Freitag, 23. Dezember 2011

Books of the Dead: Infektion von Ben Tripp

Juhu, neues Zombiefutter. Infektion nennt sich das Werk von Ben Tripp und konfrontiert uns erneut mit der Zombieapokalypse.

In diesem Fall bricht das Grauen über eine amerikanische Kleinstadt herein, als aufgrund einer geheimnisvollen Infektion mal eben 95 % aller Menschen dahingerafft werden. Damit nicht genug, erheben sich kurz darauf die meisten von den Toten. Anfangs noch passiv, beginnen sie schon bald Jagd auf die Lebenden zu machen und ihnen das Fleisch von den Knochen zu reißen. 

Gut, der Anfang erinnert noch dezent an David Moodys Herbst-Reihe, danach orientiert sich Tripp aber wesentlich stärker an den klassischen Zombies und der langläufigen Infektionsmethode über Bisse.

Die Hauptrolle übernimmt der weibliche Sheriff des Kaffs, die erst eine Gruppe Überlebender in Sicherheit bringt, bevor sie sich auf die Suche nach ihrer verschwundenen jüngeren Schwester macht. Ab dem Zeitpunkt lässt die Geschichte aber auch leider ein Stück weit nach. Ist die anfängliche Infektion und die Flucht noch packend inszeniert, gestaltet sich die Suche nach der Schwester leider etwas zäh, wird von unglaublichen Zufällen, unlogischen Entscheidungen und fast schon zu viel Glück überschattet. Dazu kommt eine private Militärtruppe, die führungslos über das zerstörte Land herfällt.

Immer wieder scheint es, als wollte Tripp sein Werk nicht zu einem Ende führen, packt immer weiter noch oben was drauf, ohne dass die Geschichte davon wirklich profitiert. Auf der anderen Seite bekommt man dafür aber ordentlich Lesestoff geboten. Gerade im Zombiegenre, in dem die meisten Bücher ja dann doch eher Häppchen sind - und da nehm ich mich selber gar nicht aus - eine positive Eigenschaft. Auch wenn die Geschichte teilweise zu viele Elemente enthält, bleibt sie doch jederzeit flüssig zu lesen und doch spannend genug, um den Leser bei der Stange zu halten. Am Ende wirds leider scheiße. Das letzte Kapitel hätte Tripp sich sparen können.

Trotzdem locker vier von fünf ausgeweideten Menschen

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