Dienstag, 10. Mai 2011

Große Protestwelle gegen die Volkszählung auf Facebook

Der Leiter der Gruppe, Hans Dampf, 37, wohnhaft mit seiner Frau Maria (34) und den Kindern Kevin (5) und Jaqueline (3) in Niederbach-Rhieningen in der Johann-Heinrich-Straße 5 (Hobbies: Datenschutzbeauftragter des Kleingärtnervereins Niederbach, Kegeln, Gartenzwergaufzucht) dazu:

"Ich finde es skandalös, dass Menschen wildfremden Menschen Auskunft über persönliche Dinge geben sollen, die niemanden etwas angehen."

Auf seinem Facebook-Profil hat Dampf auch ganz klar alle Inhalte gesperrt, die dann auch nur seinen 5834 Kontakten angezeigt werden. "Enge Freunde", so Dampf.

Dampf, der ab Anfang Juli drei Wochen im Continental Hotel auf Mallorca verbringen wird, wehrte sich zuletzt auch erfolgreich gegen die Veröffentlichung seines Hauses auf Google-Maps Streetview. "Ein Unding", so Dampf damals, "dass ich als Hausbesitzer meinen Grund und Boden verteidigen muss. Meine Gartenzwerge gehen niemanden etwas an und stellense sich vor, dass jemand bemerkt, dass ich die Terassentür nicht abschließen kann."

Durch seine ehrenamtliche Tätigkeit als Datenschutzbeauftragter des lokalen Kleingartenvereins kennt sich Dampf in Themen des Datenschutzes aus und lässt kein gutes Blatt an der aktuellen Volkszählung: "Das geht nicht. Das geht so einfach nicht. Ich bin Datenschutzbeauftragter, mir brauchen die nicht kommen."
Argumente, vor denen man sich nicht verschließen kann. Das finden auch die Mitglieder seiner Facebook-Gruppe "Volkszählung stinkt - KHADD!". Auf den ungewöhnlichen Namen angesprochen, weiß Dampf zu berichten, dass KHADD! eine in Foren benutzte Grußformel darstellt und er damit vor allem die junge Generation abholen will, die sich bisher noch nicht so sehr mit dem Datenschutz auseinandergesetzt haben.

Den aktuellen Status findet man auf Dampfs Facebook-Profil, sowie den Status seiner Urlaubsplanung und Informationen zu seinen zahlreichen Freizeitaktivitäten.

Kommentare:

  1. Facbook angaben sind FREIWILLIG. Zensus ist ZWANG

    AntwortenLöschen
  2. Möp! Mir ging's gar nicht so sehr um Facebook-Bashing. Da könnte auch Myspace, Twitter, Lokalisten oder sonstwas stehen. Mir geht's um Leute, die kein Problem damit haben, vor ihrem Haus abgebildet in der Zeitung zu stehen, auf ihrem xy-Profil sonstwas über sich preisgeben und dann gegen Streetview und Co. schmettern. Weil das ihre Privatsphäre verletzt. Wer in seinem FB-Profil nicht alles über sich preisgibt, bzw. dies nur mit seinen wahren Freunden teilt, sollte sich von dem Text ohnehin nicht angesprochen fühlen, oder?

    Oder hab ich den Kommentar jetzt in die Richtung falsch verstanden, dass man freiwillig lieber Privates über sich in der Öffentlichkeit preisgibt, als unter Zwang?

    AntwortenLöschen