Montag, 20. Juni 2011

Über ungedeckte Schecks und Literaturpäpste im öffentlichen Fernsehen

Hand hoch: Wer kennt das Literaturmagazin "Druckfrisch"? Ah, du, da hinten. Sehr gut. Setzen, eins.

Und wer kennt Dennis Scheck? Literaturkritiker, ach, was sag ich, Literaturpapst, unterwegs im Auftrag des öffentlichen Fernsehens. Keiner? Auch gut, ich auch nicht.

David Gray kennt ihn dafür umso besser, und verfolgt seine Sendung regelmässig. Eins missfällt dem David dabei aber, nämlich wie Herr Scheck mit Exemplaren von Büchern umspringt, die nicht seinem Gusto entsprechen. Diese werden kurzerhand in der Ablage P entsorgt. Meiner Meinung nach für Machwerke wie das von Thilo Sarrazin ein mehr als angemessener Ort.

Wer mich zudem länger und meine alten Reviews auf Heavyhardes.de kennt, der weiß, dass ich Bands auch nicht immer mit Samthandschuhen angefasst hab.

Darf Kritik unter die Gürtellinie gehen, oder sollte man vor dem Künstler, oder dem Schaffenden, genügend Respekt behalten? Sollte man die zweifelsfrei investierte Lebenszeit zumindest mit Respekt honorieren, unabhängig davon, wie schlecht der Rest ist? Meinungen sind bei mir und auf Davids Blog willkommen.

Kommentare:

  1. Ich finde eine Kritik kann schon etwas sarkastisch sein, aber man darf nicht unter die Gürtellinie fallen, da jeder Mensch etwas Respekt verdient hat.

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  2. Der Argumentation folgend, sollte der, der das Werk verbrochen hat, aber auch seinem Publikum gegenüber respektvoll handeln.

    Wenn ich nun erkenne, dass der Schaffer in seinem Werk nur den Sinn zieht, dem Publikum damit das Geld aus der Tasche zu ziehen, sollte ich auch dann noch respektvoll mit ihm umgehen? Oder denk ich da zu simpel (wie du mir, so ich dir)?

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