Donnerstag, 10. März 2011

Untot - Band 2 - Ein paar Gedanken


Band 1 (Dämmerung) habe ich mit Kapitel 69 abgeschlossen. Damit habe ich aber meine Geschichte noch lange nicht fertig erzählt und setze die Geschichte wie angekündigt mit Band 2, natürlich weiter online und im Tagesrythmus, fort.
Mit dem zweiten Buch will ich einen anderen Weg gehen. Das erste Buch geriet mir im Nachhinein etwas zu zerfahren, oder auch zu holprig. Ich habe Kurzgeschichten in der Welt der Untoten erzählt, habe schon früh den Fokus verloren und alles unter anderem deshalb, weil ich keinen Überbau hatte, kein Ziel, keine Vision, wohin meine Geschichte gehen soll. Alles was ich hatte war der Wunsch eine Zombiegeschichte zu schreiben und das, was im Prolog steht.
Die Ideen kamen dann beim Schreiben. Hatte ich eine Idee, wollte ich die meist schnell zu Ende bringen, weil ich dann meist schon wieder ganz viele neue Ideen hatte, die ich auch schnell unterbringen wollte. Ich wollte alles drin haben und am Besten sofort. Bei der Korrektur des PDFs ist mir dann auch aufgefallen, dass ich ganz viele Sachen einfach fallen lassen, oder nicht weitergesponnen habe, oder sie einfach aus der Geschichte verschwunden sind. Charaktere wurden kurz eingeführt und später nie wieder erwähnt.

Das kann man schon machen, wenn die Leser die Geschichte in zwei Monaten in kleinen Häppchen konsumieren, als Buch geht das aber überhaupt nicht. Wenn's mich schon beim lesen nervt, wie sehr muss es dann erst andere stören.
Die tagesaktuellen Anspielungen waren im nachhinein auch oft unglücklich. So wurde ich zum Teil von der Realität überholt, z. B. dabei, dass das Verteidigungsministerium vom bisherigen Innenminister übernommen wird. Das hatte ich schon geschrieben, bevor Guttenberg so stark unter Beschuss geriet. Ja, echt jetzt. Oder dass es tatsächlich eine 3D-Version von Dawn of Dead gibt. Das hab ich erst später erfahren. Dabei wollt ich damit eigentlich nur die überflüssige Nachbearbeitung von Klassikern anhand eines absurden Beispiels kritisieren. Die Realität ist manchmal absurder, als wir es uns in unserer Phantasie ausmalen können.

Natürlich kann man jetzt einwenden, dass ich das bei der Nachbearbeitung hätte ausbessern, oder besser machen hätte können. Das ist richtig. Ein paar Kleinigkeiten habe ich auch anders geschrieben, weggelassen oder ergänzt, um zumindest mehr Kontinuität reinzubringen. Die ganze Geschichte umzuschreiben bekomm ich aber zeitlich nicht gebacken.
Beim zweiten Buch will ich deswegen von Anfang an alles besser machen. Im Rahmen meiner eingeschränkten Möglichkeiten natürlich. Als erstes will ich mich stärker auf einen Hauptcharakter fokussieren. Ich habe für mich auch bereits einen (noch sehr, sehr groben) Überbau für die Geschichte, den ich nach und nach mit Leben füllen werde. Um den Neustart auch richtig durchziehen zu können, hab ich die Handlung in ein anderes Land verlegt, das von der Zombieseuche nicht so verschont wurde. Die Handlung setzt so ungefähr bei Kapitel 20 (Referenz Blog) von Band 1 ein. Ich gehe also in der Zeit zurück, was ich aber als notwendig erachte.
Paul und der namenlose Charakter aus der Ich-Perspektive sind nicht vergessen. Ich brauch bloß etwas zeitlichen Abstand und komm auf die beiden zurück, wenn's in Deutschland so richtig abgeht. Ich hoffe auch, dass ich nicht anfange, mich zu wiederholen. Irgendwie fand ich den Teil im Oman schon wie eine Wiederholung der Mongolei-Geschichte. So recht zufrieden war ich damit im nachhinein nicht.
Nun ja, wie auch immer. Neuleser holen am besten trotzdem die Vorgeschichte via PDF nach. Ab morgen geht's los mit Kapitel 1.

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