Sonntag, 27. Februar 2011

Books of the Dead - Eden

Eden

In Eden ist die Zivilisation am Ende. Die Überlebenden haben sich in urbane Festungen zurückgezogen und versuchen, in einer von Zombies bevölkerten Welt zu überleben. Hohe Mauern bieten den Überlebenden Schutz. Theoretisch wenigstens, denn bereits zu Beginn des Buchs stehen gefräßige Zombies im Schlafzimmer des Hauptdarstellers und zwingen ihn, um sein Leben zu kämpfen.

Tony Monchinski, der als Autor den fiktiven Tommy Arlin vorschiebt, weiß den Leser schon zu Beginn zu packen und ihn erst wieder loszulassen, wenn die letzte Seite zwischen den Fingern durchgleitet.

Die Erzählstruktur ist dabei eher ungewohnt. So erscheinen die Kapitel anfangs zusammenhanglos und keiner bestimmten Zeitlinie angehörig. Erst nach und nach ergeben sich für den Leser zahlreiche Aha-Momente und ein stabiles Storygerüst. Die Zombieregeln orientieren sich dabei eigentlich an den klassischen Romero-Vorgaben, werden aber um einen schnelleren Zombietyp erweitert. Das ist aber auch für Puristen wie mich noch durchaus noch im Rahmen.

Gleichzeitig muss ich zugeben, dass Eden für die Entstehung meiner Geschichte essentiell war und mir den letzten Anstoß gegeben hat, eine eigene Geschichte zu erzählen.

Die Handlung hat zwar ein abgeschlossenes Ende, trotzdem lässt uns das Buch mit einem halb offenen Ende zurück. Ein Ende, das im englischsprachigen Raum mit Crusade bereits eine Fortsetzung fand. Hoffen wir, dass Heyne den Nachfolger bald auch nach Deutschland bringt. Apropos Heyne: 15 Euro fürs Taschenbuch sind ein stolzer Preis, wer gut geschriebene Zombieromane mag, sollte das Geld aber investieren.
Davon ab verdient die Story fünf von fünf zerstückelten Zombies. Tony Monchinski sitzt nach eigener Aussage derzeit übrigens schon am dritten Band, bzw. hat diesen fertig gestellt.


Hinweis: Teile dieses Texts habe ich bereits als Kundenrezension auf Amazon veröffentlicht

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