Freitag, 23. Dezember 2011

Books of the Dead: Stadt der Toten von Brian Keene

Erinnert sich noch jemand an meine Kritik zu Auferstehung? Wenn nicht, auch nicht weiter schlimm, ist ja schon ein paar Monate her.

Wer sich vornimmt Stadt der Toten zu lesen, sollte aber zumindest das Buch nachholen, ist es doch der direkte Nachfolger zu Auferstehung.

Hat mich Auferstehung noch mit einem extrem unbefriedigendem Ende zurückgelassen (jaja, Dämmerung hatte auch ein eher suboptimales Ende, aber das von Auferstehung war schon fast unverschämt), setzt die Geschichte hier direkt am Ende an, und führt die Reise der Gefährten weiter. Dieses Mal führt sie ihre Reise direkt ins Herz der Infektion, nach New York.

Ein exzentrischer Milliardär hat dort ein Bollwerk erschaffen, das allen Überlebenden Schutz bieten soll. Ein Hochhaus, ausgestattet mit modernster Sicherheitstechnik, trotzt seit Ausbruch der Dämoneninvasion dem Ansturm der Dämonen und bietet rund 300 Menschen eine Heimat. Doch mit der Ankunft von Ob, dem Führer der Dämonen, organisiert sich die untote Armee neu und plötzlich wird das Bollwerk zur Mausefalle.

Hab ich an Auferstehung noch kritisiert, dass die Bedrohung zu selten greifbar wird, gibt Keene bei Stadt der Toten so richtig Gas. Die permanente Bedrohung ist nun jederzeit spürbar, der Paniklevel durchgehend hoch und das koordinierte Vorgehen der Dämonenhorden sorgt fast schon zu häufig dafür, dass man als Leser jederzeit den Untergang der menschlichen Rasse vor Augen hat.

Natürlich sind die Untoten auch hier wieder keine richtigen Zombies und ja, auch dieses Mal fühlt es sich "falsch" an. Auf der anderen Seite lässt Keene dem Leser dieses Mal kaum Zeit um Luft zu holen, peitscht sie von einer Katastrophe zur nächsten und auch dieses Mal ist das Ende eine Unverschämtheit, die die ganze Geschichte ad absurdum führt.

Aus dem Grund drei von fünf Dämonenzombies

Books of the Dead: Infektion von Ben Tripp

Juhu, neues Zombiefutter. Infektion nennt sich das Werk von Ben Tripp und konfrontiert uns erneut mit der Zombieapokalypse.

In diesem Fall bricht das Grauen über eine amerikanische Kleinstadt herein, als aufgrund einer geheimnisvollen Infektion mal eben 95 % aller Menschen dahingerafft werden. Damit nicht genug, erheben sich kurz darauf die meisten von den Toten. Anfangs noch passiv, beginnen sie schon bald Jagd auf die Lebenden zu machen und ihnen das Fleisch von den Knochen zu reißen. 

Gut, der Anfang erinnert noch dezent an David Moodys Herbst-Reihe, danach orientiert sich Tripp aber wesentlich stärker an den klassischen Zombies und der langläufigen Infektionsmethode über Bisse.

Die Hauptrolle übernimmt der weibliche Sheriff des Kaffs, die erst eine Gruppe Überlebender in Sicherheit bringt, bevor sie sich auf die Suche nach ihrer verschwundenen jüngeren Schwester macht. Ab dem Zeitpunkt lässt die Geschichte aber auch leider ein Stück weit nach. Ist die anfängliche Infektion und die Flucht noch packend inszeniert, gestaltet sich die Suche nach der Schwester leider etwas zäh, wird von unglaublichen Zufällen, unlogischen Entscheidungen und fast schon zu viel Glück überschattet. Dazu kommt eine private Militärtruppe, die führungslos über das zerstörte Land herfällt.

Immer wieder scheint es, als wollte Tripp sein Werk nicht zu einem Ende führen, packt immer weiter noch oben was drauf, ohne dass die Geschichte davon wirklich profitiert. Auf der anderen Seite bekommt man dafür aber ordentlich Lesestoff geboten. Gerade im Zombiegenre, in dem die meisten Bücher ja dann doch eher Häppchen sind - und da nehm ich mich selber gar nicht aus - eine positive Eigenschaft. Auch wenn die Geschichte teilweise zu viele Elemente enthält, bleibt sie doch jederzeit flüssig zu lesen und doch spannend genug, um den Leser bei der Stange zu halten. Am Ende wirds leider scheiße. Das letzte Kapitel hätte Tripp sich sparen können.

Trotzdem locker vier von fünf ausgeweideten Menschen

I wish you a merry christmas

...and a happy new year! Feliz Navidad! Frohe Weihnachten!

Zugegeben war ich die letzten Monate etwas faul, hab mich wieder stärker aufs konsumieren beschränkt, meine Batterien aufgeladen. Drei Geschichten am Stück, noch dazu in der eh schon knappen Freizeit, haben mich geschichtenmässig etwas ausgebrannt. Zudem war die Zeit nach meinem Urlaub auf Arbeit relativ stressig und die Motivation eine neue Geschichte zu beginnen etwas niedrig. 

Trotzdem hab ich eine kleine Weihnachtsüberraschung. 

Zum einen die finale Version der Kurzgeschichte, die ich hier vor ein paar Monaten schon mal vorgestellt hab. Die Juroren fanden es nicht mal nötig, mir eine Absage zu schreiben. Gut, war ja im Prinzip auch eine extreme Themaverfehlung, aber wenigstens ein "Sorry, nicht ganz das, was wir suchen." hätts schon sein dürfen. 

Zum anderen hab ich die Arbeiten an Band 4 aufgenommen. Mein Ärger, dass ich Teile meiner Geschichte in einem Metro-Ableger wieder erkannt habe, sind verklungen. Also Ärger auf mich selber. Dafür kann der andere ja nix. 

Das schwierigste ist ja immer der Einstieg und den hab ich jetzt hinter mich gebracht. Über die Feiertage werd ich naturgemäß nicht so produktiv sein, aber ich bin ganz zuversichtlich, dass ich da nächstes Jahr wieder an den Start gehen kann.

Auch hab ich noch ein neues Interview mit den "Zombies from Outerspace"-Machern auf Halde. Da wollt ich noch etwas zeitlichen Abstand zum Launchevent reinbringen und andererseits den Abstand bis zur ersten öffentlichen Vorführung verringern. Andernfalls verpufft das ja so a bisserl, find ich. Einerseits sollen Berichte/Interviews ja den Hype schüren, andererseits aber auch den Launch begleitend das Produkt, also in dem Fall den Film, ins Gespräch bringen. Schwierig, weil zum Zeitpunkt des Interviews noch nicht bestätigt war, wann und wo der Film das erste Mal öffentlich präsentiert wird. Aber ich laber wieder und laber... 

Hier als kleine Entschädigung für die Durststrecke der letzten Monate die finale Version (4999 Zeichen) von...

Ausbruch