Montag, 25. Juli 2011

Books of the Dead - Tagebuch der Apokalypse 2 von J. L. Bourne

Grad Limit beendet, hab ich mich gleich an die just erschienene Fortsetzung von Tagebuch der Apokalypse gemacht. Der erste Teil hat mich ja durchaus begeistern können. Ich zitiere mal kurz meine Amazon-Rezension dazu:

Man kann diesem Buch ja einiges vorwerfen, was ja einige hier schon getan haben. Das Buch ist jetzt weder besonders anspruchsvoll, noch besonders einfallsreich, noch besonders spannend. Es ist aber eins: authentisch.

Ja, wie jetzt? Wie kann ein Zombieroman authentisch sein?

Nun, es ist einer der wenigen Romane, bei dem man sich nicht ständig an den Kopf fasst. Es ist einer der wenigen Romane, bei denen die Protagonisten so agieren, wie ICH mir vorstelle in solchen Situationen zu agieren, z. B. Ablenkungsmanöver starten mit lauter Musik oder einem Autoradio.
Besonders authentisch wird's dadurch, dass der Autor nach eigenen Angaben selbst Berufssoldat ist und sich so wahrscheinlich sehr leicht in seinen Hauptcharakter hineinversetzen kann.

Das macht dann auch Spaß zu lesen. Große Literatur ist es nicht, als Zombieroman aber empfehlenswert. Auch wenn ich Eden und World War Z (Wer früher stirbt...) noch a bisserl besser fand.

Das würd ich so immer noch unterschreiben.

Vor allem den realistischen Touch des Buchs hab ich versucht, auch in meine Geschichten einzubringen und hoff, dass es mir gelungen ist. Darüber hinaus ist Bourne, wie schon erwähnt, auch Berufssoldat und kann besonders damit punkten.

An der Stelle kann ich dann auch gleich die Brücke zum neuen Buch schlagen. Auch hier steht Authentizität an erster Stelle. Wieder wird im Tagebuchstil erzählt und wieder steht der aus dem ersten Teil bekannte Offizier im Mittelpunkt.

Leider beginnt das zweite Buch etwas zäh. Die aus dem ersten Teil bekannte Basis bietet relative Sicherheit und nur langsam und anfangs noch recht konstruiert passiert überhaupt etwas. Zum Glück überreißt's Bourne nach dem ersten Drittel und schafft es doch noch, den Charakter wieder in eine Situation zu bringen, in der er seine Fähigkeiten und seinen unbedingten Willen zu überleben einbringen darf und vor allem: muss.

Zum Ende hin lässt das Buch leider irgendwie nach und das Ende... ja, ich will ja nicht spoilern, aber die letzten Seiten des Buchs lassen für den dritten Teil etwas erwarten, von dem ich mir vorstellen könnte, dass ich das nicht haben möchte.

Dazu kommt noch die Länge. Es gibt ja Leute, wenn ich nach den Amazon-Bewertungen von Dämmerung geh, denen mein Buch zu kurz war. Gut, im Vergleich zu Schätzing steh ich da wirklich nicht gut da, aber Tagebuch der Apokalypse 2 dürfte mit Dämmerung was die Länge angeht, ungefähr auf einer Stufe sein, gefühlt war ich da sogar noch schneller durch. Schade eigentlich, grad der gute Mittelteil hätte meiner Meinung nach noch a bisserl mehr Futter vertragen können.

Lange Rede, kurzer Sinn: schwächer als der erste Teil, aber immer noch empfehlenswerte Zombieliteratur.

Ich könnt mir übrigens vorstellen, dass einige mit der Wendung, die Untot Band 3 nehmen wird, auch nicht so glücklich sein werden. Aber ich will da jetzt nicht zu viel verraten.

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