Samstag, 1. Dezember 2012

Prolog Teil 12



Mittlerweile führt kein Weg mehr an ihr vorbei. Wie ein Virus verbreitet sich Satanic Whisper über soziale Netzwerke und Foren. Waren es anfangs nur die einschlägigen Metalforen, findet sich immer häufiger der Weg in andere Themenbereiche. Selbst Leute, die man bis dahin wenig bis gar nicht mit extremer Musik in Verbindung brachte, scheinen wie infiziert und eine Bereinigung der Freundesliste wird zunehmend unmöglich. Gespräche und Diskussionen drehen sich fast nur noch ausschließlich um besagte Band, die von ihren Anhängern durchgehend bis aufs Messer verteidigt wird. Nur selten bis gar nicht finden kritische Töne Einzug. Die kommen seit kurzem von anderer Stelle. Seitdem sich das Album auf dem ersten Platz der Media Control-Charts festgesaugt zu haben scheint, meinen Boulevard-Magazine tatsächlich erkannt zu haben, dass Hörer des Albums von der Musik süchtig werden. Angeblich gibt es Berichte aus Norwegen, in denen ein Fan der Band seine taube Mutter erschlagen hat, die die CD aufgrund des blasphemischen Covers im Heizofen entsorgt hatte.

Der Fall war umso ungewöhnlicher, weil Fans zu berichten wussten, dass selbst misstrauische Verwandte und Freunde sich der Sogwirkung der Songs nicht entziehen können und die CD ebenfalls käuflich erwerben. Spektakulär war ein Fall aus Finnland, in dem ein Priester der versammelten Gemeinde die CD in voller Lautstärke vorspielen ließ. Der katholische Priester wurde vom Vatikan des Amtes enthoben und versetzt, woraufhin es wütende Proteste der Anwohner hagelte. In einem Interview gab eine Einwohnerin der Gemeinde an, mittlerweile nach der Musik von Satanic Whisper förmlich süchtig zu sein. 

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