Sonntag, 16. Juni 2013

Kapitel 4 - Teil 51

Sein ohnehin schon zornerfülltes Gesicht wurde noch angespannter und die Röte breitete sich auf den ganzen Kopf aus.

„Scheiße Alter, woher weißt du das? Ich schwör dir, ich bring dich um, wenn jemand der anderen davon erfährt. Eigentlich weiß ich gar nicht, warum ich dich nicht gleich umbringe.“

 Todesmutig setzte ich alles auf eine Karte. Die Zeit war knapp und ich konnte mir nicht erlauben, noch mehr davon zu verlieren. Kurz entschlossen ging ich auf ihn zu, schlang meinen Arm um seinen massiven Körper, sah ihm in die Augen und antwortete ihm entschlossen.

„Weil ich dein Freund bin Benny. Weil ich der einzige Mensch hier bin, der weiß, was du durchgemacht hast. Deswegen wirst du mir nichts antun. Deswegen werde ich dir helfen, dich an Sackschneider zu rächen und deswegen wirst du mir helfen, hier rauszukommen und mir helfen, meinen Sohn zu retten. Deswegen.“

Der Zorn wich aus seinem Blick und zurück blieb die rote Färbung. Gleichermaßen entspannte sich sein Körper.

„Mein Freund?“

Seine Stimme geriet ins Stocken.

„Ich hatte nie einen Freund. Nur Kameraden, mit denen ich gesoffen und gefeiert hab. Aber ich hatte noch nie einen Freund.“


Plötzlich erwiderten seine Arme die Umarmung und drückten mich fest an ihn. Wie ein Schraubstock wickelten sich die Oberschenkeldicken Arme um mich und gerade als ich Panik bekam, dass er mich vor Freude zerquetschen würde, lockerte sich der Griff und ich sah die Tränen in seinen Augen. 

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