Montag, 21. Februar 2011

Filme: Dead & Breakfast und Night of the living Dead 3D (in 2D)

Ich hab mir gedacht, ich schreib mal was über Filme. Über Zombiefilme natürlich. Seit dem Dawn of the Dead-Remake hab ich meine Liebe zum Genre entdeckt. Die Genreklassiker wie das entsprechende Original oder Night of the living Dead kannte ich  natürlich schon, aber erst das Remake hat bei mir eine Initialzündung ausgelöst.

Die endgültige Liebe zum Genre kam dann mit Max Brooks' World War Z. Schon als ich das Buch gelesen hab, hat sich bei mir der Gedanke manifestiert, dass ich auch mal eine Zombiegeschichte schreiben will. So gesehen ist es Max Brook zu verdanken, dass ich meine Zeit mit dem Blog hier verschwende:

Aber kommen wir zu den Filmen. Die beiden Filme hatte ich schon länger rumliegen und sie mir am Samstag in einem Doublefeature hintereinander reingezogen.

Begonnen hab ich mit Dead & Breakfast.

Eine Gruppe junger Erwachsener ist auf dem Weg zu einer Hochzeit. Nachdem sie sich verirrt haben, übernachten sie in einem abgelegenen Hotel.

Noch in der gleichen Nacht kommt es im Hotel zu einem grausamen Mord. Der Sheriff will seine einzigen Zeugen nicht fahren lassen und setzt sie in dem Provinkaff fest. Als sich am nächsten Tag die lebenden Leichen erheben, fließt nicht nur das Redneckblut.

Dead & Breakfast, eine Abwandlung von Bed & Breakfast, ist eine ganz nette Zombiesplatterkomödie, die im Genrekontext durchaus zu unterhalten weiß. Die Effekte sind dabei eher sparsamer Natur, einige Splattereffekte wissen aber zu gefallen.

Die Zombies selbst sind nicht die klassischen Romerozombies, sondern folgen einem Anführer, der sich nur durch seine eingefallenen Augen und einem fiesen Charakter von seiner bisherigen Persönlichkeit unterscheidet.

Kann man sich geben, muss man aber nicht.

Der zweite Film des Abends war dann eine Neuinterpretation von die Nacht der lebenden Toten, Night of the living Dead 3D.

Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich mir das Original angeschaut hab und kann daher mit Fug und Recht behaupten, dass das Original zu den Filmen gehört, die auch heute noch überzeugen können. Ein Remake erscheint da überflüssig.

Im Gegensatz zum Remake von 1990 folgt das Remake von 2006/2007 dem Original aber nur bis zu einem gewissen Punkt, bevor es eigene Wege geht.

Gefallen haben mir die zahlreichen Zitate und Anspielungen auf das Original. Regelrecht bizarr wird es, wenn die Familie im Haus das schwarz weiß-Original schaut und die Hauptdarstellerin namens Barb(ara) den Leuten eine dem Film ähnliche Geschichte erzählt und damit natürlich nur Gelächter erntet.

Soweit ist im Genre-Kontext auch nichts zu bemängeln. Schlimm wird's erst dann, wenn der Film eigene Ideen einbringt. So ist die komplette Sidestory um den Bestatter leider kompletter Mumpitz und unnötig.

Auch unnötig sind die Masken, mit denen aus toten Menschen innerhalb von Sekunden entstellte Mutanten werden, die so zwar eindeutig als Zombies identifiziert werden können, in der Form aber etwas maßlos übertrieben wirken.

Noch schlimmer wird's, wenn der Film versucht, witzig zu sein. Im besten Fall wird der Film bizarr, im schlechtesten Fall bleibt er dabei einfach unlustig und unnötig albern.

Trotz meiner Kritik find ich den Film im Genrekontext aber noch schaubar. Die Schauspieler und Effekte sind ok, die Synchro zumindest vorhanden und die Kulissen nicht aus Pappe. Logiklöcher und doofes Verhalten muss ich bei einem Zombiefilm jetzt nicht explizit herausstellen, oder?

Auch hier mein Urteil: kann man sehen, muss man aber nicht.

Mehr Zombiefilme gibt's übrigens auf dem Zombieblog, nicht verwandt, oder verschwägert mit meinem Blog, aber eine tolle Übersichtsseite für Genrefans.

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