Freitag, 30. November 2012

Prolog Teil 9



30.08.2013

Einen Wahnsinnserfolg konnte das Black Metal-Projekt Satanic Whisper verbuchen. Bereits mit dem selbstbetitelten Debüt konnte eine Top 10-Platzierung in den Media Control-Charts errungen werden. Über die genauen Absatzzahlen schweigt sich das Label aus. Wenn es nach unserer Redaktion geht, absolut verdient. Selten zuvor konnte uns eine Band so kollektiv in die Abhängigkeit treiben. Thumbs up! 

(Mathias Rasch, www.metaloderwas.de/news)

Donnerstag, 29. November 2012

Prolog - Teil 8



Mein Verhältnis zur Musik hat sich die letzten Jahre massiv geändert. War es vor zehn Jahren noch ein untrennbarer Teil meiner Persönlichkeit, so ist es heute zu einem Nebenprodukt geworden, dass sich meine Freizeit mit Film, Videospiel und vor allem Familie teilen muss und dabei immer weiter in den Hintergrund tritt. Nur selten mache ich mir die Mühe, eine neue Band für mich zu entdecken und begnüge mich stattdessen mit dem, was meine aus gut 500 CDs bestehende Sammlung für mich bereit hält. Natürlich war früher alles besser und natürlich sind neue Bands alle nur Kopien anderer Bands. Also genauso wie vor 10 Jahren, und vor 20 Jahren und wahrscheinlich die Jahre davor.

Trotzdem beobachte ich noch immer den Musikmarkt und speziell die Metalszene, mit der ich mich noch immer verbunden fühle. Mein Engagement ging die letzten Jahre genauso zurück, wie der Stellenwert der Musik in meinem Leben abgenommen hat. Und doch habe ich in der Szene viele Freunde und Bekannte gefunden. Eine Szene, die seit vielen Jahren zersplittert und in Subgenres aufgeht. Vom klassischen Metal ausgehend taten sich Spielarten wie Thrash, Death und Black Metal auf. Klassischer Metal wurde zum True Metal, Power Metal oder einfach Heavy Metal. Anfang der Neunziger übertraf man sich mit halbgaren Veröffentlichungen und Exzessen, bis mit Grunge schlagartig alles anders wurde. Während der Grunge-Virus grassierte flüchteten sich viele Bands in den vermeintlichen sicheren Grunge- und Alternative-Hafen, oder lösten sich auf. Davon unbeeindruckt gärte im Untergrund die Szene weiter und speziell im Norden zeigte mit dem Black Metal ein besonders hässliches Gesicht des Metals sein Gesicht. Als Gegenentwurf zum gesellschaftlich belächelten Kuschelmetal sorgten Morde, Kirchenbrände und rassistische Aussagen für eine breite Ablehnung in der Gesellschaft und stellten den Metal wieder auf ein gesellschaftliches Abstellgleis.

Provokation der Provokation Willen wurde in der Black Metal-Szene zum Leitspruch und endete in einer Katastrophe. Einer Katastrophe von der sich Protagonisten der Szene Jahre später distanzieren würden um den Black Metal in den Mainstream zu führen, von dem man sich einst abzugrenzen versuchte. Black Metal verkam zu einem ungewollten Hype wie einst Death- und Thrash Metal.

Meine Ablehnung dem Black Metal gegenüber war dagegen weniger ideologischer Natur. Ich konnte und kann dem Gekeife nichts abgewinnen. Auch die nach ihrer Öffnung zum Mainstream hin veröffentlichten Alben konnten mich nicht begeistern.

Mein Verhältnis wurde nach dem freiwilligen Verzicht auf neue Bands nicht besser. Auch andere Hypes, wie die Okkult-Rock-Phase, ging spurlos an mir vorüber. Für mich können neue Bands kaum noch relevante Akzente setzen. Für mich wurde vor zehn Jahren das meiste gesagt. Trotzdem kommt man momentan um eine Band kaum herum, sofern man nicht gerade hinterm Mond lebt. Da mich Hypes fast noch mehr abstoßen als Black Metal an sich, spiele ich den Totalverweigerer und erfreue mich an den ganzen Kommentaren der „Süchtigen“. 

(privater Blogeintrag,bloekenstattglauben.blogspot.com)

Mittwoch, 28. November 2012

Prolog - Teil 7



Wie schwarzer Efeu rankt die Musik von Satanic Whisper empor und wie Efeu umrankt sie die Hörnerven derer, die sich ihr voll und ganz hingeben. Nachtschatten dringen aus den Boxen und umschlingen die Herzen derer, die nicht glauben wollen. Die überwiegend in lateinisch und einer mir unbekannten Sprache dargebotenen Texte sind zu Musik gewordene Poesie und doch hässlich wie die Nacht. Die Musik ist klirrend kalt und gleichzeitig heiß wie Lava, langsam wie zähflüssiger Schleim und schnell wie eine alles zerstörende Flutwelle. Genau 67 Minuten dauert der vertonte innere Kampf der Gewissen und am Ende gibt es nur Gewinner: Den Hörer, den Musiker und das Label, das uns diese Perle geschenkt hat. Wer hiernach nicht süchtig wird, sollte sich die Ohren ausstechen. 
 
10 von 10

(Jennifer Rennbock, Sonic Composer)

Dienstag, 27. November 2012

Prolog - Teil 6



23.08.2013:

Man mag es kaum glauben, was diese als Satanic Whisper titulierte Ein Mann-Armee hier abliefert. Selten zuvor hat mich ein Album so in Beschlag genommen, beschäftigt und hungrig nach mehr zurück gelassen. Hier gibt es keinen Black Metal von der Stange. Stattdessen ist Black Metal nur das Gerüst. Dahinter stecken alle möglichen musikalischen Einflüsse der letzten Jahrzehnte, die zu einem homogenen Ganzen verschmelzen. Black Metal-Gekeife trifft auf poppige Emo-Melodien, Industrial auf Metal und Core auf Hard. Ganz großes Tennis. Unbedingt reinhören und süchtig werden. 

7 von 7 Punkten

(Christoph Wiggerl, Metal-Screwer)

Montag, 26. November 2012

Prolog - Teil 5



22.08.2013:

Das Label hat Wort gehalten und uns mit Satanic Whisper nicht weniger als das Album des Jahres kredenzt. Abwechslungsreich dargebotene klirrende Black Metal-Hymnen, die einerseits abstoßen, andererseits sich in die Gehörgänge schmeicheln und darin bis in alle Ewigkeit verweilen wollen. Seit dem das Rezensionsmuster eingetroffen ist, ist nicht ein Tag vergangen, an dem ich die CD wie unter Zwang in den CD-Player schieben musste. So komme ich mittlerweile auf über 50 Durchläufe und noch immer bin ich gefangen von den Rhythmen und der hypnotisch sich in die Gehirnrinde fräsenden Stimme des selbsternannten Lords.

Der schreit, flüstert, kreischt und singt die Kompositionen in Sphären, die bisher von noch keinem Musiker erreicht wurden. Der Hörer wird liebkost, aufgesogen und wieder in die Wirklichkeit zurück entlassen. Das Album des Jahres und schon jetzt ein Anwärter auf das Album des Jahrtausends. Selbst die Weicheier in unserer Redaktion hängen absolut süchtig von unserer Hausanlage und feiern Lord Luciferiums Werk nach allen Regeln ab. 

10 von 10 Punkten

(Götz Feigohr, Hard Rock-Magazin)

Sonntag, 25. November 2012

Prolog - Teil 4



10.08.2013:

Promo-CD heute von Satanic Whisper heute eingegangen. Absoluter Süchtigmacher. Mehr dazu in der nächsten Ausgabe. 

(Sonic-composer.de/blog)