Dienstag, 14. Juni 2011

Teaser: Prolog Band 3

Das schimmelt mittlerweile schon seit Wochen bei mir rum, aber die Korrekturen an Band 2 haben momentan meine Kreativität abgetötet, wie es scheint. Oder eine Schreibblockade ausgelöst, oder beides.

Ich wollte ursprünglich mit der Veröffentlichung noch warten, bis ich mehr Stoff beieinander hab, aber andererseits motiviert mich die tägliche Veröffentlichung vielleicht auch wieder.

Aktuell gibt's gerade mal zwei Kapitel zu Band 3, dafür steht die Hintergrundgeschichte. Das sollte helfen, Folgefehler und zu arg konstruierte Storywendungen schon von vornherein zu vermeiden. Naja, mal schaun.

Wie auch immer. So als Teaser gibt's heute das erste Kapitel aus dem Epilog. Die Story spielt wieder in Deutschland und mit Paul wird ein alter Bekannter zurück ins Rampenlicht gerückt. Über Kommentare würd ich mich freuen, speziell was das neue alte Setting angeht.


Untot – Band 3
Prolog
Ein sonniger Tag in München. Es ist der erste Juni und Pauls Uhr zeigt gerade 12.00 Uhr an, während er zusammen mit Horst durch die leeren Münchner Straßen marschiert. Sie gehen still nebeneinander und weichen den Hindernissen aus, die auf ihrem Weg liegen. Steine, Säcke  und Holz liegen auf den Straßen, erschweren das Durchkommen. Den warmen Temperaturen trotzend tragen beide ihre neuen, mit speziellem Gewebe versehenen Overalls und Helme. Es ist heiß unter diesen Overalls, aber kein Beamter möchte sie mehr missen.
Ein Schatten huscht über die Straße. Paul hält inne und gibt Horst ein Zeichen, der sofort seine Bewegungen stoppt. Gemeinsam warten sie ab und horchen nach verdächtigen Geräuschen. Wieder jagt der Schatten vor Paul vorbei. Paul erkennt darin eine Ratte. Eine Ratte… Deren Population hatte sich in München in den letzten Monaten drastisch erhöht und sie wurden zu einer regelrechten Plage. Als sich die Menschen von den Straßen zurückzogen, kamen die Ratten aus ihren Löchern und da blieben sie auch.
Wieder ein Schatten. Diesmal größer, behäbiger. Zu groß für eine Ratte. Wieder hält Paul inne. Horst stoppt ebenfalls und hält zusammen mit Paul Ausschau. Sie sind ein Team, arbeiten jetzt schon seit Monaten zusammen. Sie müssen sich nicht absprechen. Während Paul die linke vordere Seite observiert, gibt ihm Horst von hinten Deckung und hält die rechte Seite im Auge.
Ein kehliges Stöhnen zieht die Aufmerksamkeit der beiden auf sich. Es ist ein leises Stöhnen, ein Stöhnen, das neben den Ratten die Straßen der deutschen Städte beherrscht, seit dem Tag, an dem die Toten kamen. Das Stöhnen verliert sich in den Ruinen, scheint aus mehreren Richtungen gleichzeitig zu ertönen, ist schwer zu lokalisieren. Sie sind auf einer Erkundungsmission, sind für einen Kampf nicht ausgerüstet und außerdem in der Unterzahl.
Als Patrouillenführer beschließt Paul vorerst abzuwarten und gibt Horst ein Handzeichen, in Deckung zu gehen, bevor er sich selber hinter einen Schutthaufen begibt und über den Haufen hinweg die kreuzende Straße im Auge behält. Kurz darauf kommt es um die rechte Häuserecke. Es ist einer der Alten, wie sie von Paul genannt werden. Ehemalige Menschen, die schon mehrere Monate als Untote durch die Gegend ziehen. Von seinen Kleidern ist fast nichts mehr übrig, die Reste hängen verschimmelt und in Fetzen an seinem durch Kämpfe gezeichneten Körper.
Mehrere Einschusslöcher weisen darauf hin, dass dieser Wiedergänger bereits mehrere Gefechte mit den Lebenden überlebt hat. Wahrscheinlich ganz im Gegensatz zu den Schützen, denkt sich Paul, der eine Konfrontation um jeden Preis vermeiden will. Der Wind weht den Gestank des Untoten über die Straße. Obwohl der Gestank seit Monaten ein ständiger Begleiter für die Überlebenden ist, rümpft Paul angewidert die Nase. Nie wird er sich an den Gestank gewöhnen und verflucht diese Dinger innerlich dafür.
Plötzlich stoppt es, dreht sich, scheint seine Nase in den Wind zu halten. Der Wind weht zum Glück von der anderen Seite, weg von Paul und Horst, doch irgendetwas lässt den Zombie in Pauls Richtung verharren. Paul bemüht sich, so leise wie möglich zu atmen, macht sich weniger Sorgen darum gesehen zu werden, als vielmehr vor der akustischen Wahrnehmung des Untoten. Ein lautes Stöhnen lässt Paul kalte Schauer über den Rücken wandern.
Plötzlich ein Geräusch aus Horsts Richtung. Paul wirft einen Blick zu Horst und erkennt sofort, dass es Horsts Fehler war. Ein Stein hatte sich durch Horsts Gewicht aus dem Schutthaufen gelöst und war auf eine Blechplatte gefallen. Der Lärm war sicher mehrere hundert Meter weit zu hören gewesen. Paul kann Horsts Gesichtsausdruck hinter dem Helm nicht erkennen, weiß aber, wie er sich jetzt fühlen wird.
Der Zombie reagiert sofort und setzt sich in Bewegung. Mit langsamen schlurfenden Schritten wankt er auf Horsts Position zu. Paul wägt seine Möglichkeiten ab. Ein gezielter Schuss könnte die Existenz des Untoten sofort beenden, würde aber noch mehr Untote auf sie aufmerksam machen, würde die aufgeschreckte Masse trotz Schalldämpfer in ihre Richtung lenken. Paul entscheidet sich für einen Abbruch, gibt Horst das Zeichen zum leisen geordneten Rückzug, springt auf und weicht mit schnellen Schritten zurück.
Horst tut es ihm gleich, erhebt sich aus seiner Deckung und sichert den Rückzug nach hinten. Noch ist nur ein Untoter zu sehen, die Erfahrung hat aber gezeigt, dass das nicht lange so bleiben wird. Aus dem Grund ist Paul auch nicht überrascht, als aus einer Ruine zwei weitere Untote herauskriechen und drohen, Paul und Horst den Rückweg abzuschneiden.
Paul hat die Möglichkeit, die beiden abzuschießen, oder das Tempo zu erhöhen und sich so dem Zugriff der beiden zu entziehen. Paul entscheidet sich für die erste Möglichkeit, will keine Kräfte verschleißen. Mit Handzeichen gibt Paul Horst zu verstehen, die Untoten anzugreifen und weist Horst den linken Untoten zu. Paul selbst nimmt den rechten der beiden ins Visier und drückt ab, ohne auf ein weiteres Feedback von Horst zu warten. Während er sich umdreht, um ihrem Verfolger den ewigen Frieden zu schenken, sieht er noch aus den Augenwinkeln, wie der andere Zombie in einer Wolke aus Blut und Gehirn vergeht. Ein kurzer Augenblick später ist auch ihr Verfolger Geschichte.

Kommentare:

  1. Super! Endlich geht's wieder los. xD
    Stimmung stimmt auch. Nur einen Rechtschreibfehler hab ich zu bemängeln: es müsste einer von den Alten heißen. Alten schreibt man gross. Ich alter Klugscheisser, ne? Ansonsten Top

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  2. Fängt schon Mal gut an. :D

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  3. Danke.

    Morgen gibt's erstmal eine Rückblende, um den Anschluß zu Band 1 zu schaffen. Außerdem werd ich ein paar bereits bekannte Facts wiederholen, um auch Neuleser abzuholen. Ich will also gleich zu Beginn das besser machen, was ich bei Band 2 versäumt hab.

    Ich hoff trotzdem, dass es für treue Leser trotzdem nicht langweilig wird. Ich fass mich auch ganz kurz und bau die Facts in die Story ein. So... halbwegs.

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  4. Ohne das ich Band zwei gelesen haben (wann ist denn die Korrektur fertig)bin ich gerade darüber gestolpert, das es schon Band 3 gibt und dieser wieder in Deutschland spielt. Der Prolog gefällt mir schonmal. Scheint einige Monate in der Zukunft zu liegen.

    Ich würde das Thema Zombies in Deutschland ganz langsam entwickeln. Es gibt aus dem deutsprachigen Raum meines Erachtens nichts vergleichbares. Also Munition schön einteilen-wie im (echten)Zombieleben ;-)

    VG
    Erich

    Ach und veröffentliche doch eine Version für den Sony Reader. Ich würde gerne für dein Buch zahlen. Habs nun per PDF auf meinem Reader.

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  5. Wie Band 3 zeitlich einzuordnen ist, ergibt sich noch aus dem Prolog. Genauer spielt er ungefähr ein Jahr nach dem Ende von Band 1.

    Band 2 ist von den Ereignissen in Band 1 und 3 komplett unabhängig, eigentlich eher ein Spinoff. Du kannst also ruhig Band 3 lesen, ohne Gefahr zu laufen, extrem gespoilert zu werden. Also fast.

    Das bringt mich dann auch gleich zu Band 2. Ich bin da im nachhinein recht unglücklich damit. Um nicht noch so ein Fehlerfiasko wie Band 1 zu veröffentlichen, muss ich da noch ordentlich Arbeit reinstecken. Neue Geschichten schreiben find ich lustiger, als alte zu korrigieren. :)

    Ich hab mir jetzt aber fest vorgenommen, dass ich nach der Beendigung von Band 3 die Korrekturen direkt danach angehen werde. Oder die von Band 3 und den zuerst veröffentlichen. Mal schaun. In Band 2 müsst ich teilweise ganze Kapitel neu schreiben, oder die Beziehungen der Figuren untereinander neu ordnen. Das hat so nicht ganz gepasst.

    Was Veröffentlichungen auf anderen Plattformen angeht, hab ich mich noch gar nicht informiert. Von David Gray wurde mir Smashwords empfohlen, evtl. test ich das mal. Darüber veröffentlicht man aber anscheinend auch nur im Apple- und einem US-Shop.

    Schade, dass es nicht einen Anbieter gibt, der das eBook gleich auf allen möglichen Plattformen einstellt. Also quasi wie ein Verlag, aber nur im eBook-Sektor. Hmmm... Geschäftsidee! :)

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