Sonntag, 6. November 2011

Film-Tripple: Pandorum, Machete und Terminator: Salvation

Wenn die Frau und der Sohn aus dem Haus sind, dann tanzt die Surroundanlage.

Beginnen wir mit Terminator: Salvation. Was musste Mc G Prügel für diese Verfilmung einstecken. Das sei kein richtiger Terminator, er würde die Zeitlinie missachten und überhaupt wurde das vorher so tolle Drehbuch abgeändert, weil Christian Bale so ein Egomane sei. Letzteres gibt er auch freimütig in den Kommentaren zu, aber davon abgesehen bleibt noch ein furioses Actionspektakel übrig.


Natürlich hat es nicht das Look and Feel der Zukunftssequenzen aus T1 und T2 und natürlich könnte man scheiße finden, dass Mc G nicht immer den Anschluss zur vorangegangen Trilogie findet.

ABER! Aber das ist scheißegal. Einfach, weil der Film rockt. Es rummst, es kracht und es gibt Terminatoren. Der Film kommt kaum zur Ruhe, ohne den Zuschauer dabei zu überanspruchen. Als Negativbeispiel möchte ich hier kurz Charlies Engel, eine frühere Arbeit von Mc G, in den Raum werfen. Nein, auch Salvation lässt den Zuschauer kaum zur Ruhe kommen und wirft ihn zusammen mit den Hauptdarstellern von einem Gefecht in das nächste. Aber es funktioniert. Die Surroundanlage findet keine Pause, weiß aber auch die Effekte sauber zu trennen und brummt nicht unkontrolliert vor sich hin.

Das Bild der Blu-ray ist knackscharf, zumindest für meine ungeübten Augen, und die Sprecher sind nahe an den Originalsprechern. So weit ich das nach ca. 30 Minuten im Maximum Movie Mode und der Originalsynchro, beurteilen kann. Spätestens wenn das Originalthema die Gläser in der Vitrine klirren lässt, setzt die Gänsehaut ein.



Neben Terminator 3 ein weiterer unterschätzter Ableger der Serie. Achja. Ich fand Teil eins besser als den zweiten. War und ist Teil 2 der quasi perfekte Actionfilm, ist Teil 1 ein kleiner, dreckiger Bastard, aber ein kleiner, dreckiger Bastard mit einer verdammt dichten Atmosphäre. Letzteres fehlt meines Erachtens Teil 2 etwas.

Pandorum hatte ich auch schon länger auf meiner “Muss ich sehen”-Liste und vor einiger Zeit für kleines Geld bei einer Aktion auf Blu-ray erstanden.

Dabei handelt es sich um ein richtiges Kleinod. Deutsch/Englischer Horror im Weltall ist angesagt. Ein Genre, das ohnehin stark unterbesetzt ist. Da hat es Pandorum gleich doppelt einfach. Aber selbst unter anderen Voraussetzungen würde der Film eine gute Figur machen. Der Film spielt geschickt damit, dass seine Charaktere nur langsam ihre Erinnerung wiederfinden und sie erst nach und nach um ihre eigene Identität wissen, oder um Funktionenn innerhalb des Raumschiffs.

Nach und nach wird die klaustrophobische Atmosphäre durch eine Atmosphäre der Panik ersetzt. Statt offener Konfrontation steht Flucht im Vordergrund. Survival Horror statt Schlachtplatte, quasi. Über allem steht der drohende Exodus und die ständige Ungewissheit, ob nicht die titelgebende Raumkrankheit Pandorum den Charakteren etwas vorgaukelt.




Persönlich war ich von dieser deutsch/britischen Koproduktion mehr als überrascht, nicht zuletzt auch deshalb, weil die Tricks und Special Effects eine sehr gute Figur gemacht haben.

Machete schreibt keine SMS und vor allem macht Machete keine Gefangene. Stattdessen lässt Machete das erwähnte Buschmesser sprechen und spaltet damit alle möglichen Körperteile.

Danny Trejo liefert dabei eine manchmal plumpe Vorstellung und kennt gerade mal zwei Mimiken, ist dabei aber dem ebenfalls beteiligten Steven Seagal noch weit überlegen. Beide agieren teils etwas plump, was nicht zuletzt daran liegen könnte, dass sie beide nicht mehr zum jüngsten Eisen zählen. Dafür liefert De Niro eine solide Vorstellung, wenn auch leicht zum Overacting neigend.

Macht aber alles nix, weil der Film auf seine Art trotzdem funktioniert.

Die Handlung dient ohnehin nur als Aufhänger für furioses Gemetzel, Oneliner und aufwändige Stuntszenen. Dabei ist alles extrem überdreht, womit sich der Kreis zu De Niros Overacting wieder schließt. Wer Niveau, Story oder ausgefeilte Charaktere braucht, sollte sich einen Kräutertee aufbrühen und irgendwas anderes schauen. Alle anderen machen sich ein Bier auf, rufen ein paar Freunde zusammen, und genießen Blut, Blut und Titten. Huargh!

Dienstag, 1. November 2011

Zombies from outer Space – Die Premiere

Geladene Gäste konnten gestern, pünktlich zu Halloween, im Cineplex Vilsbiburg bei der Premierenfeier einen ersten Eindruck von Zombies from outer Space erhaschen. Eine Gelegenheit, die ich mir natürlich nicht entgehen ließ, sehnte ich doch diesen Zeitpunkt seit dem Interview mit Martin Hager schon sehnlichst herbei.

Bereits die Anfahrt gestaltete sich gespenstisch. Hexen, Teufel und andere Gruselgestalten bevölkerten die Straßen und dichte Nebelwolken zogen über das Land. Schon bald bereute ich meine Entscheidung, den kürzesten Weg querfeldein genommen zu haben. Meine Überlegung, dass ich bei dichtem Nebel ohnehin nicht viel Zeit auf Autobahn und Bundesstraßen gutmachen würde, entpuppte sich schon bald als fataler Fehler.

Neben Ortschaften säumten auch enge, kurvenreiche und mit viel zu wenig Leitpfosten ausgestattete Waldstraßen meinen Weg. Sichtweiten unter 50 Meter forderten meine volle Aufmerksamkeit. Bezeichnend, dass der Heimweg trotz Umweg in bedeutend kürzerer Zeit zu bewältigen war.

Hauptdarstellerin Judith Gorgass mit Günther Brenner
Bei meiner Ankunft hatte sich bereits eine große Menschentraube vor dem Premierenkino versammelt, um mit einem Glas Sekt auf den Film anzustoßen. Als Fahrer verzichte ich dankend, greife stattdessen zu Cola und suche mir einen Platz. Dort harre ich der Dinge, die noch kommen würden.  

Nachdem sich der Saal gefüllt hatte, nutzten die Macher des Films, Martin Hager, Martin Faltermeier und Sebastian Schmidt, die Gelegenheit, und richteten Dankesworte an die versammelten Schauspieler, Helfer, Statisten und Personen im Hintergrund. Warme Worte, und auch immer wieder mit Applaus der Anwesenden bedacht.

Über den Film schreibe ich an anderer Stelle (und nach Klärung eines möglichen Review-Embargos) und springe daher gleich weiter zur Aftershowparty. Bei dieser erhielt ich dann die Gelegenheit, mich mit diversen Beteiligten auszutauschen und einige Bilder zu schießen, die sich hier auf dieser Seite wieder finden.

Martin F.

Buffet mit Selbstbedienung

Filmplakate, Requisiten und Masken aus dem Film verliehen dem Raum etwas Atmosphäre. Leberkäse, Fingerfood und Knabbereien sorgten für das leibliche Wohl. Das wirklich interessante für mich war aber, Schauspieler und Statisten aus dem Film ohne Maske und in „natürlicher Umgebung“ zu erleben. Besonders Manuela Bauer, im Film die "gschnappige" Theresa, erwies sich im wahren Leben als wesentlich umgänglicher.

Was allen gemein war, war die Erleichterung darüber, dass der Film endlich abgeschlossen ist und die Anstrengungen gerade der letzten Wochen endlich zu einem Ergebnis geführt haben. Auch, dass auf der großen Leinwand noch einige Filmfehler aufgefallen sind, wusste die Stimmung nicht zu trüben. Das Gefühl, einen unfertigen Film abgeliefert zu haben, verfolgt einen gewissen George Lucas schließlich schon seit über 30 Jahren.

Gruppenbild

Als nächstes folgen Vorführungen auf Festivals, bei denen der Film (mit Untertiteln) einem größeren Publikum präsentiert werden soll.

Weil ich die Schnittmenge aus Bayern und Zombies einfach gut finde, werde ich das Thema weiter verfolgen, unter anderem mit einem weiteren Interview.

Gruppenbild zum zweiten

(Von links unten nach rechts oben: Martin Hager, Sebastian Schmidt, Martin Faltermeier, Judith Gorgass, Manuela Bauer, Florian Kiml, Günther Brenner, David Scharschmidt, Klaus Tissler (tbc), Kristin Anaid (tbc) und Guido Böhm (tbc))

Die Partylocation von 'oben'