Mittwoch, 9. März 2011

Interviews of the Dead - David Moody

Im Rahmen der Interviews of the Dead-Reihe widme ich mich heute dem Autor David Moody, der mich mit seinen Autumn- und Hater-Romanen zum einen beeindruckt, und zum anderen nicht unwesentlich inspiriert hat. Aus den Hater-Romanen hab ich mir z. B. die zwei Charaktere mit unterschiedlichen Perspektiven entliehen. Auch die Idee, ein Buch kostenlos als eBook zu veröffentlichen, hat mir David voraus. 
Ursprünglich wollte ich die Bücher hier noch besprechen, habe aber festgestellt, dass gerade die Autumn-Bücher schon zu weit zurückliegen, um ihnen halbwegs gerecht zu werden. So bleibt mir nur die Empfehlung, die Bücher auf jeden Fall zu lesen, falls noch nicht geschehen und übergebe an David (Wie immer bei englischen Interviews findet sich die englische Originalversion am Ende des Artikels).
Hallo David, erstmal vielen Dank, dass du dich meinen Fragen stellst. Könntest du dich und deine Werke kurz meinen Lesern vorstellen?
Kein Problem. Ich schreibe schon eine lange Zeit, habe dabei aber einen eher ungewöhnlichen Weg genommen. Meine erste Geschichte „Straight to You“ wurde bereits 1996 veröffentlicht, hat sich aber nicht überragend verkauft.
Als ich mein zweites Buch Autumn fertig hatte, habe ich beschlossen, es kostenlos online zu verteilen, um so die Leute für meine Geschichte zu interessieren. Das hat funktioniert.
In den sieben Jahren, in denen es online erhältlich war, wurde es mehr als eine halbe Million Mal heruntergeladen. Ich habe dann noch einige Fortsetzungen geschrieben und das erste Buch wurde dann als Low Budget-Film mit Dexter Fletcher und David Carradine verfilmt. 2005 habe ich einen Kleinstverlag – Infected Books – gegründet, um meine Bücher als Paperback-Editionen selbst zu veröffentlichen, was sich als recht erfolgreicher Schachzug herausgestellt hat.  
Das erste Hater-Buch habe ich 2006 veröffentlicht. Die Filmrechte dazu wurden von Guillermo del Toro aufgekauft. Daraufhin wurden meine Bücher von Thomas Dunne Books in den USA, Gollancz in Großbritannien und Otherworldverlag und Goldmann in Deutschland veröffentlicht.
Wie schreibst du denn deine Geschichten? Hast du einen groben Überbau, den du langsam mit Leben füllst, oder entsteht die Geschichte bei dir während des Schreibens?
Bevor ich zu schreiben beginne, mache ich viele Vorarbeiten. Meine Bücher entstehen meist mit einer Idee (oft dem Ende) oder einigen Ideen, die sich langsam miteinander verknüpfen. Nachdem ich die Grundzüge skizziert habe, schreibe ich eine detaillierte Übersicht, dann eine Gliederung nach Kapitel. Erst dann fange ich mit dem richtigen Schreiben an. Die Charaktere und die Geschichte ändern sich oft während des Schreibens, aber ich bin schon der Meinung, dass es wichtig ist, vorab gründlich zu planen. Ich möchte in der Lage sein die Augen zu schließen und das Buch wie ein Film an mir vorbeiziehen zu lassen, noch bevor ich überhaupt ein Wort geschrieben habe.
Wie es scheint, fasziniert dich die Apokalypse. In den Autumn-Büchern sterben 99 % (oder mehr) der menschlichen Rasse, und in den Hater-Büchern gehen die Menschen direkt aufeinander los. Woher kommt denn diese Faszination?
Du hast Recht, mich fasziniert die Apokalypse wirklich. Genauer gesagt, bin ich interessiert an den Reaktionen der Leute untereinander und in den Situationen, in denen sie sich befinden. Ich liebe es über gewöhnliche Leute zu schreiben, die sich in außergewöhnlichen Situationen wiederfinden und wenn die Welt, wie in meinen Büchern, am Ende ist, ist das relativ einfach. Wenn die Menschen vor dem Ende stehen, werden die ganzen Schichten Scheiße, mit der wir uns umgeben, abgestreift, und übrig bleibt das, wie Menschen natürlich reagieren würden.
Meine Faszination dafür begann noch, als ich viel jünger war. Ich erinnere mich daran, dass ich ‚Die Triffids' (orig. 'The Day of the Triffids') gelesen habe und davon total erschrocken war. Zudem wuchs ich auf, während der Kalte Krieg am  Höhepunkt war, als das endgültige Ende nur Minuten entfernt schien.
Deine Zombies unterscheiden sich etwas vom Mainstream-Zombie. Durch Bisse werden keine Infektionen übertragen, es gibt kein Militär, von den paar Soldaten im Bunker mal abgesehen, und die gesamte Menschheit ist gleichzeitig betroffen. Hat dir die Idee gefallen, deine Charaktere in eine Welt zu pflanzen, die sich von einer Minute auf die andere komplett ändert, oder war es nur das Vorhaben, deine eigenen Regeln aufzustellen?
Ich war immer schon ein riesiger Zombiefan, aber ich bin auch frustriert, weil so viele Zombiegeschichten den selben Grundzügen folgen. Die Autumn-Bücher gaben mir die Möglichkeit, etwas anderes auszuprobieren. Außerdem wollte ich, dass sich die Geschichten glaubhaft anfühlen (soweit Geschichten über lebende Tote glaubhaft sein können!).
In meinen Büchern fressen die Toten kein Fleisch (warum sollte etwas Totes fressen wollen?) und Menschen sind von Anfang an entweder Zombies oder Überlebende. Ich hasse es, dass die Menschen in Zombiefilmen immer gleich agieren. Jemand wird gebissen, verheimlicht es, verwandelt sich und tötet den Rest. Ich wollte auch, dass meine Zombies anders sind. Sie verändern sich während der Geschichte. Erst sind sie nur nutzlose Klumpen reanimierten Fleischs, die nach und nach einige Gehirnfunktionen zurückerlangen, sich aber nicht kontrollieren können, eben weil sie verrotten. Der Hauptunterschied ist meiner Meinung nach aber, dass ich mich auf die Überlebenden konzentriere und nicht auf die lebenden Toten.
Was deine Zombies mit dem klassischen Filmzombie gemein haben ist der Hass auf die Lebenden. Woher kommt denn dieser Hass?
Ich weiß gar nicht, ob die Zombies in Autumn die Lebenden ‚hassen‘. Es wäre faszinierend sich vorzustellen, was in dem verfallenden Gehirn eines Zombies vor sich geht. Wie ich gerade erwähnt habe, erhalten die Zombies in Autumn nach einiger Zeit einige Gehirnfunktionen zurück und sie können auch Gedanken formulieren, aber im gleichen Moment verrotten ihre Körper.
Aus dem Grund ist die einzige Möglichkeit, wie sie gegenüber den Lebenden reagieren können Aggression und Gewalt. Der andere erwähnenswerte Aspekt des Buchs ist, dass da Zehntausende von Zombies auf einen Überlebenden kommen. Die Welt wurde zu einem stillen, verlassenen Ort, weshalb jedes Geräusch, das einer der Überlebenden von sich gibt, unweigerlich dazu führt, dass sie von Abertausenden Zombies umzingelt werden.
Das erste Autumn-Buch war ja eine eher ruhige Geschichte von Überlebenden, die versuchen am Leben zu bleiben und halt tun, was sie tun müssen. Die Charaktere sind detailliert und haben Wiedererkennungswert. Das ändert sich im Laufe der Zeit und von Buch zu Buch etwas, und hat im letzten Autumn-Buch Zerfall seinen Höhepunkt. Viele Charaktere sind anscheinend nur Requisite und die Zombie-Splatter-Action nimmt überhand. Das ist immer noch super zu lesen und immer noch ein großartiges Zombiebuch, aber weit entfernt vom Erstling. Woher kommt denn die Veränderung? Feedback von den Lesern?
Ich möchte dem widersprechen, dass die Charaktere in Zerfall nur Requisite sind – die sind viel mehr als das. Ich schreibe nur ein Buch, wenn ich der Meinung bin, dass die Story gut genug ist, um sie zu erzählen. Die Grundlage von Zerfall war kein Leserfeedback, aber in gewisser Weise schon eine Reaktion auf Kritiken, die den Autumn-Bücher anhafteten.
Es wurde kritisiert, dass es in den Büchern zu wenig Gewalt und Gore gäbe, und ich wollte zeigen, warum das so ist. Ich glaube, dass die Leute der Meinung sind beim Ausbruch einer Zombieapokalypse sofort zur Waffe greifen und kämpfen zu müssen. Meiner Meinung nach ist das falsch.
Ich glaube vielmehr, dass viele Menschen einfach zusammenbrechen würden. Zerfall war ein Versuch, zwei grundverschiedene Überlebenstechniken, von zwei unterschiedlichen Gruppen, zu betrachten, mit dem Ziel herauszufinden, ob es einen besseren Weg gibt. Ich wollte einige von diesen Charakteren nehmen und sie außerhalb ihres Wohlfühlbereichs aussetzen, um sie Dinge machen zu lassen, die nicht dem entsprechen wer und was sie sind.
In dem zweiten Hater-Buch „Todeshunger“ hast du zwei Hauptcharaktere. Mit der Perspektive ändert sich auch die Atmosphäre. Danny ist ein Hasser und seine Welt scheint voller Farben, faszinierend und abwechslungsreich. Mark dagegen ist normal; sein Leben erscheint uns schwarz/weiß, langweilig und abwechslungsarm. Ist das für dich auch eine Referenz an unsere Welt, ein Vorwurf an all die, die in ihren nine to five-Jobs gefangen sind?
Ja. Ich denke die ‚wirkliche‘ Welt ist allzu oft bedrückend und klaustrophobisch. Wir sind zu sehr in unserer täglichen Routine, unseren Jobs, unserem Status gefangen, dass wir manchmal vergessen, wie man richtig lebt. Wobei ich damit natürlich nicht sagen will, dass wir alle zu Hassern werden sollten, um uns gegenseitig umzubringen.
Ich glaube, dass es in ihren Leben aber Facetten gibt, die überraschend positiv sind. Nachdem die Hasser ihre Hemmungen verlieren, werden sie mehr und mehr zu Tieren. Sie leben für den Moment, sie verlassen ihre festgefahrenen Meinungen darüber, wer oder was sie sind, sie existieren einfach. Ich dachte mir, dass das ein interessanter Kontrast wäre. Ich will damit nicht sagen, dass ich wie ein Hund leben will, ich will nur sagen, dass wir viele persönliche Freiheiten in unserem täglichen Leben aufgeben, und das ist beschämend.
Guillermo del Toro mochte deine Hater-Story und du hast die Filmrechte zwischenzeitlich auch verkauft. Kannst du da schon etwas ankündigen und bist/wirst du in dem Projekt involviert sein?
Ja, die Filmrechte an Hater wurden an eine Gruppe von Filmschaffenden verkauft, der unter anderem Mark Johnson (produzierte die Narnia-Filme) und Guillermo del Toro angehören. Das Projekt wurde schon einige Male verschoben, aber es geht immer noch vorwärts. Mir wurde gesagt, dass es bald deutliche Fortschritte geben würde und es ist vermutlich so, dass bereits bis Ende 2011 die Dreharbeiten beginnen könnten.
Ich glaube nicht, dass ich in das Projekt involviert sein werde und das ist einerseits gut, andererseits aber auch nicht. Selbstverständlich würde ich es lieben eingebunden zu werden, aber genauso sehr bin ich ein riesiger Fan von del Toro und es wird für mich unglaublich zu sehen, wie er das Buch interpretiert.
Dein erstes Autumn-Buch wurde ja verfilmt und auf DVD als „Autumn of the Living Dead“ veröffentlicht. Die Handlung wurde in die USA verlegt, der Titel referenziert andere Zombiefilme und die Erzählstruktur ist etwas konfus. Warst du selbst mit der filmischen Umsetzung zufrieden und warst du in das Projekt eingebunden?
Ja und nein. Es ist ein riesiges Kompliment, dass das Buch verfilmt wurde und ich bin stolz, dass das Projekt abgeschlossen wurde, aber wie du schon geschrieben hast, war der Film nicht wirklich erfolgreich. Ich denke, dass sie einen guten Job gemacht haben, aber sie waren technisch limitiert und es wurde auch mit extrem wenig Budget gearbeitet.
Ich habe vor vielen Jahren ein Drehbuch geschrieben, dass für den Film als Basis diente. Leider wurde es umgeschrieben und ich habe nichts mit der Titeländerung zu tun, von der ich auch nicht wirklich beeindruckt war. Aber wie schon gesagt: es war eine tolle Erfahrung und ich konnte das Set besuchen und sogar einen Zombie darstellen.
Gibt es Pläne für weitere Autumn-Filme?
Momentan nichts definitives, aber ich führe momentan Gespräche, Autumn wieder auf die Leinwand zu bringen. Mehr kann ich momentan nicht sagen.
Was sind denn deine nächsten Pläne? Auf deiner Homepage werden ein neues Autumn-Buch und der Abschluss der Hater-Trilogie angekündigt. Gibt es dafür schon Termine für die deutschen Übersetzungen?
Die letzten paar Jahre habe ich mich darauf konzentriert, die Hater- und Autumn-Reihen fertigzustellen. Ich bin gerade dabei, das abschließende Autumn-Buch fertigzustellen und das letzte Hater-Buch – Them or Us – ist momentan  bei meinem Lektor. Deutsche Veröffentlichungstermine habe ich noch nicht, befürchte ich. Es gibt aber noch ein weiteres Autumn-Buch – The Human Condition – das in Deutschland noch 2011 veröffentlicht wird. Nachdem ich das letzte Autumn-Buch fertiggestellt habe, werde ich einige neue Projekte für 2012 angehen.
Wirst du auch zukünftig deine Geschichten in Endzeitszenarien ansiedeln? 
Nicht immer, aber ich glaube nicht, dass ich meine letzte Geschichte über das Ende der Welt schon geschrieben habe.
Was sind denn deine Haupteinflüsse und wenn du auf einer einsamen Insel wärst, welche drei Bücher/CDs/DVDs würdest du mitnehmen?
Was Bücher angeht, ist John Wyndham mein Haupteinfluss und ich würde ‚Die Triffids‘ auf meine Wüsteninsel mitnehmen. Statt weiteren Büchern würde ich lieber Papier und Stifte mitnehmen, weil ich wahrscheinlich ohne lesen, aber nicht ohne schreiben auskommen könnte. Wenn ich schreibe, habe ich eine Playlist, die ich auch mitnehmen möchte. Die ist über fünf Stunden lang, meist instrumentale Musik von Unkle, Brian Eno, Nine Inch Nails und vielen anderen Künstlern.
Was Filme angeht liegen meine Einflüsse bei George Romero (aber nur seine frühen Filme), David Cronenberg und frühe John Carpenter. Ich glaube, ich möchte von allen drei Regisseuren Filme mitnehmen.
Die letzten Worte gehören dir. Gibt es da noch etwas, dass du sagen willst?
Nur danke für die Einladung, was mir echt viel Spass gemacht hat, und ich hoffe, dass dadurch einige Leute auf meine Bücher aufmerksam werden und damit viel Spaß haben. Ich habe auch eine neue Website www.lastoftheliving.net auf der es bis Ende des Jahres mehr als 100.000 Wörter kostenlose Zombiefiction zu lesen geben wird. Das ist eine großartige Anlaufstelle für Leute, die noch nichts von mir gelesen haben.
Vielen Dank für das Interview.
Wer mehr von/über David wissen will, kann das hier tun:
English version:
Would you like to briefly introduce yourself and your books to my readers?
No problem. I've been writing for a long time now, but I took an unusual route to publication. My first novel - Straight to You - was published in 1996 but it didn't sell well. When I'd finished my second book - Autumn - I decided to give it away free online to try and get more people interested in my writing. It worked! In the seven years it was available online, it was downloaded more than half a million times. I wrote a number of sequels and the first book was made into a low budget movie starring Dexter Fletcher and David Carradine. In 2005 I started a small press - Infected Books - to distribute my books which proved to be a pretty successful move. I released a novel called Hater in 2006, the film rights to which were picked up by Guillermo del Toro. Following that, my books were acquired by Thomas Dunne Books in the US, Gollancz in the UK, and Otherworldverlag and Goldmann in Germany.

How do you create your stories? Do you have a rough story arc that you fill with life, or do you get the ideas while writing – like on the fly?
I do a lot of planning before I start to write. My books usually start with an idea (often an ending) or a few ideas which gradually start to link up. Once I have a broad outline, I write a more detailed synopsis, then a chapter-by-chapter breakdown. It's only then that I start writing properly. The characters and stories often change as the book is being written, but I think it's important to plan thoroughly. I like to be able to close my eyes and imagine the whole movie before I write even a single word!

It seems, you are fascinated from the apocalypse. In the Autumn-books 99 % (or more) of the human race dies and in the Hater-books, the human race begins to kill each other. Where does this fascination come from?
You are right, I am fascinated by the apocalypse. More accurately, I'm interested in people's reactions to each other and the situations they find themselves in. I like to write about ordinary people trapped in extraordinary situations, and basing my stories at the end of the world makes that very easy to do. When people are facing the end, many of the layers of bullshit we surround ourselves with are stripped away and you're left with the reality of what people might actually do. I think my fascination started when I was much younger. I remember reading 'The Day of the Triffids' and being absolutely terrified. And I grew up at the height of the Cold War, when the end of everything felt like it was just a few minutes away...

Your zombies differ from the main zombie-myth. There is no infection through bites, no military action (apart from the soldiers in the bunker) and entire mankind is affected simultaneously. Did you like the idea, to put the main characters in a world, that changes from one minute to the another, or was it an attempt, to create your own rules?
I've always been a huge zombie fan, but I also get frustrated because so many zombie stories follow the same basic outline. The Autumn books gave me an opportunity to try and do something different. I also wanted to try and make the books feel believable (as far as any stories about the walking dead can be believable!). There's no flesh eating in my books (why would anything that's dead need to eat?) and people are either zombies or survivors from the very beginning. I hate the way people always act the same in zombie movies - someone gets bitten and they hide it from everyone else, then they eventually turn and kill the rest of them! I also wanted my zombies to be different. They change throughout the series - starting as useless lumps of reanimated flesh, and eventually regaining some brain functions but being unable to control themselves because they're rotting. But the key difference between Autumn and most other zombie stories I think, is that my books focus on the survivors, not the living dead.

What your zombies have in common with the classic movie-zombie is the hatred of the living. Where does this hate come from?
I don't actually know if the zombies in Autumn 'hate' the living. It would be fascinating to try and imagine what's going on in a zombie's decaying brain. As I just mentioned, as the books progress they start to regain a little control and are able to think, but at the same time their bodies are rotting away to nothing so the only way they can react to the living is with aggression and violence. The other aspect of the books to mention is that there are tens of thousands of zombies for every single survivor. The world has become a silent, desolate place, so every noise that any of the survivors makes will inevitably result in them quickly being surrounded by thousands upon thousands of corpses.

The first Autumn-book is a quiet story about survivors, trying to stay alive and doing, what they have to do. The characters are well worked out and have recognition factor. This changes from book to book and culminates in Autumn: Disintegration, where most of the characters are just scenery and zombie-splatter-action takes over. This is fine to read and still a great zombie-book, but far away from the first book. Where does this change come from? Reader-Feedback?
I'd disagree that the characters in Disintegration are just scenery - there's much more to them than that. I only ever write a book if I feel there's a good enough story to tell. The basis of Disintegration wasn't reader feedback, but in some ways it was a reaction to some of the criticism that's been levelled towards the Autumn books. People have been critical of the fact there's little violence and gore, and I wanted to show why that was done. I think people assume that if the zombie apocalypse happened, they'd immediately grab weapons and start fighting. I don't think that's the case. I think lots of people would implode and fall apart. Disintegration was an attempt to look at two very different survival techniques - two very different groups of people - and to try and see if there was a better way. I wanted to take some of these characters and put them right outside their comfort zone - to make them have to do things which were completely at odds with who and what they were.

In the second Hater book “Todeshunger” (Dog Blood), you have two main actors. With the perspective, you although change the atmosphere. Danny is a Hater and his world seems to be full of colours, fascinating and diversified. Mark is normal; his life seems black and white, boring and poor of diversification. Is this a reference to the real world, an accusation to all the people, working in nine to five-jobs?
Yes! The 'real' world, I think, is all too often depressing and claustrophobic. We're too consumed with our daily routines, our jobs, our status etc. that we sometimes forget how to live. Whilst I'm definitely not saying we should all become Haters and start killing each other, I think there are some facets of the way they live which are surprisingly positive. As the Haters lose their inhibitions, they become more animal-like: living for the moment, not getting hung up on who or what they are, just existing... I thought it was an interesting contrast to make. I'm not saying I want to start living like a dog, I'm just making the point that we give up a lot of personal freedoms in our daily lives, and it's a shame.

Guillermo del Toro liked your Hater-Story and you already sold the film rights (to Guillermo?). Is there already an appointment you can make and will you be involved in the project?
Yes, the film rights to Hater were sold to a group of film-makers which includes Mark Johnson (who produced the Chronicles of Narnia films) and Guillermo del Toro. The project has experienced a few delays but it's still moving forward. I'm told we should see some progress soon and there was a suggestion that filming might commence before the end of 2011. I doubt I'll be involved in the project, and that's both a good and a bad thing. Obviously I'd love to have some involvement, but equally I'm a huge fan of del Toro and it will be incredible to see how he interprets the book.

Your first Autumn-book was brought to DVD as “Autumn of the Living Dead”. The story takes place in the USA, the title was changed to reference to other zombie-movies and it’s told a little bit confusing. Were you satisfied with the cinematic conversion and were you involved in the development of the movie?
Yes and no. It's a huge compliment that the book was filmed, and I'm proud that the project was completed, but as you say, it's not a wholly successful movie. I think the cast did a good job, but they were limited technically and it was also made on an extremely low budget. I wrote a screenplay many years earlier which formed the basis of the film, but it was rewritten. I had nothing at all to do with the change of title (which I wasn't impressed by!). Still, as I said, it was good experience and I got to visit the set and play a zombie too!

Are there plans for further Autumn-movies?
Nothing definite right now, but I have had some discussions about bringing Autumn to the screen again. I can't say anything more just yet.

What are your future plans? On your homepage, a new Autumn-book and the final part of the Hater-Trilogy are announced. Is there already a date for the German releases?
The focus of my work for the last few years has been the completion of the Hater and Autumn series. I'm about to start work on the final Autumn novel, and the last Hater book - Them or Us - is currently with my editor. I don't have any German release dates as yet, I'm afraid. There is another Autumn book - The Human Condition - which will be released in Germany later in 2011. Once the final Autumn book is finished I'll be moving on to one of several new projects I'm working on for 2012.

Will you continue to settle your stories in an end-time scenario?

Not always, but I don't think I've written my last story about the end of the world either!
What are your main influences and if you were on a lonely island, which three books/CDs/DVDs would you take with you? (you chose the media)
In terms of books, my main influence is John Wyndham, and I would take 'Day of the Triffids' to my desert island. I'd rather take paper and pens than any other books, because although I think I could last without reading, I couldn't not write. I have a playlist which I use when writing, and I'd like to take that with me too - it's about 5 hours long, mostly instrumental music from Unkle, Brian Eno, Nine Inch Nails, and many more artists. Film-wise, my influences are George Romero (just his early movies though), David Cronenberg and early John Carpenter. I think I'd like to take films by any of those directors with me!

The final words belong to you. Is there anything left you want to say?
Just thank you for the invitation which I've enjoyed, and that I hope people check out and enjoy the Hater and Autumn books. I have a new website - www.lastoftheliving.net - which, by the end of the year, will have more than 100,000 words of free zombie fiction. That's a great place for people to start if they haven't read any of my work.
For more David Moody check:
www.djmoody.co.uk
www.lastoftheliving.net
www.twitter.com/davidjmoody
www.facebook.com/pages/David-Moody/36732715171


Aus dem Interview darf unter Angabe der Quelle zitiert werden.

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Kommentare:

  1. Tolles Interview, es ist sehr interessant, Hintergrund-Infos vom Autor direkt zu erfahren. Super!
    Buchbesprechungen zu den Herbst-Bänden wird es in naher Zukunft auf meinem Blog Szenario-Z.de geben.
    Gruss, Sascha

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  2. Na, da freu ich mich dann schon drauf.

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