Dienstag, 1. Januar 2013

Kapitel 2 - Teil 3

Sofort verstummten alle Gespräche und außer den Soldaten stand alles still. Doch nur kurz und im nächsten Moment stürmte alles was laufen konnte nach vorne, um zu helfen und das Wunder mit eigenen Augen zu betrachten. 14 Kinder zählte ich insgesamt, alle im Alter zwischen drei und sechs Jahren alt, Mädchen und Jungen gemischt und hungrig sahen sie aus, aber sie waren am Leben und das war für uns alle ein kleines Wunder und Hoffnungsschimmer in diesen dunklen Zeiten.
 
Nach den Kindern kamen noch zwei Frauen, eine vielleicht Mitte 20, die andere in ihren Dreißigern, die ebenfalls gerne die Hilfe unterstützender Hände annahmen und noch erschöpfter als die Kinder aussahen. Erschöpft, aber glücklich fielen sie den Soldaten um den Hals und die Dankbarkeit sprühte ihnen sprichwörtlich aus den Augen. Obgleich sie eine kleine Sensation darstellten, wurden sie schnell von den Soldaten abgeschirmt und zusammen mit den Kindern in die Kommandozentrale geführt.
 

Von dem anderen Transportlaster wurden Kisten abgeladen, deren Beschriftung sie als Lebensmittel auswiesen. Noch ein Grund sich zu freuen. Zumindest für einige Tage war Abwechslung auf dem Speiseplan garantiert. Durch die zerfetzte Plane waren noch mehr Vorräte und Material zu sehen, aber mehr bekamen wir nicht zu sehen. Nur kurz nachdem Frauen und Kinder die Halle verlassen hatte, wurde von dem Dienst habenden Feldwebel die Räumung der Halle angeordnet. Nur widerwillig ließen sich die Menschen vertreiben und kehrten betont langsam in ihre Quartiere zurück. Wer sich allerdings noch einen Blick erhofft hatte, wurde enttäuscht.

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