Freitag, 15. Juli 2011

Motivation und andere Gedankengänge

In den Kommentaren kam die Frage auf, woher ich die Motivation nehme, täglich ein Kapitel abzuliefern. Weil die Antwort etwas länger wurde und es evtl. auch andere interessiert, hab ich einen eigenen Blogeintrag daraus gemacht.

Das mit der Motivation ist so eine Sache. Meine Motivation zu Beginn war, dass ich eine Geschichte schreiben und zu Ende bringen wollte. Um meine Motivation zu steigern, war mein Ziel, jeden Tag ein Kapitel zu schaffen. Damit ich da auch so eine Art Verpflichtung entwickle, hatte ich die Idee mit dem Blog, der eh brach lag.

Gut, also Kapitel in dem Sinn, dass ich in Word jeden Tag eineinhalb bis zwei DinA4-Seiten fülle. Im eigentlichen Sinn stellen die Kapitel ja selten 'echte' Kapitel dar.
Das war meine anfängliche Motivation.

Dann gab's die ersten Leser und das erste Feedback. Nicht hier, sondern im Maniac-Forum, das hier schon das eine oder andere Mal erwähnt wurde. Speziell Lord Chaos, tak und Sachiel fallen mir in dem Zusammenhang ein, die mir schon früh positives Feedback zukommen ließen. Ihr rockt!
 
Als das erste Buch fertig war, hatte ich die Idee mit Mexiko und hab mich dann einfach dran, bzw. weiter gemacht.

Dann wurde Kindle in Deutschland gelauncht und mein Buch stieg für mich überraschend einige Zeit ganz gut in die Kindle-Charts ein. Das allein war nett, aber noch nicht so DER Motivator. Der kam, als dann langsam die ersten positiven Reviews eintrudelten, weil DAMIT hatte ich dann wirklich nicht gerechnet. Wer meine eigene Abrechnung mit dem Buch auf dem Blog hier kennt, der weiß, was ich meine.

Das hat mir dann einen richtigen Motivationsschub verpasst. Das war das erste Feedback von Leuten, die Geld für mein Buch ausgegeben hatten und die ich nicht indirekt über Foren kannte. An alle Käufer und Amazon-Feedback-Schreiber: ihr rockt ebenfalls!

Nach Band 2 war die Motivation trotzdem a bisserl weg. Ich hatte zwar schon einen Rahmen für Band 3, aber wollte erst mit Band 3 anfangen, wenn ich Band 2 korrigiert und lektoriert habe. Das zog sich. Und zog sich. Und irgendwie hab ich das immer weiter vor mir hergeschoben.

Dann wurden Stimmen laut, die eine Fortsetzung forderten. Also hab ich die ersten zwei mageren Kapitel zu Band 3 aus der Schublade gezogen und das erste Feedback hat mich dann so motiviert, dass es seitdem wieder aus mir raussprudelt. Mal mehr, mal weniger gut, aber es läuft. Schön regelmäßig. Seitdem gibt es auch auf einzelne Kapitel immer wieder Feedback, was mir zeigt, dass es Leute auch wirklich lesen und DAS motiviert mich am allermeisten. An Thex und alle anderen Leser: ihr rockt täglich. :)

Seitdem ich mit Tanja eine Korrekturleserin habe, die neben Rechtschreibfehlern auch noch Logikrätsel auflöst, Formulierungen entzerrt, Wortwiederholungen verbessert und mir daneben noch mit Fragen zur Polizeiarbeit helfen kann, ist meine Motivation wieder ins Unendliche gestiegen. Tanja rockt natürlich ebenfalls. :)

Ansonsten möchte ich noch auf meine Schreibregeln verweisen, die ich im Blog von David verewigt habe und ich denen auch indirekt auf das Thema eingehe.

Letztendlich sollte man Motivation auch aus kleinen Dingen ziehen können. Auch wenn's anfangs vielleicht fünf Leser waren, waren es doch fünf Leser, die sich die Zeit genommen haben, hier regelmäßig reinzuklicken, und meine Geschichte, meine Gedankengänge zu verfolgen. Allein das war für mich schon eine Riesenehre und Motivation und der Grund, warum ich jetzt immerhin schon bei der dritten Geschichte, beim dritten Band, bin. Und das ist etwas, dass ich mir letztes Jahr, als ich die ersten Zeilen geschrieben hab, nie gedacht hätte. Also das ich heute immer noch hier sitze und Kapitel um Kapitel veröffentliche.

Kommentare:

  1. Danke für die ausführliche Antwort.
    "Motivation auch aus kleinen Dingen schöpfen". Ich werde darüber nachdenken.

    Grüsse
    stonecold

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