicherer darin, die Stimmen zu ordnen und dem Fiepen einen Sinn zu geben.

Nach und nach taten sich für mich neue Welten auf.

Schon bald konnte ich auch die Gedanken unseres Nachbarhunds empfangen. Schnell war mir klar, dass sein ständiges Bellen von einer tiefen Angst her rührte und einer mangelnden Erziehung des Herrchens. Nach stundenlangen Diskussionen mit dem Hund wurde mir alsbald klar, dass er sich davon auch nicht abbringen lassen würde. Doch wie weh tat es mir von diesem Tag an, den armen Hund bellen zu hören, immer mit der Gewissheit, welche Ängste dieses arme Geschöpf Gottes gerade zu durchleiden hatte.

Eines Tages ging ich dazu über, ihm in den Stunden seiner Angst beizustehen. Mit klagendem Bellen antwortete ich seinen Hilferufen und erntete schnell die ersten Erfolge. Sobald ich anfing, auf seine Hilfeschreie zu antworten, verstummten diese nach nur wenigen Minuten, und Stille kehrte wieder ein. Stille, in denen ich und meine Familie wieder zum Schlaf zurückfinden konnten.

Nach und nach bemerkte ich, dass meine Familie meiner neuen Begabung wenig Vertrauen und vor allem wenig Liebe entgegenbrachte. Meine Frau ging gar dazu über, meine nächtlichen Antworten auf eine einsame, verängstigte Seele als störend abzutun. Wie sie sich dabei fühlte, wollte sie wissen. Darauf antwortete ich, wie sich wohl der arme Hund dabei fühlte, interessiere sie wohl nicht.

Meine Frau war sich scheinbar der Dimensionen meiner neuen Fähigkeiten kaum bewusst und so endete unsere Beziehung. Sie endete schneller, als sie begonnen hatte und sie verliess mich, mit meinem Sohn.

Der Richter hatte ebenfalls kein Verständnis für meine Situation und verbot mir, meinen Sohn weiter zu sehen. Ein schwerer Schlag für mich, aber kein Grund, aufzuhören. So feilte ich an meinen Fähigkeiten und begann schon bald zu erkennen, dass ich für höheres gebohren wurde. Ich war das Bindeglied zwischen Mensch und Tier, ich war der Messias, der ausgeschickt wurde, die Menschheit zu warnen. Zu warnen, dass wir uns diesen Planeten mit Lebewesen teilen, die von uns geknechtet und unterdrückt werden, die bisher keine Stimme hatten, sich gegen ihre Peiniger zu erheben.

Diese Stimme war ich.

Ich ging hinaus zu den Tieren, zu den Tieren und zu den Menschen und begann, die Menschen über ihr Tun aufzuklären. Sie darüber aufzuklären, was sie den Tieren und dieser Welt mir ihrem Handeln antaten. Doch ich erntete nur Gelächter. Gelächter und verachtende Blicke. Weil sie blind waren. Blind und taub den wunderbaren Geschöpfen unserer Natur gegenüber.

Aber ich gebe nicht auf. Ich kämpfe weiter für meine tierischen Freunde und dafür brauche ich Unterstützung.