Dienstag, 10. Juli 2012

App of the Dead

Gibt es untote Apps? Wenn nicht, dann hab ich eben die erste erfunden.

Aus dem Appstore schon seit ein oder zwei Jahren spurlos verschwunden, hab ich ihr auf Youtube ein neues, untotes Leben eingehaucht:


Jetzt kann man natürlich darüber streiten, wie sinnvoll das Video einer App ist, aber irgendwie tat es mir um die Grafiken und die seinerzeit liebevoll eingesprochenen Sprachsamples leid. 

Diese App stellt auch gleichzeitig die hier erwähnte Kooperation mit David dar. Die Idee, die Sachen auf Youtube zu stellen, kam mir auch folgerichtig, nachdem ich meinen gestrigen Blogpost verfasst hatte.

Ich weiß, dass das jetzt auch nichts Besonderes ist, aber evtl. kann ich dieses Kapitel damit für mich endlich abschließen. Dieser kapitale Misserfolg lag mir lange genug schwer im Magen.

Montag, 9. Juli 2012

Ein Zombie saß am Frühstückstisch

Auf dem Blog von David Malambre bin ich heute über ein hübsches Fundstück gestolpert (Die Verwendung geschieht mit freundlicher Genehmigung seitens Davids):


Die Tasse kann direkt im Kwimbi-Webcomic-Shop vorbestellt werden. Die Bestellungen werden bis zum 10. August gesammelt. Wer bis dahin nicht zugegriffen hat, geht leider leer aus. 

David selbst kenn ich schon länger. Unter anderem haben wir mal an einer mäßig erfolgreichen App zusammen gearbeitet, für die David wirklich tolle Bilder bereitgestellt hat. Die App ist vor ein, zwei Jahren sang- und klanglos aus dem App-Store verschwunden. Schade eigentlich. Ich fand die vom Prinzip her gar nicht sooo übel, leider war die Umsetzung suboptimal. Eventuell post ich mal ein paar Bilder, wenn ich sie noch finde. 

Samstag, 7. Juli 2012

Movies of the Dead: Zombie Apocalypse und Contagion

Zombie Apocalypse 
Von Asylum. Ein Meisterwerk.

Zumindest für Asylum-Verhältnisse. Ganz ehrlich: sooo schlecht fand ich den jetzt gar nicht. Im Gegensatz zu anderen Asylum-Produktionen war der gar nicht sooo hohl, teilt aber eins der üblichen Asylum-Grundübel. Das Budget.


Und natürlich die Story. Die findet auf einer Serviette Platz. Eine Gruppe Überlebender zieht nach Osten und sucht eine Insel, die angeblich vom Militär noch gehalten wird und regelmässig eine Fähre entsendet.


So weit, so belanglos.


Dass der Film zumindest B-Film-gestählten Zombiefreunden trotzdem nicht langweilig wird liegt an den gar nicht mal so schlechten Zombiemasken und auch daran, dass sich die Charaktere im Gegensatz zu vielen anderen Zombieslashern meistens nicht wirklich doof verhalten. Keiner rennt allein rum, also fast keiner, man versteht die Zombies mit anderen Geräuschquellen abzulenken und auch die Art der Fortbewegung ist wohl überlegt.


Das alles wirkt so, als hätte der Drehbuchschreiber wenigstens den Zombie-Survival-Guide gelesen. Immerhin.


Aber ach je, das Budget (ha, das reimt sich).


Gut, die Masken sind gar nicht sooo übel und es kommt auch immer wieder zu Zombie-Massenaufmärschen. Aber die CGIs... *urghs*


Köpfe explodieren an Stellen, die nie den Lauf eines Gewehrs gesehen haben und Kopfschüsse werden mitunter aus einer fließenden Bewegung heraus verteilt, dass die Jolie in Wanted ihre Freude daran gehabt hätte.


Richtig lächerlich wird's aber dann, wenn ein schwerkalibriges MG aus einem Einkaufswagen (!) ohne Rückstoss abgefeuert wird, auf der linken Seite die leeren Patronenhülsen fliegen, der Gurt sich auf der anderen Seite aber keinen Millimeter bewegt. 


"Fällt keinem auf, müss ma nich ändern, lass ma drin. Schnitt aus fertig."


Auch der finale Kampf ist überflüssig wie ein Kropf und zieht den Film durch die miese CGI gleich nochmal ein Stückchen runter. Hätten sie es sich gespart - keiner hätte sich beschwert. Aber es hat am Ende noch unbedingt einen Knalleffekt gebraucht, wie's scheint. Geht nur leider nach hinten los. 


Dafür sind die Dialoge für eine Asylum-Produktion erstaunlich... unschlecht. Also schon weit von gut entfernt, aber halt auch nicht so peinlich nichtssagend, oder einfach nur komplett belanglos, um Lücken zu füllen und die Spielzeit zu strecken. Meist wiederholen sie nur Bekanntes, aber die meiste Spielzeit wird bei ZA sogar mit Action gefüllt, die nicht schon komplett im Trailer abgefeiert wurde.


Teilweise stellt sich auch sogar sowas wie bleibender Eindruck ein, wenn es gelingt, die Welt als verlassenen und menschenfeindlichen Ort darzustellen. Oft misslingt das aufgrund der miesen CGIs, hin und wieder kommt dann aber doch so ein Gefühl auf, wie man es von den guten Zombie- und Seuchenfilmen kennt. Nur kurz. Aber immerhin.


Ist ZA ein guter Film?


Nein.


Ist ZA ein schlechter Film?


Ja. Ganz objektiv - ja.


Ist ZA ein guter Asylum-Film?


Ja, das ist er tatsächlich. Er ist besser als alles, was ich bisher von den Schrottfabrikanten gesehen hab und vor allem ist es der erste, den ich auch durchgehalten hab. Dafür beide Daumen nach oben.


Ich würd sogar so weit gehen und ihn gemessen am Zombie-Genre als durchschnittlich bezeichnen. Soviel filmisch großartiges hat das Genre bis dato ja nicht hervorgebracht (jaja, Romero, 28-Reihe (wenn ma jetzt mal nicht so kleinkariert sind was Infizierte und Zombies angeht), Snyder-Remake... dann wird die Luft aber schon dünn. Die Return-Reihe noch mit Einschränkungen, wenn man Komödien dazunimmt noch Shaun und Land of the Dead).


Ja, so gesehen befindet sich ZA tatsächlich irgendwo im Mittelfeld.


Teilweise wirkte er auf mich auch wie eine L4D-Verfilmung. Einige Charaktere erinnerten mich an Charaktere aus den Spielen. Irgendwie. Auch die immer wieder auftretenden Zombiewellen...


Lange Rede, kurzer Sinn: Zombie-Allesseher können einschalten. 

3 von 5 explodierten Zombiehirnen für Zombiefans
1 von 5 Facepalms für alle anderen


Contagion
 
Direkt nach dem Film wusste ich gar nicht so recht, warum mich der Film so gepackt hatte.

In weiten Teilen wirkt der Film gehetzt, nimmt sich oft nur sehr wenig Zeit für die Charaktere und wirkt meist seltsam distanziert. Vielleicht auch deswegen, weil  Sentimentalitäten größtenteils außen vor bleiben. Es tut aber auch mal gut einen Film aus Hollywood zu sehen, der nicht dauernd auf der Emoschiene versucht, Emotionen beim Zuschauer aufzubauen. Contagion beschränkt sich meiner Meinung darauf, die Bedrohung, die Seuche in den Mittelpunkt zu stellen und damit auf die Angst vor einem ähnlichen Szenario.

Ja, und trotz der fehlenden Emotionen (oder gerade deswegen?) war mir beim schauen extrem unwohl. Das war kein Outbreak (der mit Dustin Hoffman), den ich damals extrem enttäuschend fand. Das war auch kein Film, bei dem man sich dauernd ein schützendes "ist doch nur Hollywood" vorhalten kann.

Im Gegenteil ist der Film irgendwie erschreckend real. Verschwörungstheoretiker gegen die Wissenschaft - Ärzte müssten den Film eigentlich lieben - und das auch zuletzt allgegenwärtige Misstrauen gegenüber dem WHO ("Lieber lese ich von mir in der Zeitung, dass ich überreagiert habe, als für den Tod von Millionen verantwortlich zu sein" oder so ähnlich). Wer komische Blogs und Impfverweigerer kennt, der weiß, dass das nicht so weit von der Realität entfernt ist.

Beklemmend und realistisch ist die Hilflosigkeit, mit der man der Seuche gegenübersteht. Noch erschreckender, wie oft man sich selber erkennt. Als derjenige, der neben einem Infizierten im Bus sitzt, im Taxi, im Geschäft...

Beruhigend: Am Ende schenkt der Film dem Zuschauer dann doch noch einen kleinen Lichtblick am Ende des Tunnels.

Hm, doch, jetzt weiß ich, warum mich der Film so gepackt hat. Aber ich hab ja eh ein Faible für Seuchen, nicht nur Zombie-Seuchen. Hätt ich statt einem Zombieroman einen Seuchen-Roman geschrieben, wär der so ähnlich ausgefallen, schätz ich mal. Inklusive wilden Verschwörungstheorien, die dem WHO Panikmache vorwerfen und pipapo. 

5 von 5 Leichensäcken

 

Post an Wagner

Higgs-Boson. Alle Medien sprechen momentan von den Gottesteilchen. Außer Florian Freistetter von Scienceblogs. Macht aber nichts. Vielleicht hilft die Bezeichnung, die Entdeckung der breiten Masse so zugänglicher, verständlicher zu machen. Oder man verwirrt sie damit. 

Verwirrt ist auf jeden Fall F. J. Wagner, der lieber auf dem Balkon mit imaginären Freunden grillt. Was das eine mit dem anderen zu tun hat, weiß ich nicht. Aus dem Grund hab ich heute F. J. Wagner erstmals einen Brief geschrieben.

Lieber F. J. Wagner,

es freut mich, dass Sie (Gossengoethe, Schmierfink) das Elementarteilchen für kompletten Schwachsinn entdeckt haben.

Ohne dieses Teilchen gäbe es weder "BILD" noch Ihre Kolumne, weder Hetze, noch miese Berichterstattung. Dieses Teilchen hat "BILD" zu dem Hetzblatt gemacht, dass es heute ist.

Ihr Schmierfinken geht mir auf die Nerven mit Eurer Hetze, Eurem nahen geistigen Horizont.

Kein vernünftiger Mensch versteht das. Wie hilft mir das auf Erden, dass Ihr Bilder von Verstorbenen druckt, gegen Unschuldige hetzt und Menschen erpresst? Ich bin ein normaler Mensch, der noch einigermaßen bei klarem Verstand ist.

Es gibt nichts Schöneres, als mit guten Freunden ein Bierchen zu trinken, gute Musik zu hören und ein schönes Stück Fleisch (oder eine fleischlose Alternative) auf dem Grill. 

Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Warum muss ein Mensch mit dem geistigen Horizont eines Gürteltiers zu jedem Scheiß seinen Kommentar abgeben? Warum F. J. Wagner?

Herzlichst

Ihr A. H. T. Stetter

Donnerstag, 5. Juli 2012

Books of the Dead: Sand & Blut von Xander Morus

Hinweis: Heute und morgen kann das Buch im Rahmen einer Promotion noch kostenlos im Amazon-Kindle-Shop als eBook heruntergeladen werden.  Danach werden 2,99 Euro fällig.

Mit Sand & Blut präsentieren Isabell Schmitt-Egner und  Xander Morus zwei Thriller für den nächsten Badeurlaub. Kurz und knackig präsentieren sich die beiden Geschichten auf jeweils rund 50 dicht beschriebenen DINA4-Seiten und sollen für Kurzweil am Strand sorgen.

Aus der Amazon-Beschreibung:

Sandbank

Ein Thriller von Isabell Schmitt-Egner

Vier deutsche Studenten im Pärchenurlaub erleben einen tödlichen Albtraum, als sie auf einer einsamen Sandbank ausgesetzt werden. Doch der Durst und die Haie sind nicht ihre einzigen Gegner.

Ein verstörender Psychothriller in den Weiten des Pazifiks.

Rattennest

Eine Thriller-Novelle von Xander Morus

Eine kopierte Doktorarbeit. Ein perfekter Mord. Doch der beliebte Badesee des kleinen Universitätsstädtchens ist kein Grab für die Ewigkeit.

Liebe, Ruhm oder Tod. Ein alptraumhafter Horrorschocker!
 .
Noch ein Hinweis: Eine Kritik liefere ich nach, sobald ich die Geschichten gelesen hab. Aufgrund der aktuellen Promotion hab ich mich ausnahmsweise dafür entschieden, das Buch schon vorab anzupreisen.