Montag, 4. Februar 2013

Kapitel 3 - Teil 28

"Die Leichen ignorierend hatte ich von dieser Position aus einen besseren Blick auf die Lastwagen, ohne Gefahr zu laufen, mich dem Rand der Straße zu nähern. Es waren wieder diese unheimlichen Supermutantendinger und sie hatten sich wieder unbemerkt nähern können. Ihre Klauen zerfetzten unsere LKW-Planen und wer noch nicht draußen war, wurde von ihnen nach oben gezogen, oder noch im Inneren zerfetzt. Die meisten fuhren erschreckt herum und feuerten auf die neue Bedrohung aus nächster Nähe, was wiederum den Angreifern aus dem Wald Gelegenheit gab, näher zu uns aufzuschließen. Ich selbst bemerkte sie erst, als sie fast auf Sprungweite heran gekommen waren.
 
Nur noch wenige Meter waren sie von uns entfernt, als eine Explosion eine Gruppe förmlich pulverisierte.
 
Ach, was heißt pulverisiert. Zerrissen hat es die Bastarde. Ihre Innereien verteilten sich in einem Radius von zehn Metern rund um den Einschlagskrater. Doch statt, dass die Viecher davon eingeschüchtert worden wären, wurden sie nur noch mehr angestachelt. Eine ganze Horde strömte aus dem Wald und war drauf und dran, uns den Rest zu geben. Doch der ersten Explosion folgten weitere und ein Maschinengewehr lichtete ihre Reihen. Wie die Fliegen verreckten sie im Dauerfeuer. Dann sah ich den Panzer und scheiße, ich war heilfroh.
 
So froh, dass ich vergessen hatte, was meinem Begleiter zugestoßen war. Aus dem Augenwinkel sah ich die Hand und hätte ich mich nicht geistesgegenwärtig weggeduckt, wär ich jetzt wohl auch einen Kopf kürzer. So kratzte die Kralle nur über meinen Helm und hinterließ dabei tiefe Furchen in dem Material. Hatte ich bis dahin gezweifelt, ob mir dieses Ding im Ernstfall wirklich einmal das Leben retten würde, wurde ich an diesem Tag eines Besseren belehrt.
 
Im Ducken drehte ich mich herum und stieß mich mit den Füßen ab, so dass ich hart auf meinem Hintern landete, aber weit genug, um den Lauf meiner Waffe zwischen mich und das Monstrum zu bringen. Der Sicherungshebel war auf Dauerfeuer und so pumpte ich mein ganzes Magazin in seinen hässlichen Körper.
 
Seinen Kopf verfehlte ich und ich meinte, dass so etwas wie ein Grinsen sein Gesicht umspielte. Schwer zu sagen bei einem Vieh, das nur noch entfernt Ähnlichkeit mit einem Menschen hat, aber sein Mund stand weit offen, die Augen zusammengezwickt und ein seltsames Leuchten umspielte seine Pupillen. Der Spaß verging ihm aber, als ich eine Granate aus meiner Tasche zog, trotz meiner gequetschten Rippen aufsprang und ihm das Ei mit voller Wucht in seinen hässlichen Mund rammte. Seine aufgerissenen Augen bewiesen mir, dass er trotz seiner Mutationen wusste, was das Ding in seinem Maul war und vor allem, was es mit seinem hässlichen Schädel anrichten würde. Seine Verwirrung nutzend versetzte ich ihm einen Stoß, riss dabei die Sicherung aus der Granate und rannte um das Heck des Wagens herum."

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